Jesus Christus kam als Bote zu uns

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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.03.2017

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Gott sieht und kennt uns ganz genau!

Der HERR sprach zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.

Hiob 1,8

Was ist falsch und was ist wahr?
Vor Gott ist alles offenbar!
Auch kennt mich Gott ganz genau:
ob ich bin kalt, treu oder lau!

Frage: Kann mir Gott, welcher mich bis ins tiefste Innere kennt und durchschaut, auch ein solches Zeugnis wie Hiob geben?

Tipp: Zu allen Zeiten gab es Menschen, welche nur oberflächlich „fromm“ waren. Gott geht es aber darum, dass wir im tiefsten Inneren Gott fürchten, rechtschaffene Gedanken haben und Versuchungen aus dem Weg gehen. Sind wir so treu und leben wir so im Gehorsam wie es Hiob tat? Was nützt es wenn wir vor Menschen angesehen werden – nur das Zeugnis Gottes ist ewigkeitsrelevant! Lasst uns Hiob als Vorbild nehmen und ihm nacheifern!

Die wichtigste Lebensentscheidung



Diese Ausführungen wurden folgendem E-Book entnommen:


FCDI-EBook 1-011

Die wichtigste Lebensentscheidung

Der breite und der schmale Weg
Autor: Heinrich Müller (1897 - 1971);
PDF-Format A5, 0,89 MByte; 19 Seiten

Zwei Wege hat der Mensch vor sich in der Welt. Der eine führt in das ewige Verderben, der andere zum ewigen Leben in Herrlichkeit. Welchen Weg gehen Sie?
Der Autor geht auf die beiden Wege und ihre Konsequenzen ein.

Hinweis: Der Inhalt kann auch in gedruckter Form bei der
ev. Volks- und Schriftenmission Lemgo-Lieme bestellt werden!


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1. Zwei Wege

Das Leben stellt uns vor wichtige Entscheidungen. Da ist z.B. die Berufswahl. Wie viele haben sich falsch entschieden und wählten einen Beruf, der sie nicht befriedigte. Besonders wichtig ist die Entscheidung bei der Wahl des Ehepartners. Was für ein großes Glück kann hier eine richtige Entscheidung bringen! Eine falsche Entscheidung kann die Ehe dagegen zur Qual werden lassen. Nöte und Schwierigkeiten sind häufig die Folge einer falschen Wahl. All diese Schwierigkeiten werden jedoch einmal in dieser Welt ein Ende nehmen.

Aber die wichtigste Lebensentscheidung, die es hier auf Erden gibt, ist, dass der Mensch den richtigen Weg zur ewigen Herrlichkeit betritt. Jesus sagt darüber ein ernstes Wort:

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!

Matthäus 7,13-14

Das heißt: Zwei Wege hat der Mensch vor sich in der Welt. Der eine führt in das ewige Verderben, der andere zum ewigen Leben in Herrlichkeit.


Wohin gehen Sie? Das ist die große Lebensfrage, die wir uns nicht ernst und oft genug stellen können. Von ihrer Beantwortung hängt unser Wohl und Wehe für Zeit und Ewigkeit ab. Sie richtet unseren Blick auf das letzte Ziel hin, dem wir entgegeneilen. Haben wir dieses recht erkannt, so werden wir danach trachten, es zu erreichen. Aber wie viele Menschen fragen nicht nach diesem letzten Ziel! Sie hängen an den Dingen dieser Erde, die doch bald vergehen. Dass sie einmal sterben müssen und sich ihnen die enge Pforte des Todes öffnen wird, an der sie alles zurücklassen müssen, was sie hier besitzen, das wissen sie, dennoch versuchen sie, sich diesen Gedanken möglichst fernzuhalten. Wie furchtbar wird für sie einmal das Erwachen sein. Deshalb ist es wichtig, dass wir schon während unserer Erdenzeit bedenken, welcher Weg wirklich zum Leben führt. Diesen weist uns der Herr in dem Wort: "Geht hinein durch die enge Pforte!" Jeder andere Weg ist breit und führt in das Verderben. Über diese beiden Wege möchte uns der Herr belehren.


2. Der breite Weg

Zunächst redet er vom breiten Weg und sagt uns zur Warnung: "Die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen."

Der Eingang zum breiten Weg ist also die weite Pforte. Was ist darunter zu verstehen?


Eine weite Pforte bietet einen weiten Raum. Wer hindurchgeht, kann viel Gepäck mitnehmen, denn man kommt damit ohne Mühe hindurch. Der "natürliche" Mensch will das ganze Gepäck der weltlichen Gewohnheiten und irdischen Freuden und Sorgen mitnehmen; d.h. alles, woran sein weltlicher Sinn hängt.

Die Pforte ist nicht nur weit, sondern auch hoch, damit die Menschen ihren stolzen Nacken nicht zu beugen brauchen und auch mit einem hochmütigen, selbstgerechten Herzen gut hindurchkommen. Dieser Weg ist verlockend und anziehend, da er so bequem ist, aber er führt langsam bergab. Man braucht sich keine Entbehrungen aufzuerlegen, hat keine Mühe und Anstrengungen zu überwinden.

Man kann sein Leben bequem genießen, wie man will. Auf diesem Weg, bei allen sich bietenden Vergnügungen, merkt man nicht, wie die Zeit vergeht, das Leben verrauscht und es immer schneller bergab geht. Man kommt nicht in Verlegenheit sich zu langweilen, denn "viele sind's, die auf ihm hineingehen". In dieser großen Gesellschaft kann man sich vortrefflich unterhalten.

Kommt einmal ein Hindernis auf diesem Weg oder ein Bote Gottes, der vor dem Verderben warnen möchte, dann gibt es immer noch eine Möglichkeit auszuweichen und durch Zerstreuung die Stimme zu überhören. So wird man mit der Zeit immer sicherer und sorgloser. Nach Gott und der Seelen Seligkeit fragt man nicht und gibt keiner anderen Stimme Gehör als der eitlen Lust, die so geschickt über alle Bedenken hinwegzuhelfen weiß. Dabei meint man, Frieden zu haben, der doch kein wahrer Friede ist, und Freude zu besitzen, die doch keine echte Freude ist.

Wird man einmal aus dieser falschen Sicherheit aufgerüttelt durch Ereignisse, die in das Leben eingreifen, wie z.B. Katastrophen, Unglücksfälle, Krankheiten oder gar das Sterben lieber Angehöriger oder Freunde, so wird man zwar zunächst ein wenig nachdenklich, geht vielleicht hier und da unter Gottes Wort, aber das ist häufig nur etwas Vorübergehendes. Mit sehenden Augen sieht man nicht und mit hörenden Ohren hört man nicht!

Und wenn wirklich einmal ein ernster Gedanke durch das Herz geht, dann redet man sich ein, dass es nicht so schlimm mit einem steht und man im Alter oder auf dem Sterbebett noch Zeit genug habe, um an das Ende zu denken. So gehen die Menschen in ihrer Verblendung dahin und sehen nicht den Abgrund, in welchem sie zuletzt versinken. Da wird dann das Wort der Heiligen Schrift Wahrheit:

Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben!

Psalm 39,6

Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.

Psalm 73,19

Wer sein Leben an die Nichtigkeit der Welt verliert und seine kostbare Gnadenzeit versäumt, der eilt dem Verderben entgegen.


Deshalb sagt der Herr von der Endstation des breiten Weges das ernste Wort: "Es wird sein Heulen und Zähneknirschen". In der Sterbestunde wird kein Engel die Menschen, die ohne Jesus gelebt haben, hinübergeleiten. Es gibt dann kein Zurück, sondern nur das Urteil: "Gewogen und zu leicht befunden."

Soll das einmal Ihre Zukunft sein? Lieber Leser, der Sie auf dem breiten Weg sind, lassen Sie sich warnen, verlassen Sie den breiten Weg, der zur Verdammnis führt. Noch ist es Zeit, "eile und rette deine Seele", bevor es zu spät ist!


3. Die enge Pforte

Nachdem Sie gesehen haben, wohin der breite Weg führt, darf ich Ihnen nun den Weg durch die enge Pforte zeigen. Jesus sagt: "Geht hinein durch die enge Pforte". Zum ewigen Leben führt nur der schmale Weg, der hinter der engen Pforte beginnt. Sie fragen: "Was bedeutet diese?" Ich möchte es Ihnen erklären. Eng heißt, dass man keinerlei Lasten mit hindurch nehmen kann. Die Menschen schleppen oft große Sündenlasten mit sich herum. Man sieht es ihren Gesichtern in der Regel an, was für schwere Lastenträger sie sind.

Wie viele haben die eheliche Treue nicht gehalten. So kam ein Mann nach einem Gottesdienst weinend mit den Worten in die Sakristei: " Auf diesen Augenblick habe ich schon Jahre gewartet. Ich kann es nicht mehr länger aushalten". Dann bekannte er einen Ehebruch, mit dem er sich Jahrzehnte herumgeschleppt hatte. Nachdem er seine Last abgelegt hatte, ging er mit leuchtenden Augen fort.

Vielleicht haben Sie es an der Liebe und Ehrfurcht gegenüber Ihren Eltern fehlen lassen; Sie haben sie vernachlässigt. Das liegt schwer auf Ihrem Herzen. Was gäben Sie darum, wenn Sie es wieder gutmachen könnten! Oder Sie haben jemanden verleumdet und ihn in Verruf gebracht. Er musste dadurch als ein Verachteter dahingehen. Haben Sie bedacht, dass das Sünde ist? Was gibt es doch für Lasten, mit denen sich die Menschen herumschleppen und schier darunter zu zerbrechen drohen. Aber all diese Lasten dürfen wir getrost vor der engen Pforte ablegen!

Um uns von all diesen Lasten frei zu machen, ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, auf diese Erde gekommen. Er wurde Mensch wie wir, aber ohne Sünde. In der Bibel wird von ihm gesagt, dass kein Betrug in seinem Munde war. Er schalt nicht, da er gescholten wurde und vergalt Böses mit Gutem. Er hing am Kreuz als unser Bürge und Stellvertreter. Er hat die Strafe, die wir verdienen, auf sich genommen, auf dass wir Frieden hätten. Als er rief: "Es ist vollbracht!", geschah unsere Erlösung. Deshalb dürfen wir mit einem offenen Bekenntnis zu ihm kommen, unsere Lasten am Kreuz ablegen und sein Erlösungswerk für uns in Anspruch nehmen.

Denn:

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

1. Johannes 1,9

Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.

1. Johannes 1,7b

Die Pforte ist aber nicht nur eng, sondern auch niedrig. Niemand kommt mit stolz erhobenem Haupt hindurch. Es geht nur gebückt, auf den Knien durch sie hindurch. Vor der engen Pforte steht:

Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.

Römer 3,10b

Es ist hier kein Unterschied, sie sind allesamt Sünder!

Römer 3,22b - 23
Wer also glaubt, er sei ein guter Mensch, dem niemand etwas nachsagen kann, der kommt damit nicht hindurch, sondern nur der, der zur Überzeugung gekommen ist, dass er ein verlorener Sünder vor Gott ist.

Die enge Pforte bedeutet eine ganze Abkehr von der Sünde und eine ganze Hinkehr zu Jesus. Darum bitte ich Sie, schieben Sie den Schritt durch die enge Pforte nicht länger auf! Niemand weiß, wann seine Sterbestunde kommt. Wie viele Menschen werden durch einen Unfall oder einen plötzlichen Herzinfarkt hinweggerafft.

Deshalb bitte ich Sie noch einmal ganz eindringlich: Vertrauen Sie Jesus Ihr Leben an! Uns errettet nicht ein ehrbares Leben, nicht eine fromme Kirchlichkeit oder die Zugehörigkeit zu einer Freikirche oder Gemeinschaft, auch nicht die Mitgliedschaft in einem christlichen Jugendkreis, sondern nur der Schritt durch die enge Pforte. Erst dann befinden wir uns auf dem Weg zur ewigen Herrlichkeit und erfahren die sündenvergebende Gnade in Jesus.


4. Bedenken vor der engen Pforte

Viele Menschen haben den Wunsch, durch die enge Pforte hindurchzugehen, aber sie bleiben mit lauter Bedenken davor stehen. Sie meinen, dass das Leben durch eine Umkehr zu Jesus traurig und freudlos wird.

Ich war bei einer Familie zum Kaffee eingeladen. Die Töchter des Hauses hatten mancherlei Fragen. Während der Unterhaltung wurde ich dann plötzlich gefragt, ob ich bekehrt sei. Als ich es bejahte, sah ich, dass sie daran zweifelten und begründeten ihre Frage: "Sie haben wiederholt gelacht. Wir haben geglaubt, wer gläubig ist, darf nicht mehr fröhlich sein und lachen." "Da kennt ihr aber das Christentum schlecht", antwortete ich, "in der Bibel steht: ,Seid allezeit fröhlich', freuet euch in dem Herrn allewege', ,die Freude am Herrn ist meine Stärke'" usw. Die Bibel redet insgesamt 525mal von der Freude, sich freuen und fröhlich sein. Wisst ihr, warum wir so fröhlich sein dürfen? Alle Schuld der Vergangenheit ist durch das Blut Jesu vergeben. Getrost dürfen Kinder Gottes an der Hand ihres Heilands gehen, er ist ihr Ratgeber und Helfer.

Wir haben eine Freude,
die niemand von uns nimmt,
wir haben eine Harfe,
vom König selbst gestimmt.
Wir haben Glück, das leuchtend
und unbeschreiblich ist.
Wir haben alles, alles
in dir, Herr Jesu Christ!


Es ist eine große Lüge und ein Trick Satans, wenn gesagt wird, dass die Nachfolge Jesu eine traurige Angelegenheit sei, denn gerade umgekehrt ist es". Nun waren die Töchter erleichtert und übergaben ihr Leben dem Herrn. Als ich sie später wieder traf, sagten sie freudestrahlend: "Es ist Herrlichkeit, mit ihm zu gehen! Hätten wir doch nur schon früher den Schritt durch die enge Pforte gewagt".

Andere fürchten, als Christ verspottet zu werden. Vielleicht gehören auch Sie dazu, weil Sie es miterlebt haben, wie Ihre Kollegen über die Frommen lachen und spotten oder allerlei Bemerkungen machen. Aber diese Ausrede gilt vor Gott nicht. Jesus sagt:

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen.

Matthäus 5,11

Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.

Johannes 15,18
Dafür schenkt uns der Herr in solchen Situationen Mut und Kraft, Trost und Freude, sodass uns dieser Spott nichts ausmacht.

Es gibt aber auch viele Menschen, die glauben, dass sie nicht durch die enge Pforte hindurch gehen müssen, weil sie meinen, bereits Jesu Eigentum zu sein. Wenn sie gefragt werden, wie sie ein Jünger Jesu geworden sind, dann antworten sie: "Wir sind getauft und konfirmiert, gehen in die Gottesdienste, nehmen am Heiligen Abendmahl teil und haben auch eine offene Hand für die Mission!" Wer denkt, dass das allein ausreicht, der irrt. Ich sagte schon, dass der Gang durch die enge Pforte eine klare persönliche Hinwendung zu Jesus ist.

Jeder, der nicht so durch die enge Pforte hindurchgegangen ist, befindet sich auf dem Weg, der, wie Jesus sagt, in der Verdammnis endet. Sie würden also trotz Taufe, Konfirmation, Gottesdienstbesuch und Spenden für die Mission verloren gehen, wenn Sie es nicht erlebt haben, dass Jesus Ihr persönlicher Heiland ist, der Ihnen alle Ihre Sünden vergeben hat.

Deshalb bitte ich Sie: Wagen Sie den Schritt durch die enge Pforte! Nur dieser Weg bringt bleibendes Glück und wahren Frieden.


5. Hinter der engen Pforte

Wer den entscheidenden Schritt durch die enge Pforte gewagt tat, d.h. sein Leben Jesus anvertraut hat, der empfängt als Erstes die Vergebung der Sünden. Was das bedeutet, mögen uns Einige Beispiele zeigen.

Wie mancher hat schon gewünscht, dass über alles, was in der Vergangenheit geschah, Gras wachsen möchte. Aber jeder weiß, dass das nicht geschieht. Eine Frau sagte zu mir: "Es sind schon 30 Jahre her, dass ich einen Diebstahl begangen habe. Ich kann darüber nicht zur Ruhe kommen. Immer wieder werde ich daran erinnert. Hätte ich mich doch nicht dazu verleiten lassen".

Nachdem sie das bekannt und um Vergebung gebeten hatte, durfte sie es erleben:

Du vergabst mir die Schuld meiner Sünde!

Psalm 32,5
und konnte wieder froh werden.

Vor vielen Jahren ist ein amerikanisches Buch erschienen "Dr. Heidehofers Wunderkur". Darin wird geschildert, wie es dem Arzt gelang, festzustellen, dass jede Erinnerung eine bestimmte Stelle im Gehirn habe. Durch eine kleine Operation könne diese Erinnerung ausgetilgt werden. Wenn das wirklich möglich wäre, was würde solch ein Arzt für einen Zulauf haben! Ich darf Ihnen sagen, dass es einen Arzt gibt, der die Menschen von den quälenden Gedanken befreien kann; dieser Arzt heißt Jesus! Wer zu ihm kommt mit einem ehrlichen Bekenntnis, der erlebt es, dass sein Gewissen frei wird von der Last, die so lange auf ihm lag.

Ein junger Mann, der unter einer schweren Last litt, kam in die Seelsorge. Als wir alles miteinander besprochen hatten, knieten wir nieder zum Gebet. Es war ein schwerer Kampf mit dämonischen Mächten. Plötzlich rief er aus: "O, die Last ist weg, mir ist ganz leicht geworden. Ich kann nun glauben!" Er hatte die Vergebung seiner Sünden empfangen.

Und noch ein Zweites: Mit der Vergebung erhält man zugleich den Frieden Gottes. Normalerweise steht die Sünde wie eine Scheidewand zwischen uns und Gott. Deshalb hat der Mensch Angst vor dem Sterben, weil er ahnt, dass er einmal vor Gott erscheinen muss. Wenn aber die Sünde vergeben ist, dann ist auch die Furcht vor dem Tode und dem Gericht fort. Man weiß sich mit Gott versöhnt.

Ich kam in das Haus eines landwirtschaftlichen Arbeiters. Er war gerade aus dem Krankenhaus zurückgekehrt, wohin ihn sein Arzt zu einer gründlichen Untersuchung geschickt hatte. Während der Untersuchung hatte er den Chefarzt gefragt: "Wie steht es mit mir?" Als dieser etwas zögerte, sagte er: "Sie können mir ruhig sagen, wie es um mich steht, ich habe keine Angst vor dem Sterben. Ich bin ein Gotteskind und habe Frieden. Wenn Sie mir jetzt sagen, dass ich nach menschlichem Ermessen nicht mehr lange zu leben habe, dann sage ich Ihnen, dass ich gern sterbe, weil ich dann zu dem komme, der schon auf mich wartet. Jesus ist mein Heiland und hat mir eine Stätte im Vaterhaus bereitet."

Erkennen Sie den Unterschied zwischen den Menschen, die noch vor der engen Pforte stehen und denen, die bereits hin durchgegangen sind? Wer es erlebt hat:

Frieden ich in Jesus fand,
Frieden, den ich nie gekannt.
Seit ich lernte, ihm vertraun,
darf ich fröhlich aufwärts schaun;

geht auf dem schmalen Weg, der hinter der engen Pforte beginnt. Er hat Gott, der alle Gewalt im Himmel und auf Erden besitzt, durch Jesus zum Vater bekommen. Ihm darf er alles sagen und anvertrauen. Jetzt erfährt er:

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Psalm 103,13
Dieser Vater hat ein Ohr für unsere Anliegen, ein Herz für unsere Nöte und eine helfende Hand in allen Lagen. Nichts ist ihm zu gering!

Und das Schönste ist: Dieser Frieden mit Gott dauert nicht nur ein paar Wochen oder Monate, sondern das ganze Leben lang! Er reicht bis in die Ewigkeit! Deshalb ruft der Apostel aus:

Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi.

Römer 8,17
Das Erbteil bei Jesus ist eine unbeschreibliche Herrlichkeit, eine Seligkeit, wie sie kein Auge je gesehen und kein Ohr vernommen hat.

Der Apostel Paulus drückt es so aus:

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Römer 8,38f

Erkennen Sie nun, dass ein Leben hinter der engen Pforte ein fröhliches und gesegnetes ist? Denken Sie bitte nicht, dass ein Leben mit Jesus Einbildung ist. Darf ich es Ihnen noch einmal sagen: Wer jenseits der engen Pforte ist, freut sich über die Vergebung seiner Sünden, über den Frieden mit Gott und über die Gewissheit seines Heils in Christus Jesus. Darum möchte ich Sie erneut bitten: Gehen Sie durch die enge Pforte!


6. Schritte auf dem schmalen Weg

Von dem schmalen Weg, der zum ewigen Leben führt, machen sich viele Menschen eine falsche Vorstellung. Ich sagte schon, dass viele ihn nicht gehen wollen, weil sie glauben, dass von dieser Stunde an ihr Leben unter dem Wort steht: entsagen, verzichten, entbehren. So kann nur der reden, der von der Freude mit Jesus noch nichts erfahren hat. Für die so genannten Freuden der Welt ist kein Raum mehr auf dem schmalen Weg, aber dafür haben wir eine unvergängliche Freude, die alles aufwiegt.

Jesus Christus ist die Freude auf dem schmalen Lebensweg und sein Wort die Quelle der Freude. Vor der engen Pforte ist die Bibel für den Menschen ein langweiliges Buch, das ihm nichts sagt. Aber wenn man Frieden und Freude im Heiligen Geist bekommen hat, dann wird das Wort Gottes ein Licht auf dem schmalen Weg und "unseres Fußes Leuchte", sowie das "Brot des Lebens" für die Seele.

Vor vielen Jahren hielt ich einen Gottesdienst in meiner Heimatkirche, in der ich konfirmiert und ordiniert worden war. Danach kam ein Mann ins Pfarrhaus und sagte zu mir: "Mit einer schweren Last bin ich heute früh in meine Heimatstadt gekommen. Ich wollte hier meinem Leben ein Ende bereiten. Als ich dann die Glocken von St. Nicolai läuten hörte, dachte ich: Geh noch einmal in die Kirche. Durch Ihre Predigt über Johannes 3, 16 habe ich im Gottesdienst Frieden gefunden. Nun möchte ich auch Ihnen danken, dass meine schwere Last fort ist. Ich bin froh, dass ich jetzt das Lied singen kann, das wir nach der Predigt gesungen haben:
Jesus nimmt die Sünder an,
mich hat er auch angenommen
und den Himmel aufgetan,
dass ich selig zu ihm kommen
und auf den Trost sterben kann:
Jesus nimmt die Sünder an!


Sehen Sie, solche Freude bewirkt das Wort Gottes. Den wahren Frieden mit Gott vermitteln weder Häckels Welträtsel noch Nietzsches Zarathustra, sondern allein das Wort Gottes - die Bibel. Wissen Sie, um wie viel Segen Sie sich bringen, wenn Sie sie vernachlässigen? Sie ahnen es nicht, wie reich Sie werden, wenn Sie betend das Wort Gottes lesen. Deshalb bitte ich Sie noch einmal: Nehmen Sie die Bibel zur Hand und bitten Sie um die Erleuchtung des Heiligen Geistes, wenn Sie darin lesen. Auch Sie werden dann mit dem Psalmisten ausrufen:

Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.

Psalm 119,162

Zum Bibellesen kommt noch ein Zweites, das ist die Gemeinschaft mit dem Herrn durch das Gebet. Sie fragen vielleicht, ob das möglich ist. Ja, alles, was Sie auf dem Herzen haben, dürfen Sie ihm sagen. Er hat ein Ohr für uns, denn er sagt:

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.

Psalm 50,15
Er hat aber nicht nur ein Ohr für uns, sondern auch ein Herz, sodass ihm unsere Nöte ein Anliegen sind. Wenn wir ihm unser ganzes Vertrauen schenken, dürfen wir es erleben, dass er in unsere Schwierigkeiten eingreift, und zwar auf eine Weise, die uns oft staunen lässt.

Um wie viel Freude und Segen bringen Sie sich, wenn Sie nicht beten. Wie reich würde Ihr Leben werden, wenn Sie sich in allen Anliegen an den Herrn wendeten.


Wer sich der Vergebung seiner Sünden gewiss ist, darf ein intensives Gebetsleben führen und erlebt herrliche Gebetserhörungen. Durch das Wort Gottes und das Gebet lebt man in der Gemeinschaft mit dem Herrn. Es ist gut, wenn diese schon am Morgen beginnt.

Nachdem wir unsere Seele gestärkt haben, gehen wir in den Tag, ins Büro, in die Fabrik, in die Werkstatt, in das Geschäft, in die Schule, auf den Acker oder an die Hausarbeit. Wenn dann Schwierigkeiten kommen, sind wir gerüstet. In der Gemeinschaft mit dem Herrn bekommt man dann auch innerlich die Kraft, still zu sein, wenn man gern lospoltern möchte. Auch die Nöte in der Familie, in der Erziehung der Kinder usw. hilft der Herr durch rechte Weisheit überwinden. Oder man steht vor Fragen, die man nicht lösen kann. Da sagt man dem Herrn alles im Gebet und verlässt sich auf seine Verheißung: "Ich will dir den Weg zeigen, den du gehen sollst". Das macht einen dann innerlich ruhig und gewiss. So geht man in und durch den Tag und darf es in allen Lagen erfahren, dass der Herr Rat und Kraft, Leitung und Weisheit schenkt.

In der Gemeinschaft mit Jesus erlebt man es, dass jeder Tag ein Geschenk ist. Auch wenn Tage kommen, an denen es äußerlich an Kraft fehlt, darf man es dem sagen, der sein Wort wahr macht:

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig

2. Korinther 12,9
Der Zufluss von oben gibt neue, innere und äußere Kraft.

Selbst wenn man einsam ist, darf man sich darauf verlassen, dass der Herr gesagt hat:

Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Matthäus 28,20
und fröhlich bekennen: "Wie könnt ich einsam werden, wir sind ja immer zwei. In Glück und in Beschwerden, bist du, o Herr, dabei!" Erneut darf man es erleben: "Niemals allein!"

Wird man nicht verstanden um seines Glaubens willen, schaut man zu dem auf, der einst von den Seinen auch nicht verstanden wurde. Dieses Bewusstsein gibt erneut innere Kraft und getroste Gelassenheit.


Das Leben auf dem schmalen Weg ist ein Leben der Freude und des inneren Reichtums. Mit niemandem möchte man tauschen, weil man weiß: "Reicher und glücklicher kann ich doch nicht werden als bei dir, Herr Jesu Christ".

Und wenn dann einmal die letzte Stunde des Lebens kommt, darf man sich freuen, dass jetzt der Augenblick gekommen ist, von dem der Herr sagt:

Geh hinein zu deines Herrn Freude!

Matthäus 25,21

Der Herr, der uns auf Golgatha erlöst hat durch sein teures Blut, der uns hindurchgetragen hat durch all die Jahre hier auf Erden, hat uns eine Stätte bereitet im Vaterhaus und er will,

dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast!.

Johannes 17,24

In diesem Vaterhaus dürfen es alle erfahren, die durch die enge Pforte hindurch gegangen und bei Jesus geblieben sind:

Ewige Freude wird über ihrem Haupte sein

Jesaja 35,10
Gemeint ist damit die Freude, für immer in der Gemeinschaft mit dem Vater und unserem Heiland zu leben.

Welch eine Freude, wenn wir dann den Herrn sehen dürfen, der unser Leben so reich gemacht hat! Dann wird es Wahrheit: "Das wird allein Herrlichkeit sein, wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!" In der Gemeinschaft mit Jesus dürfen wir dann die ganze Ewigkeit sein, und nicht nur das, sondern wir werden

ihm gleich sein!

1. Johannes 3,2

Es lohnt sich, ein Leben mit Jesus zu führen.




  Copyright und Autor: Heinrich Müller (1897 - 1971)

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