Jesus Christus kam als Bote zu uns

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Bibel (Alte u. Neue Testament): Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 24.05.2017

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In Gott können wir (wie der Liederdichter sagt) verborgen leben.

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

2. Timotheus 1,7

Vertrauen ist besser als verzagen,
lass dich von Gottes Liebe tragen,
bleibe stets in ihm, sowie er in dir,
leg` ihm zu Füssen all deine Begier.

Frage: Satan will uns dauernd ängstigen. Lassen Sie sich von ihm beeinflussen?

Vorschlag: Antworten Sie dem Seelenfeind, wenn er sie mit Panik belasten will: Es steht geschrieben: Fürchtet euch nicht! Und Gott verspricht mir: Ich will dich nicht verlassen, noch von dir weichen. Ich kann geborgen sein im Herrn.

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Der breite und der schmale Weg



Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind´s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind´s, die ihn finden!

Matthäus 7, 13. 14


Die Verse von der breiten und der engen Pforte, vom breiten und vom schmalen Weg könnten das Vorurteil bestätigen, dass es im Glauben hauptsächlich um Verzicht geht.

Während der "normale" Mensch aus dem Vollen schöpfen und alles mitnehmen kann, was Spaß und Freude macht, muss sich der Gläubige, für das vage Versprechen, dafür irgendwann einmal vielleicht in den Himmel zu kommen, kasteien und einengen lassen. Sich also durch eine "schmale Pforte quälen" und einen schmalen, unbequemen Weg gehen.

Muss man sich da noch wundern, wenn die Leute, bei solchen Aussichten, massenweise vom Glauben abfallen, zumal die Bibel ja voll von solchen Aussagen ist, in denen es um Verzicht, Überwinden und andere anstrengende Dinge geht? Für was soll man sich das alles antun? Wer wirklich klug ist genießt deshalb sein Leben hier und jetzt und sofort!

Was ist von solchen Ansichten, wie sie weit verbreitet sind, zu halten?

Zunächst mal soviel, dass hier tatsächlich zwei Modelle angeboten werden, zwischen denen man entscheiden muss.

Da ist zuerst das Angebot der Welt. Das muss nicht näher erläutert werden, weil es uns in den Medien und in der Werbung ständig präsentiert wird. Dabei geht es immer darum, aus der begrenzten Lebenszeit, soviel als möglich herauszuholen und dabei nichts zu verpassen, weil man das sonst nie mehr nachholen kann.

Das scheint vernünftig, führt aber zwangsläufig zu Stress, Unruhe und Unzufriedenheit, denn schon der Gedanke, dass viele Dinge und das Leben insgesamt nicht so verlaufen, wie erhofft und erträumt, ist eine ständige Belastung.

Und wenn dann, wie eigentlich nicht anders zu erwarten, vieles ganz anders kommt, scheint alles vollkommen sinnlos zu sein. Und ich kann mir vorstellen, dass es sehr viele Menschen gibt, die, in dieser Weise und ohne Hoffnung, ein gequältes Leben führen.

Wer auf dieser Schiene des Weltmenschen fährt, dessen Leben wird nach Jesu Worten bis In alle Ewigkeit ohne Hoffnung und gequält sein und das selbst dann, wenn sich im irdischen Leben zwischendurch immer wieder Lichtblicke ergeben.

Das andere Angebot ist das, was uns im Glauben an Jesus Christus gemacht wird, und das von denen, die darauf nicht eingehen wollen, als "Selbstbetrug" und "Opium fürs Volk" bezeichnet wird. Und tatsächlich lässt sich der Glaubende auf etwas ein, das weder beweis- noch sichtbar ist, womit ein Risiko eingegangen wird.

Aber sind denn die Weltmenschen und Skeptiker in dieser Hinsicht besser dran? Ich denke nicht! "Wer nichts wagt, der gewinnt nichts" heißt es da, und wer zu etwas kommen will, muss bereit sein auch hohe Risiken einzugehen, bei denen man alles verlieren oder auch alles gewinnen kann.

Und wer es weiterbringen will muss zudem bereit sein, Mühen, Anstrengungen und Verzicht auf sich zu nehmen. Er muss dabei auf noch in der Zukunft liegende Dinge vertrauen, die weder beweis- noch sichtbar sind. Was also auch hier nötig ist, ist der Glaube an die Sache und die Hoffnung dass es gelingt.

Der Unterschied zwischen dem Weltmenschen und dem Gläubigen besteht darin, dass der Gläubige ein Ziel vor Augen, das weit über das des Weltmenschen hinausgeht. Und letztlich kommt auch der Weltmensch nicht ohne, im weitesten Sinne "religiöse Vorstellungen" aus, und wenn es dabei nur um Aberglauben geht.

Auch der Weltmensch kommt, so gesehen nicht ohne „Opium“ aus und mancher wird direkt süchtig, nach irgendeiner Art von „Opium“.

Entscheidend ist aber noch etwas anderes:

Während der Weltmensch in der Gefahr ist ausgepowert zu werden, erlebt der Christ dass das folgende Angebot Jesu schon jetzt und hier erfahrbar ist:

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Matthäus 11, 28-30

Ruhe für unsere Seelen bedeutet, Friede, Freude, Gewissheit, Lebensmut, Erfüllung, Gewissheit usw. Und nach Jesu Worten ist das der Zustand, der uns auch in der Ewigkeit umfangen wird.




Bei dir, Jesu, will ich bleiben,
stets in deinem Dienste stehn;
nichts soll mich von dir vertreiben,
will auf deinen Wegen gehn.
Du bist meines Lebens Leben,
meiner Seele Trieb und Kraft,
wie der Weinstock seinen Reben
zuströmt Kraft und Lebenssaft.

Könnt ich´s irgend besser haben
als bei dir, der allezeit
soviel tausend Gnadengaben
für mich Armen hat bereit?
Könnt ich je getroster werden
als bei dir, Herr Jesu Christ,
dem im Himmel und auf Erden
alle Macht gegeben ist?

Wo ist solch ein Herr zu finden,
der, was Jesus tat, mir tut,
mich erkauft von Tod und Sünden
mit dem eignen teuren Blut?
Sollt ich dem nicht angehören,
der sein Leben für mich gab?
Sollt ich ihm nicht Treue schwören,
Treue bis in Tod und Grab?

Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich
so in Freude wie in Leid;
bei dir bleib ich, dir verschreib ich
mich für Zeit und Ewigkeit.
Deines Winks bin ich gewärtig,
auch des Rufs aus dieser Welt;
denn der ist zum Sterben fertig,
der sich lebend zu dir hält.

Bleib mir nah auf dieser Erden,
bleib auch, wenn mein Tag sich neigt,
wenn es nun will Abend werden
und die Nacht herniedersteigt.
Lege segnend dann die Hände
mir aufs müde, schwache Haupt;
sprich: ´Mein Kind, hier geht´s zu Ende;
aber dort lebt, wer hier glaubt.´

Bleib mir dann zur Seite stehen,
graut mir vor dem kalten Tod
als dem kühlen, scharfen Wehen
vor dem Himmelsmorgenrot.
Wird mein Auge dunkler, trüber,
dann erleuchte meinen Geist,
dass ich fröhlich zieh hinüber,
wie man nach der Heimat reist.


(Lied ' Bei dir, Jesu, will ich bleiben ', Karl Johann Philipp Spitta (1801 - 1859) )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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