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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 25.04.2014

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Gott, der Herr und der Schöpfer aller Dinge, kann uns immer und überall sehen. Er versteht uns und liebt uns, er will uns bewahren und helfen.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

Psalm 139,3

Gott ist bei uns zu allen Zeiten,
will uns überall begleiten,
hilft in allen Schwierigkeiten.
Niemals sind wir ohne ihn,
können ihm auch nie entfliehn.

Frage: Dachten wir auch schon, dass uns niemand versteht und dass wir so allein sind mit unseren Problemen?

Vorschlag: Gott lässt uns durch Jesaja 44,22 sagen: "Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!" Hören wir es: Gott ist da, er ist ganz nahe bei uns. Wenn wir an ihn glauben, will er uns unsere Sünden vergeben, und wenn wir in Not sind, will er uns aus der Not helfen. Nehmen wir ihn doch beim Wort!

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Der Buchstabe tötet - der Geist macht lebendig



Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

2. Korinther 3, 6


Fast jeder kennt das klassische Zitat aus Goethes Faust:
„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum.“

Und oft genug wird dieses Zitat auf eine Ebene mit dem heutigen Vers aus dem 2. Korintherbrief gestellt um damit zu belegen, dass Christen, die dem Wort Gottes vertrauen, „weltfremde Theoretiker“ sind.

Der heutige Vers steht in Kapitel 3 des 2. Korintherbriefes, in welchem der fundamentale Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Bund dargestellt wird.

Gegenstand der Betrachtung sind dabei die Gebote Gottes, die zeitlos gültig sind, aber von uns Menschen, infolge unserer gefallenen Natur, nicht eingehalten werden können.

Zu Zeiten des Alten Testaments konnte man dadurch vor Gott gerecht werden, dass man sein Gesetz, seine Gebote einhielt. Seine Gebote sagen uns, was richtig ist. Das Problem ist aber, dass diese, von uns Menschen, noch nie eingehalten worden sind.

Wir müssen erkennen, dass uns dies – aufgrund unserer gefallenen Natur – überhaupt nicht möglich ist, selbst dann nicht, wenn wir wollten! Wir verstoßen immer wieder in Gedanken, Worte und Werken, gegen die Gebote Gottes. Wir können unsere menschliche Natur nicht ablegen.

Und das ist unser Verhängnis, selbst dann, wenn wie zu Zeiten des Alten Testaments, durch Tieropfer eine gewisse Sühne für das Nichteinhalten der Gebote geleistet werden konnte. Denn hier gilt: Es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken, Sünden wegzunehmen (Hebräer 10,4).

Die Gebote, die Buchstaben des Gesetzes, töten uns deshalb, weil wir tote Leute sind, wenn wir nach diesen beurteilt und gerichtet werden. Weil Gott uns aber liebt und den Tod des Sünders nicht will, hat er einen Weg gefunden, damit uns das Gesetz nicht zur tödlichen Falle wird.

Dieser Weg ist die Gerechtigkeit allein aus Glauben, den Paulus im Römerbrief ausbreitet. Möglich wurde dies durch Jesus Christus, der für unsere Sünden gestorben ist, so dass wir ein für allemal geheiligt sind durch das Opfer des Leibes Jesu Christi (Hebräer 10,10).

Wenn wir uns an den halten, dann werden wir nicht mehr nach den Buchstaben des Gesetzes gerichtet. Dann zählt allein der Glaube, den der Geist Gottes wirkt. Dann leben wir als begnadigte Sünder aus der Vergebung Gottes. Dann werden wir zu neuen, wiedergeborenen Menschen, in denen der Geist Gottes Wohnung genommen hat.

Durch unsere glaubensgemäße Bindung an Gott werden wir mit dem Geist Gottes beschenkt, der uns befähigt, Gott in liebevoller Hingabe, freiwillig und ohne gesetzlichen Zwang zu dienen. Das ist der Geist, der für Zeit und Ewigkeit lebendig macht.

Dieser Geist befähigt uns dann auch, dass wir uns mehr und mehr an seinen Geboten zu orientieren um die Werke zu vollbringen, ohne die der Glaube tot bliebe.

Wir werden dadurch allerdings zu keinen „besseren“ oder gar „sündlosen Menschen“. Wir leben allein aus der Gnade Gottes und warten darauf dereinst in der Ewigkeit vollendet zu werden

Wer allerdings meint auf das Gnadengeschenk Gottes verzichten zu können, wer meint keine Vergebung zu benötigen, wer meint, dass Jesus für ihn nicht hätte zu sterben brauchen, wer kühn von sich sagt „ich kann für mich selbst einstehen, vor Gott hintreten und mich selbst rechtfertigen“, der wird allerdings nach den Buchstaben des Gesetzes beurteilt werden und dann zu spät mit tödlichem Entsetzen feststellen, dass er vor Gott gerade so nicht bestehen kann.

Deshalb: Noch ist Zeit der Gnade! Jeder möge sich überlegen, auf was er setzen will: Auf den Buchstaben des Gesetzes oder auf das Leben, das Gott jedem schenken will, der es annimmt.




Christi Blut und Gerechtigkeit,
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid;
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich zum Himmel werd eingehn.

Ich glaub an Jesum, welcher spricht:
Wer glaubt, der kommt nicht ins Gericht.
Gottlob, ich bin schon frei gemacht,
und meine Schuld ist weggebracht.

Darum soll auch dieses Blut allein,
mein Trost und meine Hoffnung sein;
ich bau im Leben und im Tod
allein auf Jesu Wunden rot.

Und würd ich durch des Herrn Verdienst
auch noch so treu in seinem Dienst,
gewönn den Sieg dem Bösen ab
und sündigte nicht bis ins Grab:

So will ich, wenn ich zu Ihm komm,
nicht denken mehr an gut und fromm,
sondern: da kommt ein Sünder her,
der gern für's Lösgeld selig wär.

Wenn nun kam eine böse Lust,
so dankt ich Gott, dass ich nicht musst;
ich sprach zur Lust, zum Stolz, zum Geiz:
dafür hing unser Herr am Kreuz.

Solange ich noch hienieden bin,
so ist und bleibet das mein Sinn:
ich will die Gnad in Jesu Blut
bezeugen mit getrostem Mut.

Du Ehrenkönig, Jesu Christ,
des Vaters einger Sohn Du bist;
erbarme Dich der ganzen Welt
und segne, was sich zu Dir hält!


(Lied 'Christi Blut und Gerechtigkeit',
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-1760)




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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