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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.03.2017

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Gott sieht und kennt uns ganz genau!

Der HERR sprach zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.

Hiob 1,8

Was ist falsch und was ist wahr?
Vor Gott ist alles offenbar!
Auch kennt mich Gott ganz genau:
ob ich bin kalt, treu oder lau!

Frage: Kann mir Gott, welcher mich bis ins tiefste Innere kennt und durchschaut, auch ein solches Zeugnis wie Hiob geben?

Tipp: Zu allen Zeiten gab es Menschen, welche nur oberflächlich „fromm“ waren. Gott geht es aber darum, dass wir im tiefsten Inneren Gott fürchten, rechtschaffene Gedanken haben und Versuchungen aus dem Weg gehen. Sind wir so treu und leben wir so im Gehorsam wie es Hiob tat? Was nützt es wenn wir vor Menschen angesehen werden – nur das Zeugnis Gottes ist ewigkeitsrelevant! Lasst uns Hiob als Vorbild nehmen und ihm nacheifern!

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Wo bleibt euer Glaube?



Die Jünger traten zu Jesus, weckten ihn auf und sprachen: Herr hilf, wir kommen um! Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und er stand auf und bedrohte den Wind und das Meer. Da wurde es ganz stille.

Matthäus 8, 25. 26


Da kann man schon in Todesangst kommen, wenn unberechenbare Naturgewalten toben, so wie hier auf dem See Genezareth, auf dem die Jünger im Boot, zusammen mit Jesus unterwegs waren. Dass der See Genezareth, verglichen mit anderen Gewässern, nicht allzugroß ist, spielt dabei keine Rolle.

Als Christen bewegen auch wir uns zunehmend in stürmischen Gewässern, wobei hierzulande der Sturm bei weitem noch nicht die Stärke erreicht hat, die für uns lebensbedrohlich wäre.

Trotzdem könnte auch uns manchmal bange werden, wenn wir an die um sich greifenden Irrlehren, den Gendermainstreaming, die Bedrohung durch den Islam verbunden mit gutmenschlicher Naivität, die um sich greifende Beliebigkeit und die daraus resultierende Untätigkeit der Verantwortlichen denken.

Mancher Christ rechnet bereits mit dem Untergang des Christentums und macht Pläne hinsichtlich der Organisation einer Untergrundkirche.

Aber wir sind noch lange nicht in einer solchen existenziellen Bedrohung wie damals die Jünger auf dem See Genezareth. Noch liegt es auch an uns, ob es soweit kommen muss. Aber auch uns gilt bezüglich unserer Ängste und Befürchtungen die Frage: "Wo ist euer Glaube?" (Lukas 8,25) bzw. "Habt ihr noch keinen Glauben?" (Markus 4,40).

Wenn wir einen festen Glauben haben, dann wissen wir, dass die Pforten der Hölle, die immer die Form antichristlicher Feindschaft haben, die Gemeinde Christi nicht überwinden werden, und das soll uns ermutigen treu im Glauben zu bleiben und uns Irrlehren offen zu widersetzen.

Aber das gelingt nicht immer.

Auch wenn Jesus den Kleinglauben der Jünger mild tadelte, taten die Jünger trotzdem das Richtige, in dem sie sich in ihrer Not und Ratlosigkeit an Jesus wandten, der daraufhin den Naturgewalten Einhalt gebot.

Und genau das sollen und können wir auch tun und das nicht erst dann, wenn wir in akute Bedrängnis geraten. Wir müssen keine Glaubenshelden sein – sofern es solche überhaupt je gegeben hat - sondern wir dürfen uns jederzeit an Jesus wenden, der uns immer wieder mit der notwendigen Kraft ausrüstet und der es ist, der sich den Bedrohungen wirksam entgegenstellt.




Ich steh in meines Herren Hand
und will drin stehen bleiben;
nicht Erdennot, nicht Erdentand
soll mich daraus vertreiben.
Und wenn zerfällt die ganze Welt,
wer sich an Ihn und wen er hält,
wird wohlbehalten bleiben.

Er ist ein Fels, ein sichrer Hort,
und Wunder sollen schauen,
die sich auf sein wahrhaftig Wort
verlassen und Ihm trauen.
Er hat´s gesagt, und darauf wagt
mein Herz es froh und unverzagt
und lässt sich gar nicht grauen.

Und was Er mit mir machen will,
ist alles mir gelegen;
ich halte Ihm im Glauben still
und hoff auf seinen Segen.
Denn was Er tut, ist immer gut,
und wer von Ihm behütet ruht,
ist sicher allerwegen.

Ja, wenn´s am schlimmsten mit mir steht,
freu ich mich seiner Pflege;
ich weiß: Die Wege, die Er geht,
sind lauter Wunderwege.
Was böse scheint, ist gut gemeint;
Er ist doch nimmermehr mein Feind
und gibt nur Liebesschläge.

Und meines Glaubens Unterpfand
ist, was Er selbst verheißen:
dass nichts mich seiner Hand
soll je und je entreißen.
Was Er verspricht, das bricht Er nicht.
Er bleibet meine Zuversicht;
ich will Ihn ewig preisen.


(Lied ' Ich steh in meines Herren Hand ', Karl Johann Philipp Spitta (1801 – 1859) )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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