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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 29.07.2014

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Unser Gott  ist reich an Erbarmen, niemand kann uns so gut verstehen wie er.

Er (der Herr) weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind.

Psalm 103,14

Gott weiß es genau, was für ein Gebilde wir sind.
Er denkt daran, dass wir aus Staub sind gemacht,
unvollkommen, zerbrechlich und trotzdem sein Kind -
wie wunderbar einmalig hat Gott alles durchdacht!

Frage: Sind wir bloßer Staub?

Vorschlag: Staub scheint wertlos zu sein. Gott sieht das ganz anders. In Jesaja 43,4 sagt Gott: "Weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich liebe habe ..." Gott kennt uns. Er hat uns aus Staub gemacht, aber er hat uns zu mehr als Staub werden lassen: Er hat uns den Leib mit seinen Organen geschenkt, die Sinne und Gefühle und das Denken eingegeben. Er liebt uns als seine Geschöpfe und will Gemeinschaft mit uns pflegen. Durch unseren Erlöser, Jesus Christus, kann jeder, der an ihn glaubt, mit Gott reden und ihn um Weisung und Bewahrung bitten.

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Menschenfurcht



Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den Herrn verlässt, wird beschützt.

Sprüche 29, 25


Ist das eine Aussage, auf die man sich wirklich verlassen kann? Ist es manchmal nicht überlebenswichtig, sich bedeckt zu halten und hat nicht schon mancher vergeblich auf Gottes Schutz gehofft, wenn man z.B. an die Märtyrer denkt?

Wenn wir die Bibel lesen, was wir täglich tun sollten, lernen wir viele Berichte kennen, die uns zeigen, dass der heutige Vers tatsächlich so zu verstehen ist, wie er hier steht.

Mir fällt das Volk Israel ein, das dem Befehl Gottes, das Land Kanaan in Besitz zu nehmen, aus Furcht vor den dortigen Bewohnern nicht folgte und dafür 40 Jahre in der Wüste verbringen musste.

Oder der Prophet Jona, der sich dem Auftrag Gottes, nach Ninive zu gehen, um den Bewohnern Gottes Gericht anzusagen, aus Furcht vor den mächtigen Assyrern, entziehen wollte, was ihn in erhebliche Probleme brachte.

Es ist aber nicht so, dass Gott ständig nur zum entschlossenen Einsatz auffordert. Auch das Gegenteil ist möglich. So gebot Gott Elia, weg zu gehen und sich am Bach Krit zu verbergen und dem Josef gebot Gott, zusammen mit Maria und dem Kind, nach Ägypten zu fliehen.

In all diesen Fällen geht immer um das Eine: Gott sogleich zu gehorchen, IHM mehr als den Menschen oder dem eigenen Verstand zu vertrauen und sich dabei nicht vor Menschen zu fürchten.

Auch das ist eines der roten Linien, die sich durch die Bibel ziehen. Es gibt zahllose Verse, die sich damit direkt oder indirekt befassen.

Es gehört Mut dazu, sich in einer bedrohlichen Situation zu Gott zu bekennen. Es hat sich aber immer wieder, auch in jüngerer Vergangenheit, gezeigt, dass ein entschiedenes Bekenntnis Eindruck auf die Widersacher macht, die dann oftmals perplex sind und dem nichts entgegensetzen können.

In die Klemme kommt eher der, der sich herauswinden möchte und dadurch erst recht jede Menge Angriffsfläche bietet. Auch von daher bestätigt sich der heutige Vers.

Ob wir bald Gelegenheit bekommen neuerlich die Richtigkeit des heutigen Verses, allerdings unter etwas härteren Bedingungen, zu erproben, liegt auch an uns, denn der Vers hat noch eine andere, weiter reichende Dimension:

Wenn wir uns weiterhin fürchten uns öffentlich zu Gott und seinem Wort und zur Wahrheit des Evangeliums zu bekennen, werden wir zu Fall kommen. Wenn wir aber im Vertrauen auf Gott mutig handeln, werden wir beschützt und, so Gott will, sogar an Boden gewinnen.




Auf, Christenmensch, auf, auf zum Streit,
auf, auf zum Überwinden!
In dieser Welt, in dieser Zeit
ist keine Ruh zu finden,
Wer nicht will streiten, trägt die Kron
des ewgen Lebens nicht davon.

Gedenke, dass du zu der Fahn
deins Feldherrn hast geschworen;
gedenke, dass du als ein Mann
zum Streit bist auserkoren;
gedenke, dass ohn Streit und Sieg
nie einer zum Triumph aufstieg.

So streit denn, Seel, streit keck und kühn,
dass du mögst überwinden;
streng alle Kräft an, allen Sinn,
dass du dies Gut mögst finden.
Wer nicht will streiten um die Kron,
bleibt ewiglich in Spott und Hohn.


(Lied 'Auf, Christenmensch, auf',
Johann Scheffler (1624 - 1677))




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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