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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 03.09.2014

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In den Psalmen lesen wir oft, wie Gott gerühmt wird  (Psalm 147, 5 + 6).    Im 6. Vers wird noch besonders hervorgehoben, warum man Gott rühmen soll:  Der Herr richtet die Elenden auf.

Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist.

1. Samuel 2,2

Es ist kein Fels, wie unser Gott es ist,
er ist so stark, mächtig sind seine Arme.
Er hält dich fest, egal, wo du auch bist,
es gibt kein Leid, wo er sich nicht erbarme.

Frage: Dürfen wir denn überhaupt vor Gott treten, wenn er heilig und allmächtig ist?

Vorschlag: In Jesaja 6 sehen wir, wie Jesaja sich auch unwürdig vorkam, als er Gott erblickte. Ein Engel reinigte ihm dann seine unreinen Lippen, und so durfte er dann in der Gegenwart Gottes bleiben. Für uns hat Jesus Christus sich als Opferlamm hingegeben. Er hat unsere Sünden ans Kreuz von Golgatha getragen. Wenn wir Buße tun, an ihn glauben und ihm von ganzem Herzen dienen wollen, dann dürfen wir auch freudig in Gottes Gegenwart treten.

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Dankbar sein!



Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

1. Thessalonicher 5,18


Was wäre wohl das Erste, was ich zu Gott sagen würde, wenn es mir einmal geschenkt wird, IHN von Angesicht zu Angesicht zu sehen? Auch wenn das jenseits allen Vorstellbaren liegt und reichlich phantastisch sein mag, muss ich doch immer wieder daran denken.

Ich würde den aus dem tiefsten Inneren kommenden Wunsch verspüren, IHM für alles zu danken, was er mir ein Leben lang Gutes getan hat. Für all das, was mir gelingen durfte, für alle Bewahrung, für alle die Dinge, die ER zum Guten gewendet hat, obwohl ich sie schlecht angefangen habe.

Und natürlich auch dafür, dass ich das Ewigkeitsziel erreichen durfte, und wenn das möglich und erlaubt und nicht deplaziert und vermessen ist, würde ich IHM sogar die Hand drücken und IHN umarmen wollen.

Für sehr viele Menschen besteht zum Danken überhaupt kein Anlass. Eher zum Klagen. Der Alltag wird als grau, langweilig und belastend empfunden. Es wird alles als ganz selbstverständlich, völlig normal und natürlich angesehen. Als etwas, das nicht der Rede wert ist.

Danken kommt von Denken. Und es ergibt sich sofort ein anderes Bild, wenn man einmal danach fragt, ob das, was als normal, natürlich und selbstverständlich empfunden wird, wirklich so normal, natürlich und selbstverständlich ist, dass es nicht der Rede wert ist.

Wer einmal darüber nachdenkt, kommt ins Staunen und zum sich wundern. Tatsächlich ist eben nichts selbstverständlich, sondern alles, was uns umgibt und was wir selbst sind und haben, ein unbegreifliches Wunder.

Wer dafür einen Blick bekommen hat, für den wird Gottes Wirken und Gegenwart spürbar und erfahrbar. Und das macht froh und fröhlich. Und die Zeit würde nicht ausreichen um alles das aufzulisten für das man sich bei Gott bedanken kann. Und das macht es dann auch leichter, andere an dem teilhaben zu lassen, was ER uns schenkt.

Wer auf diese Weise zurücksieht und sein bisheriges Leben Revue passieren lässt, erkennt im Nachhinein, dass sich ein Mosaik aus lauter einzelnen Ereignissen ergibt, deren Sinn anfänglich nicht immer erkennbar war, die sich am Ende aber zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenfügen.

Und möge es Gott schenken, dass wir einmal bei IHM in der Ewigkeit sind, wo uns noch ein viel tieferer Blick in die Zusammenhänge geschenkt werden wird, so dass wir nichts mehr fragen werden, weil alles klar und durchsichtig geworden ist.

Gott sei hier und in Ewigkeit allzeit Lob, Preis und Dank gesagt – und das nicht nur am Erntedankfest.




Lobet den Herren alle, die ihn ehren;
lasst uns mit Freuden seinem Namen singen
und Preis und Dank zu seinem Altar bringen.
Lobet den Herren!

Der unser Leben, das er uns gegeben,
in dieser Nacht so väterlich bedecket
und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket:
Lobet den Herren!

Dass unsre Sinnen wir noch brauchen können
und Händ und Füße, Zung und Lippen regen,
das haben wir zu danken seinem Segen.
Lobet den Herren!

Dass Feuerflammen uns nicht allzusammen
mit unsern Häusern unversehns gefressen,
das macht´s, dass wir in seinem Schoß gesessen.
Lobet den Herren!

Dass Dieb und Räuber unser Gut und Leiber
nicht angetast´ und grausamlich verletzet,
dawider hat sein Engel sich gesetzet.
Lobet den Herren!

O treuer Hüter, Brunnen aller Güter,
ach lass doch ferner über unser Leben
bei Tag und Nacht dein Huld und Güte schweben.
Lobet den Herren!

Richt unsre Herzen, dass wir ja nicht scherzen
mit deinen Strafen, sondern fromm zu werden
vor deiner Zukunft uns bemühn auf Erden.
Lobet den Herren!

Herr, du wirst kommen und all deine Frommen,
die sich bekehren, gnädig dahin bringen,
da alle Engel ewig, ewig singen:
»Lobet den Herren!«


(Lied ' ', Paul Gerhardt 1653 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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