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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.03.2017

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Gott sieht und kennt uns ganz genau!

Der HERR sprach zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.

Hiob 1,8

Was ist falsch und was ist wahr?
Vor Gott ist alles offenbar!
Auch kennt mich Gott ganz genau:
ob ich bin kalt, treu oder lau!

Frage: Kann mir Gott, welcher mich bis ins tiefste Innere kennt und durchschaut, auch ein solches Zeugnis wie Hiob geben?

Tipp: Zu allen Zeiten gab es Menschen, welche nur oberflächlich „fromm“ waren. Gott geht es aber darum, dass wir im tiefsten Inneren Gott fürchten, rechtschaffene Gedanken haben und Versuchungen aus dem Weg gehen. Sind wir so treu und leben wir so im Gehorsam wie es Hiob tat? Was nützt es wenn wir vor Menschen angesehen werden – nur das Zeugnis Gottes ist ewigkeitsrelevant! Lasst uns Hiob als Vorbild nehmen und ihm nacheifern!

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Alle Schuld kann getilgt werden



Er (Jesus) hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.

Kolosser 1, 14


Ich erinnere mich an eine Fernsehsendung wo eine gottlose Theologieprofessorin lauthals tönte, dass sie einen blutrünstigen Gott und Mördervater nicht akzeptiere. Ein Zuschauer, der der Heilsarmee angehörte, sagte daraufhin, "die Botschaft vom Kreuz ist eine Torheit denen die verloren werden". Die kluge Frau hatte sich selbst ihr Urteil gesprochen.

Man hört das ja immer wieder, dass das mit dem Opfertod Jesu nicht mehr zeitgemäß ist, weshalb es auf verschiedene Weise umgedeutet wird und daraus eine Art Solidaritätshandeln Jesu gemacht wird, der sich damit, dass er den untersten Weg ging, mit den Leidenden identifizierte und damit auch mit und bei den Leidenden ist.

Das mag zwar ein Nebeneffekt des Leidens und Sterbens Christi sein, ist aber nicht die eigentliche Hauptsache. Denn die heißt, "zur Sühne für unsere Sünden, deine und meine, gestorben".

Wer hier etwas anderes behauptet oder meint, "für mich hat Jesus nicht sterben müssen", hat nicht begriffen um was es geht und was das Zentrum des christlichen Glaubens ist.

Der Sühnegedanke, wonach für Schuld gezahlt werden muss, ist leider weitgehend abhanden gekommen. Daran erkennbar, dass im Strafrecht die Fürsorge mehr den Tätern als den Opfern gilt. "Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde", sagt Gott dem Brudermörder Kain und spricht einen Fluch über ihn aus.

Ach dass wir doch den Gerichtsernst Gottes ernst nehmen und länger von der "billigen Gnade" schwafeln.

Vor Kurzem kam in unserer Sonntagszeitung ein Bericht von einem Rentner, der sein Leben lang von Schuldgefühlen geplagt wurde und immer noch wird, weil er als 15jähriger Wehrmachtssoldat, befehlsgemäß, an der Erschießung unschuldiger Männer, Frauen und Kinder beteiligt war. Er sieht sich als Mörder, und darüber kommt er nicht hinweg.

Dieser Rentner hat ein sicheres Gespür dafür, dass er tatsächlich Schuld auf sich geladen hat. Und da hilft alles herausreden, verharmlosen und relativieren nichts, wie z.B. "die anderen haben ja auch", "wir hatten Krieg und konnten nicht anders" usw.

Was wir einmal getan haben, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Schuld, die wir auf uns geladen haben, bleibt bis in alle Ewigkeit an uns haften und trennt uns von Gott.

Gott nimmt diese Schuld nicht weg, weil ER heilig und absolut gerecht ist. Für Schuld muss bezahlt werden. Schuld muss gesühnt werden. Aber das können wir nicht wirklich.

Und da hat Gott in seiner Liebe und Güte einen Weg zu unserer Rettung gefunden, in dem er in Gestalt seines Sohnes selbst den Preis für die Sünde der gesamten Menschheit bezahlt hat.

Das ist die Frohe Botschaft des Evangeliums, die es im Glauben anzunehmen gilt: Wir gehen frei aus, weil uns unsere Sünden nicht mehr angerechnet werden, auch wenn sie nicht ungeschehen gemacht werden können.

Vergebung der Schuld und damit Schuldenerlass ist möglich, weil Jesus für alles bezahlt hat. Auch besagter Rentner könnte frei werden wenn er zum Glauben käme und folgendes erkennen würde:

Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht. dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit (1. Johannes 1, 7ff.).

Nur das hilft und keine Selbstanklagen und das sich selbst quälen mit Schuldgefühlen.




Die Sünden sind vergeben!
Das ist ein Wort zum Leben
für den gequälten Geist.
Sie sind´s in Jesu Namen;
in dem ist Ja und Amen,
was Gott uns Sündern je verheißt.

Das ist auch mir geschrieben:
auch ich bin von den Lieben,
weil Gott die Welt geliebt;
auch ich kann für die Sünden
bei Gott noch Gnade finden;
ich glaube, dass er mir vergibt.

Mein Hauptgesuch auf Erden
soll die Vergebung werden,
so wird mein Tod nicht schwer.
O, in den Sünden sterben
ist ewiges Verderben!
Denn wer will dann bestehen, wer?

Hier ist die Zeit der Gnaden,
der Angst sich zu entladen,
auf Gottes Wort zu ruhn,
die Seele zu erretten,
zu glauben und zu beten,
und das in Jesu Namen tun.

Ach Gott, lass meiner Seelen
den Trost doch niemals fehlen,
dass du die Schuld vergibst!
Wenn ich mich betend beuge,
so sei dein Geist mein Zeuge,
dass du dein Kind in Christus liebst.

Wenn ich von hinnen scheide,
so mach mir das zur Freude,
dass ich begnadigt bin.
Im Glauben der Vergebung
in Hoffnung der Belebung
geh ich alsdann im Frieden hin.


(Lied ' Die Sünden sind vergeben ', Philipp Friedrich Hiller 1699 - 1769 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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