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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 29.06.2017

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Welche wunderbare Waffe im Lebenkampf haben wir doch: Das Gebet.

Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten zur Zeit der Angst. Darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an sie gelangen.

Psalm 32,6

Gott wird mich hören wenn ich zu ihm schrei,
er eilt zu helfen den Seinen herbei.
Gott lässt uns niemals im Stich,
auf ihn alleine verlasse ich mich.

Frage: Angst haben wir alle manchmal. Was tun wir dann um diese Angst zu bekämpfen?

Vorschlag: Es gibt Menschen, die meditieren oder andere berauschen sich mit Drogen. Das Wort Gottes zeigt uns einen viel besseren Weg auf. Die Macht des Herrn, des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs - bei ihm findet man Hilfe. Meditation, Drogen führen uns nur in die Sklaverei der Sünde. Gott und sein Sohn Jesus Christus machen uns frei, wahrhaftig frei - auch gerade von Angst.

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Gehorsam



Gehorsam ist besser als Opfer.

1. Samuel 15,22


Welche Vorstellungen verbinden sich mit dem Begriff Gehorsam? Hat dieser nicht einen negativen Beigeschmack? Gehorsam, das heißt doch, sich dem Willen eines anderen unterzuordnen und nicht das tun zu können, was einem gefällt.

Das Wort Gehorsam ist deshalb auch etwas außer Gebrauch gekommen. Der "emanzipierte", "selbständig gewordene Mensch", braucht niemandem, der ihm sagt, was er zu tun hat. „Er weiß am besten selbst, was für ihn gut ist.“

Und wenn nicht, kann er im "partnerschaftlichen Zusammenwirken" mit anderen, das für sich Passende herausfinden. Wichtig ist, dabei immer auf „Augenhöhe“ zu bleiben und keinerlei Autorität anzuerkennen.

In manchen Kreisen gilt es deshalb weiterhin als "fortschrittlich" z.B. Kindern keine Grenzen zu setzen, das würde ja Gehorsam bedeuten, sondern sie das tun zu lassen, was sie wollen und wenn das daneben geht, mittels "therapeutischer Hilfe" auf einen "Ausgleich" hinzuwirken.

Es fällt deshalb auch zunehmend schwer, in Gott den Herrn zu sehen, der Gehorsam fordert, denn darum geht es im heutigen Vers. Das biblische Wort „Herr“, das aus gutem Grund so lautet, macht ohnehin Probleme. Deshalb sagt man im Gebet häufig nur noch „Gott“ oder „guter Gott“, was der Allmacht und Majestät Gottes natürlich nicht gerecht wird.

Anlässlich der Vorbereitung zu einer Bibelauslegung wurde mir bewusst, dass Gehorsam eigentlich nichts Einschränkendes, sondern etwas Befreiendes ist, insbesondere wenn es um den Gehorsam gegenüber Gottes Wort geht.

Denn es geht hier nicht um blinden Kadavergehorsam, wie er von Menschen gefordert wird, die sich irren können, sondern um Gehorsam gegenüber Gott, der weiter sieht als wir und der weiß, was für uns letztlich gut ist und unserem Heil dient.

Gehorsam Gott gegenüber hat deshalb etwas mit Liebe und Vertrauen zu tun. Ich gehorche nicht, weil ich muss, sondern weil ich gewiss sein kann, das Beste, auch für mich selbst zu tun, wenn ich mich am Wort Gottes orientiere. Dabei anerkenne ich meine eigene Begrenztheit, die mich das eigentlich Wichtige und Entscheidende nicht sehen lässt.

Von daher bietet es sich an, auch Schweres aus Gottes Hand entgegenzunehmen, weil uns auch dieses zum Segen gereicht und wir manchmal schmerzlich erfahren müssen, dass die Pläne, die wir hatten, eigentlich nicht das Wahre gewesen wären.

Einem Herrn zu vertrauen bedeutet auch, mit der Macht eines Stärkeren zu rechnen, dem kein Ding unmöglich ist, und der alles auch zum Guten wenden kann.

Auch der Gehorsam gegenüber Menschen ist letztlich ein Abglanz des Gehorsams gegenüber Gott, wobei wir Gott allerdings mehr gehorchen müssen, als den Menschen.

Aber woher weiß ich, was in Gottes Augen das für mich Beste und Richtige ist? In der Samuelgeschichte, in welcher der heutige Vers steht, geht es um den König Saul, der von Gott, wegen seines Ungehorsams, verworfen wurde und dem gesagt wird, dass auch die größten Opfer den Ungehorsam nicht wettmachen können. Hier schimmert im übrigen etwas davon durch, dass bei Gott allein der Glaube zählt.

Saul hatte es vielleicht einfacher als wir, weil er Gottes Anweisungen direkt über den Propheten Samuel bekam.

Und was haben wir? Wir haben das Wort der Bibel, "wir haben die Schrift und die Propheten, auf die wir hören sollen", wie es Gott, in der Geschichte vom armen Lazarus, die Jesus gleichnishaft erzählt, auch dem in der Hölle befindlichen Reichen sagt.

Deshalb gilt es für uns stille zu werden vor Gott, d.h. unsere eigenen Vorstellungen zum Schweigen zu bringen und betend zu hören. Wir wollen Gott bitten, dass er uns hierzu stets offene Ohren schenkt.


Such, wer da will,
ein ander Ziel,
die Seligkeit zu finden;
mein Herz allein
bedacht soll sein,
auf Christum sich zu gründen.
Sein Wort ist wahr,
sein Werk sind klar;
sein heilger Mund
hat Kraft und Grund,
all Feind zu überwinden.

Such, wer da will,
Nothelfer viel,
die uns doch nichts erworben;
hier ist der Mann,
der helfen kann,
bei dem nie was verdorben.
Uns wird das Heil
durch ihn zuteil;
uns macht gerecht
der treue Knecht,
der für uns ist gestorben.

Ach sucht doch den,
lasst alles stehn,
die ihr das Heil begehret!
Er ist der Herr,
und keiner mehr,
der euch das Heil gewähret.
Sucht ihn all Stund
von Herzens Grund,
sucht ihn allein;
denn wohl wird sein
dem, der ihn herzlich ehret.

Meins Herzens Kron,
mein Freudensonn
sollst du, Herr Jesu, bleiben;
lass mich doch nicht
von deinem Licht
durch Eitelkeit vertreiben.
Bleib du mein Preis,
dein Wort mich speis;
bleib du mein Ehr,
dein Wort mich lehr,
an dich stets fest zu glauben.

Wend von mir nicht
dein Angesicht,
lass mich im Kreuz nicht zagen;
weich nicht von mir,
mein höchste Zier,
hilf mir mein Leiden tragen.
Hilf mir zur Freud
nach diesem Leid;
hilf, dass ich mag
nach dieser Klag
dort ewig dir Lob sagen.


(Lied 'Such, wer da will', Autor: Georg Weissel (1590-1635))




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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