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Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach,
dass du kalt oder warm wärest!
Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich
ausspeien aus meinem Munde.
Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!
und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind
und bloß.
Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert
ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie
anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und
Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.
Welche ich liebhabe, die weise ich zurecht und züchtige ich.
So sei nun eifrig und tue Buße!
Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine
Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich
hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.
Offenbarung 2, Verse 14-20
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Ich denke, das kennen wir alle: Die Gemeinde in der einiges los ist. Da gibt es Jugend- und Erwachsenengruppen, da gibt es diverse „spirituelle Angebote“, da gibt es diverse Chöre, da gibt es Kaffeenachmittage, Alten- und Adventsfeiern, das wird regelmäßig für „Brot für die Welt“ gesammelt (wo jeder ein paar Euros gibt), da gibt man sich weltoffen, tolerant und
dialogbeflissen, da werden hin und wieder ein paar Alte und Kranke besucht und da spendet man Geld für „wo am Nötigsten“.
Jeder der diese Gemeinde besucht, sagt sich, was für eine wundervolle lebendige Gemeinde, wie vorbildlich! So müsste das bei uns auch sein!
Wer aber länger in dieser Gemeinde weilt, wird vielleicht bemerken, dass es dort zwar viele Aktivitäten und Angebote gibt, die durchaus lobenswert sind, von Gott und seinem Wort dabei aber so gut wie nie die Rede ist.
So groß der Unterhaltungswert und das soziale Engagement dieser Gemeinde auch sein mag: Das was eigentlich erfüllt und sättigt wird nicht geboten.
Aber Vorsicht!
Das Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizea ist nicht nur an die Gemeinden aller Zeiten gerichtet, sondern hält einem jedem von uns den Spiegel vor. Denn die „Gemeinden“ bestehen nach wir vor aus Menschen, wie wir es sind. Und wie halten wir es denn?
Sind auch wir fromm, unauffällig, angepasst und konsumierend? Kurzum, lau und langweilig? Sind auch wir der Auffassung dass der Glaube „Privatsache“ ist, weshalb wir es tunlichst vermeiden uns als Christen zu erkennen zu geben und unseren Mund nicht auftun, wenn es angebracht wäre?
Diese Fragen stellt uns der heutige Text! Müsste uns der Herr auch als elend, jämmerlich, arm, blind und bloß bezeichnen?
Zum Glück für uns ist das nur die eine Seite der Medaille. Jesus bietet uns an Gold bei ihm zu kaufen und weiße Kleider. Der Preis dafür steht in Vers 20. Wir sollen IHM die Türe auftun und IHN in uns und bei uns wohnen lassen, damit es uns spürbar, mit Außenwirkung!, verändern kann.
Weil er uns lieb hat, deshalb lässt er uns nicht einfach fallen, sondern weist uns zurecht und verpasst uns den einen oder anderen Denkzettel. Nicht um uns „platt zu machen“, sondern damit wir uns besinnen, umkehren und uns neu für die einzigartige Botschaft des Evangeliums begeistern lassen.
Die Früchte, auf die der Herr Wert legt, werden dann nicht ausbleiben.
Gott sei Dank durch alle Welt,
der sein Wort beständig hält
und der Sünder Trost und Rat
zu uns hergesendet hat.
Was der alten Väter Schar
höchster Wunsch und Sehnen war
und was sie geprophezeit,
ist erfüllt in Herrlichkeit.
Sei willkommen, o mein Heil!
Dir Hosianna, o mein Teil!
Richte du auch eine Bahn
dir in meinem Herzen an.
Tritt der Schlange Kopf entzwei,
dass ich, aller Ängsten frei,
dir im Glauben um und an
selig bleibe zugetan,
dass, wenn du, o Lebensfürst,
prächtig wiederkommen wirst,
ich dir mög entgegengehn
und vor dir gerecht bestehn.
(Lied 'Gott sei Dank durch alle Welt
', Heinrich Held 1658 )
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