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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 01.05.2017

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Die Gottsuche ist das Wichtigste, das jedem Menschen aufgetragen ist.

Reiche müssen darben und hungern; aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.

Psalm 34,11

Wer Gott sucht, der wird ihn finden,
auch Vergebung für die Sünden.
Doch wer Gott nicht dienen will,
der verfehlt sein Lebensziel.

Frage: Haben Sie sich schon auf die Gottsuche gemacht?

Vorschlagl: Wer Gott von aufrichtigem Herzen sucht, der gibt damit zu verstehen, dass er Gott braucht. Wie Gott damals im Paradies den Adam suchte, nachdem er in Sünde gefallen war und sich vor Gott versteckte, so sucht der Herr heute noch auf unserer Welt, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Sich vor Gott zu verstecken bringt nichts. Seine heiligen Augen sind wie Feuerflammen und sehen alles. Treten Sie vor Ihren Schöpfer, bekennen Sie alle Ihre Sünden, glauben Sie an Jesus Christus, Ihren Erlöser, und weihen Sie ihr Leben Gott. Er lässt sich von Ihnen finden.

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Jesus kommt nie zu spät!



Fürchte dich nicht, glaube nur!

Markus 5, Vers 36


Der Vorsteher der Synagoge war schwer im Stress! Seine Tochter lag in den letzten Zügen und der Vorsteher Jairus fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, seine Tochter zu heilen. Jesus ging daraufhin mit ihm, wurde aber unterwegs von einer blutflüssigen Frau aufgehalten, die vorher noch geheilt werden wollte.

Als das geschehen war, kamen einige aus dem Haus des Vorstehers, um ihm zu sagen, "dass jetzt alles zu spät ist", weil die Tochter gestorben sei und man Jesus nicht weiter bemühen solle.

Jesus hörte das und sagte dem Vorsteher, die obigen Worte.

Aus menschlicher Sicht eigentlich eine Zumutung. Was soll ein solch "salbungsvolles Wort" und scheinbar "billiger Trost", wenn es nichts mehr zu retten gibt?

Wie wir aus dem Markusevangelium wissen, war das kein "billiger Trost", denn Jesus hatte das Unmögliche vollbracht und die verstorbene Tochter des Jairus zurück ins Leben gerufen.

Bei der Erweckung des Lazarus verlief das ganz ähnlich. Auch da kam Jesus scheinbar "zu spät", erweckte aber dennoch den Lazarus.

Die Lehre daraus ist, dass Gott kein Ding unmöglich ist und dass Jesus auch Macht über den Tod hat. Dass dem so ist, wissen wir seit der Auferstehung Jesu und zuletzt sollen wir alle einmal auferstehen und zwar auch dann, wenn sich unsere Leiber bis dahin völlig aufgelöst haben.

Es geht darum, sich nicht zu fürchten, sondern fest auf die unbegrenzten Möglichkeiten Gottes zu vertrauen, der bis zum heutigen Tag in für uns aussichtslosen Situationen, überraschend eingreifen kann.

Wir werden sicher nicht erleben, dass ein verstorbener Angehöriger plötzlich wieder lebendig wird. Aber wir können erleben, dass Gott aus den sich hieraus ergebenden Problemen heraushelfen kann.

Bei dem, was in der Welt um uns herum so alles abgeht, gibt es, menschlich gesehen, genügend Gründe für Angst und Furcht. Und es ist nicht immer leicht, mit den Ängsten, die uns umgeben fertig zu werden. Angst zu haben gehört zur Welt dazu. Jesus weiß das und spricht davon, dass wir in der Welt Angst haben und er die Welt überwunden hat.

Ich denke, dass auch wir Angst und Furcht haben dürfen. Wir können Furcht und Angst nicht einfach abschalten. Als Christen, die wir gemeinsam unterwegs sind, sollen wir uns deshalb auf unserem Weg gegenseitig stärken und ermutigen. Auch dazu sind Gemeinden, Gemeinschaften und christliche Kreise da, und auch dazu hat Gott seiner Gemeinde seinen Heiligen Geist verheißen. Denn als Einzelkämpfer kämen wir schnell an unsere Grenzen.

Es ist nicht im Sinne Gottes, dass wir Angst und Furcht über uns herrschen lassen und dieses gewissermaßen an die Stelle Gottes setzen. Verzagtsein als Dauerzustand kann uns von Gott trennen, weil es zur Absage an Gott führen kann.

Deshalb können wir Gott nur immer wieder um die Fülle seines Geistes und darum bitten, dass er unseren schwachen Glauben stärkt, damit wir uns nicht fürchten, sondern glauben.


Jörgen Bauer


Wegen Urlaubs kommt die nächste Andacht erst übernächsten Sonntag.


Gott will´s machen, dass die Sachen gehen,
wie es heilsam ist.
Lass die Wellen sich verstellen,
wenn du nur bei Jesus bist.

Wer sich kränket, weil der denket,
Jesus liege in dem Schlaf,
wir mit Klagen nur sich plagen,
dass der Unglaub leide Straf.

Du Verächter, Gott, dein Wächter
schläfet ja noch schlummert nicht.
Zu den Höhen aufzusehen,
wäre deine Glaubenspflicht.

Im Verweilen und im Eilen
bleibt er stets ein Vaterherz.
Lass dein Weinen bitter scheinen.
Dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz.

Glaub nur feste, dass das Beste
über dich beschlossen sei.
Wenn dein Wille nur ist stille,
wirst du von dem Kummer frei.

Willst du wanken in Gedanken,
fall in die Gelassenheit.
Lass den sorgen, der auch morgen
Herr ist über Leid und Freud.

Gottes Hände sind ohne Ende,
sein Vermögen hat kein Ziel.
ist´s beschwerlich, scheint´s gefährlich,
deinem Gott ist nichts zu viel.

Wann die Stunden sich gefunden,
bricht die Hilf mit Macht herein;
und dein Grämen zu beschämen,
wird es unversehnens sein.

Amen, Amen! In dem Namen
meines Jesu halt ich still.
Es geschehe und ergehe,
wie und wann und was er will.


Johann Daniel Herrnschmidt (1675 - 1723)

  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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