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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 29.06.2017

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Welche wunderbare Waffe im Lebenkampf haben wir doch: Das Gebet.

Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten zur Zeit der Angst. Darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an sie gelangen.

Psalm 32,6

Gott wird mich hören wenn ich zu ihm schrei,
er eilt zu helfen den Seinen herbei.
Gott lässt uns niemals im Stich,
auf ihn alleine verlasse ich mich.

Frage: Angst haben wir alle manchmal. Was tun wir dann um diese Angst zu bekämpfen?

Vorschlag: Es gibt Menschen, die meditieren oder andere berauschen sich mit Drogen. Das Wort Gottes zeigt uns einen viel besseren Weg auf. Die Macht des Herrn, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs - bei ihm findet man Hilfe. Meditation, Drogen führen uns nur in die Sklaverei der Sünde. Gott und sein Sohn Jesus Christus machen uns frei, wahrhaftig frei - auch gerade von Angst.

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Unheilige antichristliche Kirche?



Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist.

2. Johannes, Vers 7


Am 06. Januar war Erscheinungsfest. Griechisch: Epiphanias.

Epiphanie - Erscheinung - bedeutet soviel, dass ein Herrscher, hier Gott in Gestalt seines Sohnes, sichtbar erscheint. Ursprünglich wurde die Geburt Christi, so wie es heute noch in Teilen der Christenheit üblich ist, am 6. Januar gefeiert.

Für die alte Kirche bestand kein Zweifel daran, dass der Pantokrator (Herrscher des Alls) Jesus Christus, als wahrer Gott ins Fleisch gekommen ist, also Mensch wurde. Und für einen bekennenden Christen dürfte daran auch heute kein Zweifel bestehen. Das ist mehr, als nur die Aussage, dass Gott in Jesus sichtbar wurde.

Das ganze Erlösungswerk Jesu Christi - das Lamm-Gottes-Sein - das für die Sünden der Welt gestorben ist, damit wir frei ausgehen, macht nur dann Sinn, wenn Jesus Christus tatsächlich - in des Wortes voller Bedeutung - der Sohn Gottes und damit Teil des trinitarischen Gottes ist. Und dazu gehört auch die Jungfrauengeburt ohne die Jesus Christus gar nicht der Sohn Gottes sein könnte.

Das setzt auf der anderen Seite aber voraus, dass man sich des Ernstes der Sünde bewusst ist, die uns auf ewig von Gott trennen würde, wenn nicht Gott selbst den Sündenschaden geheilt hätte, zu dem der Mensch, auch bei Anstrengung aller seiner Kräfte, nicht in der Lage wäre.

An Epiphanias wird also all dieser Dinge gedacht und Johannes stellt hierzu fest, dass derjenige, der hier etwas anderes lehrt, der Verführer und der Antichrist ist. Denn hier geht es um lebenswichtige Erkenntnisse und damit sehr ernste Dinge, an denen sich unser ewiges Heil oder Unheil entscheidet.

Der Verführer und der Antichrist! Das sind starke Worte, die man sich merken muss!

Denn was wurde und wird da - nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über - von so mancher Kanzel und in so manchem "geistlichen Wort" nicht alles an Irrlehren und Halbwahrheiten verkündet?

Die Herolde, die Wegweiser auf Jesus Christus, als den fleischgewordenen Gott und Erlöser sein sollten, verkünden nicht das, was ihr Auftrag ist, sondern das, von dem sie glauben, dass es die Menschen gerne hören wollen.

Der Verführer und damit der Antichrist ist der Erzfeind Jesu Christi und Seines Erlösungswerkes und damit auch der Todfeind der Menschen und ein Diener Satans, der dafür sorgt, dass die Menschen von Jesus Christus ferngehalten und ihnen stattdessen ein falscher Gutmensch-Jesus verkündet wird, der nicht erlösen kann, auch wenn er angeblich ein neues Bild von Gott vermittelt hat. Was natürlich auch nicht stimmt, weil Gott unwandelbar ist.

Schleichend übernimmt der Antichrist nach und nach die Kirche, der einer Schriftauslegung zufolge, sogar aus der Mitte der Christenheit kommen soll.

Nachdem viele Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses infrage gestellt werden, weil sie den Leuten angeblich nicht mehr zugemutet werden können, stellt sich die Frage, ob nicht, passend dazu, die Worte des Apostolischen Glaubensbekenntnisses:

"ich glaube an....die heilige christliche Kirche", nicht durch die Worte "die unheilige antichristliche Kirche", ersetzt werden sollten.

Das ist eine große Not, die gerade anlässlich des Erscheinungsfestes thematisiert und die keinesfalls, einfach so, übergangen werden kann.

Noch habe ich aber die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Kirche immer noch die Kirche Jesu Christi ist, auch wenn man aus dem, was so alles aus der Kirche kommt, geschlossen werden muss, dass sie ihren Herrn verleugnet und unheilig und antichristlich ist.

In der Kirche gibt es, trotz allem, aber immer noch treue Christen und Verkünder, und die Kirche gibt es nach 2000 Jahren immer noch, trotz vieler Irrungen und Wirrungen, und das lässt hoffen.

Aber hier haben die treuen Christen, sofern sie noch in der Kirche sind, ein Wächteramt, das sie wahrnehmen müssen. Sie haben das Recht, die Pflicht und die Schuldigkeit Irrlehren nicht zu dulden, sondern diesen entschieden zu widersprechen.

Denn noch ist nicht die gesamte Kirche antichristlich infiltriert. Deshalb wollen wir den Herrn der Kirche bitten, dass er den Irrlehren wehrt und Seinen Geist in der Kirche wehen lässt damit sich die Treuen ihres Wächteramtes besinnen.

Diese müssen auch hier Salz und Licht sein, wenn sie nicht wie das kraftlose gewordene Salz unter die Leute geworfen und zertreten werden wollen, wie Jesus sagte.

Wenn nicht, könnte der Tag kommen, an dem die Aufforderung in Offenbarung 18, Vers 4 befolgt werden müsste:

Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nicht empfangt von ihren Plagen!

Sofern sich eine falsche "Kirche" nicht schon vorher als völlig überflüssig erweist und deshalb von selbst auflöst.

Und beides wäre schade!




O Jesu Christe, wahres Licht,
erleuchte, die dich kennen nicht,
und bringe sie zu deiner Herd,
dass ihre Seel auch selig werd!

Erfülle mit dem Gnadenschein,
die in Irrtum verführet sein,
auch die, so heimlich ficht noch an
in ihrem Sinn ein falscher Wahn!

und was sich sonst verlaufen hat
von dir, das suche du mit Gnad
und ihr verwund´t Gewissen heil,
lass sie am Himmel haben teil.

Den Tauben öffne das Gehör,
die Stummen richtig reden lehr,
die nicht bekennen wollen frei,
was ihres Herzens Glaube sei.

Erleuchte, die da sind verblend´t,
bring her, die sich von uns getrennt,
versammle, die zerstreuet gehn,
mach feste, die im Zweifel stehn.

So werden sie mit uns zugleich
auf Erden und im Himmelreich,
hier zeitlich und dort ewiglich
für solche Gnade preisen dich.


(Lied ' Wenn Erd‘ und Weltkreis untergeht ', Johann Heermann, 1630 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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