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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.03.2017

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Gott sieht und kennt uns ganz genau!

Der HERR sprach zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.

Hiob 1,8

Was ist falsch und was ist wahr?
Vor Gott ist alles offenbar!
Auch kennt mich Gott ganz genau:
ob ich bin kalt, treu oder lau!

Frage: Kann mir Gott, welcher mich bis ins tiefste Innere kennt und durchschaut, auch ein solches Zeugnis wie Hiob geben?

Tipp: Zu allen Zeiten gab es Menschen, welche nur oberflächlich „fromm“ waren. Gott geht es aber darum, dass wir im tiefsten Inneren Gott fürchten, rechtschaffene Gedanken haben und Versuchungen aus dem Weg gehen. Sind wir so treu und leben wir so im Gehorsam wie es Hiob tat? Was nützt es wenn wir vor Menschen angesehen werden – nur das Zeugnis Gottes ist ewigkeitsrelevant! Lasst uns Hiob als Vorbild nehmen und ihm nacheifern!

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Fröhlichkeit aus dem Glauben



Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

1. Thessalonicher 5, 16 - 18


Allezeit fröhlich, also froh und frohgemut zu sein - geht das überhaupt? Im Wort Gottes steht viel von Fröhlichkeit geschrieben. Aber nicht nur. Ebenso oft lesen wir auch von Nöten und notvollen Zeiten. Die Bibel ist da sehr realistisch.

"Seid allezeit fröhlich" kann demnach nicht bedeuten, ununterbrochen gut gelaunt zu sein. Aber ist das überhaupt gemeint? Ich denke nicht!

Die Fröhlichkeit, die die Welt zu bieten hat, ist anders als die Fröhlichkeit, die aus dem Glauben kommt. Die Fröhlichkeit der Welt verschwindet so schnell, wie sie gekommen ist.

Das kennt man vielleicht: Man erlebt angenehme, anregende und entspannende Urlaubstage und nimmt sich fest vor, etwas davon in den Alltag zu übernehmen.

Aber das geht nicht. Mit ein Grund, warum aus Urlaubsbekanntschaften meistens nichts wird. Auch Erfolgserlebnisse oder angenehme Lebensumstände können Fröhlichkeit bewirken - aber eben nie von Dauer.

Es ist wie bei "Mainz wie es singt und lacht". Diese erheiternde Sendung bewirkt kurzzeitige Fröhlichkeit, die dann ebenso schnell wieder abklingt.

Die Fröhlichkeit, die aus dem Glaubens kommt, ist eine Bleibende und äußeren Einflüssen gegenüber weniger anfällig. Diese Fröhlichkeit erwächst aus der Gewissheit in Gottes Hand geborgen zu sein, egal was auch geschehen mag.

Der Glaubende weiß, dass nicht er es ist, von dem alles abhängt, sondern dass es Gott ist, dem er seine Sorgen und Nöte überlassen kann. Und das schafft einen Freiraum.

Nicht ohne Grund folgt der Aufforderung, allzeit fröhlich zu sein, die Aufforderung, ohne Unterlass zu beten. Gott seine Sorgen und Nöte zu überlassen, setzt das ständige Gespräch mit Gott voraus.

Das heißt nicht ununterbrochen Gebete zu sprechen - das ginge nicht - sondern gefühlsmäßig eine ständige Verbindung zu Gott zu haben, so wie man sie mit der Familie oder einem lieben Menschen auch dann verbunden weiß, wenn man mit anderen Dingen beschäftigt ist.

"Seid dankbar in allen Dingen", kommt noch hinzu. Danken kommt von Denken. Wer sich bewusst macht, dass er jeden Augenblick seines Lebens Gott verdankt, alles aus Gottes Hand kommt, Gott in wunderbarer Weise alles geschaffen hat, lenkt und leitet, kommt zum Lob Gottes.

Wenn wir Gott von Herzen loben und IHM danken, fällt etwas von der Herrlichkeit Gottes auf uns zurück und erfüllt uns mit Freude.

Aber Vorsicht vor kurzschließenden Folgerungen: Die Fröhlichkeit ist eine Gabe Gottes. Wer nicht fröhlich sein kann oder bei wem keine Fröhlichkeit aufkommt, wofür es die vielfältigsten Gründe geben kann, ist deshalb kein Ungläubiger oder schlechter Christ, "der etwas falsch macht"!

Die Bibel kennt auch tiefes Leid, weiß aber auch vom Licht am Ende des Tunnels. Die Bibel weiß davon, dass es auch im Leid, frohmachende Hoffnung und Gewissheit gibt. Wir können Gott nur darum bitten, dass ER uns ein allezeit fröhliches Herz schenkt.

Dass wir darum bitten ist der Wille Gottes.




Auf, Christen, stimmt ein Loblied an,
und lasst uns fröhlich sein!
Der Herr hat viel an uns getan,
wir wollen Dank ihm weihn.
Das Gotteslamm ist´s wahrlich wert,
|: dass jede Seel es ewig ehrt. :|

Wer waren wir? Wir waren fern
von Gott und seiner Gnad.
Wer sind wir nun? Erlöst vom Herrn
und auf dem ewgen Pfad,
der uns zu unsrem Heiland bringt,
|: bei dem man ewig Psalmen singt. :|

Hier sieht´s uns freilich niemand an,
was wir einst werden sein;
armselig sind wir angetan,
und unter vieler Pein
gehn wir den schmalen Weg, verschmäht;
|: mit Tränen wird von uns gesät. :|

Doch wir sind froh, denn er, der Herr
ist stets in unsrer Mitt.
Er ist um uns, die Seinen, her
und hört auf unsre Bitt
Und droht die ganze Welt mit Krieg,
|: so bleibt mit ihm uns doch der Sieg. :|

Gar bald wird´s überstanden sein;
ihr Streiter, frisch voran!
Dann gehen wir zur Freude ein
und singen jubelnd dann
dem Lamme, das uns hat befreit,
|: Lob, Preis und Dank in Ewigkeit. :|


(Lied ' Auf, Christen, stimmt ein Loblied an ', Moritz Görke 1844 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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