Jesus Christus kam als Bote zu uns

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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 17.12.2017

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Welche wunderschöne prpphezeiung viele Jahrhunderte bevor Jesus, der Sohn Gottes, auf die Welt kam!

Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.

Micha 5,1

Er, Gottes Sohn, ist Mensch geworden,
ist für die Schuld der Welt am Kreuz gestorben,
hat überwunden Tod und auch des Feindes Macht,
ihm werde laut Anbetung, Preis und Ruhm gebracht.

Frage: Freuen Sie sich auch an den wunderbaren Prophezeiungen, die uns schon die alttestamentlichen Propheten viele Jahrhunderte vor Christi Geburt verkündigt haben?

Vorschlag: Gott ist Mensch geworden. Er sah unsere aussichtslose Lage in unserer Sündenschuld, die uns knebelte und immerzu anklagte vor Gott. Durch die Menschwerdung Jesu Christi ist für jeden bussfertige Menschen ein Tor der Hoffnung aufgestossen worden. Wer durch dieses Tor eintritt, seine eigene Verlorenheit und Sünde bereut und lässt, und sich zu Jesus, dem Heiland der Welt in völligem Vertrauen zuwendet, der erlebt eine Wiedergeburt. Er wird ein neuer Mensch, der Jesus nachfolgt und sein Leben nach Gottes Wort ausrichtet.

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Alles ist erlaubt - sofern es nicht von Gott trennt



Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen. 1. Korinther 6, Vers 12

Aber nicht jeder hat die Erkenntnis. Denn einige, weil sie bisher an die Götzen gewöhnt waren, essen´s als Götzenopfer; dadurch wird ihr Gewissen, weil es schwach ist, befleckt. Aber Speise wird uns nicht vor Gottes Gericht bringen. Essen wir nicht, so werden wir darum nicht weniger gelten; essen wir, so werden wir darum nicht besser sein. Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird!
1. Korinther 8, Verse 7 – 9

1. Kor. 6,12 u.8,7-9


Was dürfen Christen alles nicht? Das ist die Frage, wegen derer manche auf Distanz zum Glauben gehen. Viele können sich den Glauben nur als ein enges Korsett von Regeln, Vorschriften und vor allem Verboten vorstellen. Und deshalb geht man sofort auf Abstand, wenn vom Glauben die Rede ist. Der Gedanke, dass Gott dienen Freiheit bedeutet, scheint unsinnig, abwegig und völlig unmöglich.

Woher kommen solche Vorstellungen?

Denkbar wäre, dass nur nachgesprochen wird, was man von anderen gehört hat. Es könnte aber auch sein, dass solchen Aussagen eigene Erfahrungen zugrunde liegen.

Letzterem wollen wir nachgehen.

Wie wir den Versen, die dieser Betrachtung zugrunde liegen, entnehmen können, gab es schon immer ernsthafte Christen, die, in dem durchaus anerkennenswerten Bestreben, Gott zu gefallen und nichts falsch zu machen, einem Buchstabenglauben verfielen.

Für diese Christen ist die Bibel dann nicht mehr eine Gebrauchsanleitung für ein gelingendes Leben, sondern ein System von einengenden Vorschriften. Von der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, ist dann nichts mehr zu spüren.

Im Extremfall kommt es zu einem unguten „Fundamentalismus“ in Gestalt eines Gesetzesglaubens, bei dem man „genau weiß, wie es richtig ist“. Und es ist erstaunlich, und manchmal direkt unfassbar, auf was manche dabei alles kommen.

Besonders unangenehm wird es, wenn diejenigen, „die es ganz genau wissen“, denen, „die das anders sehen“, den „rechten Glauben“ absprechen.

Was Paulus über das Fleisch, das zuvor den Götzen geopfert wurde, schreibt, ist hier nur ein Beispiel, das sich auf andere Situationen übertragen lässt.

Eigentlich scheint es logisch, dass man Fleisch, das zuvor einem gottwidrigen Zweck diente, als Christ unmöglich essen kann, zumal es in Apostelgeschichte 15, 28 ff. ausdrücklich heißt:

Denn es gefällt dem heiligen Geist und uns, euch weiter keine Last aufzuerlegen als nur diese notwendigen Dinge: dass ihr euch enthaltet vom Götzenopfer…(Es heißt dann noch weiter „vom Blut und vom Erstickten“, worauf hier nicht näher eingegangen werden soll.)

Und da steht doch ganz klar geschrieben, dass uns nur leichte Lasten auferlegt werden, wozu auch gehört sich vom Götzenopfer zu enthalten, etwas was für einen Christen ohnehin ganz selbstverständlich sein sollte.

Aber Paulus stellt hier klar:

Selbstverständlich sollen wir uns nicht an heidnischen Festen beteiligen und den Götzen, wie auch immer geartete Opfer bringen. Aber – und das ist Entscheidende:

Dass eine Sache für den Götzendienst im Gebrauch war, macht diese dadurch nicht von vornherein, also ganz automatisch, zu etwas Schlechtem, zu etwas, was ein gläubiger Christ zu meiden hat. Fleisch bleibt also immer Fleisch und verändert sich dadurch, dass es zuvor den Göttern geopfert wurde, in keinerlei Weise. Etwas anderes zu glauben entspräche einem magischen Denken!

Paulus tadelt nun aber nicht die Schwachen im Glauben, sondern uns, wenn wir in Gegenwart eines Schwachen etwas tun, was dieser missbilligt, in Zweifel bringt oder ihn gar zu einem, in unseren Augen, „harmlosen Tun“, verleitet.

Wenn er sich zu etwas verleiten lässt, was er selbst als Sünde ansieht, wird es ihm tatsächlich zur Sünde, weil er dabei gegen sein Gewissen handelt. Auch könnte er Zweifel bekommen und vom Glauben abfallen, wenn er Gläubige etwas tun sieht, was in seinen Augen Sünde ist.

Die Liebe gebietet es hier, den Schwachen nicht in Nöte und Konflikte zu bringen, sonst wird uns diese Art der Rücksichtslosigkeit selbst zur Sünde.

An alledem hat sich bis heute nichts geändert.

An die Stelle des Götzenopferfleisches sind nur andere Dinge getreten. Unter umgekehrtem Vorzeichen könnte man zum Beispiel fragen, ob man eine zerfledderte Bibel zum Altpapier geben, abgenutzte sakrale Gegenstände der Müllabfuhr zuführen oder ein Kirchengebäude einem anderen Verwendungszweck zuführen darf. Ebenso können sich jede Menge Fragen, hinsichtlich des „richtigen“ christlichen Lebensstils ergeben.

Hier sagt uns Paulus: Alles ist euch erlaubt – aber nicht alles dient zum Guten. Zur Sünde wird es erst dann, wenn es uns gefangen nimmt und von Gott wegführt. Deshalb sollte man sich immer fragen, führt es mich von Christus weg oder bleibe ich bei dem was ich tun will oder tue mit Christus in Verbindung.

Wir können uns auch hier an der Schrift orientieren, in dem wir auf das achten, was die höchst unterschiedlichen biblischen Gestalten taten, die Gott in Dienst genommen hatte und uns darin üben die Geister zu unterscheiden, um die Grenze zwischen dem Gehorsam gegenüber Gott und seinem Wort und dem zu ziehen, was sich durchaus fromm und überzeugend anhört, aber nicht dem entspricht, was im Wort Gottes gemeint ist.

Beim betenden Lesen der Schrift wird uns der Geist Gottes in alle Wahrheit leiten, denn Christus hat uns nicht frei gemacht, damit wir anderen, diesmal „frommen“ Zwängen erliegen. Und wenn es Gott schenkt, können wir dann auch zu einer Hilfe nicht nur für „christliche Bedenkensträger“, sondern auch für fragende Menschen werden und zu einem gesegneten Miteinander finden.




Herr Gott, der du mein Vater bist,
ich ruf im Namen Jesu Christ zu dir,
auf sein Wort, Eid und Tod,
hör, Helfer treu, in Angst und Not.

Lass uns dein Wort, stärk uns im Geist,
hilf, dass wir tun, was du uns heißt;
gib Fried, Schutz, gute Freund und Brot,
behüt das Land, du treuer Gott.

Errett von Teufel, Sünd und Tod,
aus Leibes und der Seelen Not,
ein selig Stündlein uns bescher;
dein ist das Reich, Kraft, Preis und Ehr.

Auf dein Wort sprech ich Amen, Herr;
aus Gnad mein kleinen Glauben mehr.
Du bist allein der Vater mein,
lass mich dein Kind und Erbe sein.


(Lied ' Herr Gott, der du mein Vater bist ', Johann Mathesius, 1564 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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