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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.05.2013

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Was predigten die Gläubigen wohl, die soeben den Heiligen Geist empfangen hatten? In Vers 11 finden wir die Antwort: Wir hören sie in  unsern (eigenen) Sprachen von den großen Taten Gottes   reden.

Es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie vom Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Apostelgeschichte 2,2 - 4

Geist Gottes, heil`ges Feuer,
neigest dich auf mich herab.
Du bist mir trostreich, wert und teuer,
ja, bist meine höchste Gab`.
Leite mich mit deinem Lichte,
stärke mich durch deine Kraft,
hilf, dass ich mich ausrichte
auf Gott, der ew`ges Leben schafft.

Frage: Was predigten die Gläubigen wohl, die soeben den Heiligen Geist empfangen hatten?

Vorschlag!: In der Apostelgeschichte 2,11 finden wir die Antwort: Wir hören sie in unseren (eigenen) Sprachen von den großen Taten Gottes reden. Das nennt man auch: sich zu Gott zu bekennen. Haben wir den Heiligen Geist auch erhalten, als wir gläubig wurden? Bekennen wir uns auch zu Jesus? Sagen wir es den andern weiter, dass Jesus uns befreit hat von der Sünde und dass er jetzt unser Herr ist? Ein solches Bekenntnis ist Ausdruck tiefer Verbundenheit mit dem Herrn.

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Säen ist nicht vergeblich



Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiter hören.

Apostelgeschichte 17, 32


Der Bibelleser kennt die Geschichte von der Missionsreise des Paulus, die ihn auch nach Athen führt und um die es auch im heutigen Vers geht.

Die Apostelgeschichte, in der uns die Methodik vermittelt wird, mit der Paulus und seine Mitbrüder bei ihrer Missionstätigkeit vorgingen, ist bis heute ein guter Leitfaden und dazu Wort Gottes.

Deshalb hat das, was Paulus in Athen tat und erlebte, nichts an seiner Aktualität verloren, zumal wir uns, als bekennende Christen, heute in einer ganz ähnlichen Lage befinden.

Athen war damals das geistige Zentrum der antiken Welt und eine weltoffene, aufgeschlossene Stadt, in der man stets auf Neues aus war. Heute würde man dazu „multikulturell“, „pluralistisch“ und „fortschrittlich“ sagen.

Nach biblischen Maßstäben war Athen allerdings eine durch und durch heidnische Stadt. Aber nicht alles was die Griechen erdacht haben, war deshalb schlecht. Vieles war sehr gut und beeinflusst bis heute unser abendländisches Denken.

Auch daran erkennbar, dass unsere Sprache überaus reich an Worten ist, die aus dem Griechischen stammen und manche der griechischen Vorstellungen sogar Eingang in die christliche Theologie gefunden hat.

Aber das ist nur die eine Seite. Die andere, noch viel bedeutsamere, ist die, dass unsere Zeit genau so heidnisch ist, wie es damals in Athen der Fall war, was für Christen eine besondere Herausforderung ist.

Es ist so geblieben, dass diejenigen, die voll und ganz in menschlicher Weisheit, Erkenntnis und Kultur aufgehen, blind für das werden, was uns Gott, in seinem, über den Dingen stehenden, zeitlos gültigen Wort, zu sagen hat.

Der Mensch, der sich selbst als „herrlich“ und „großartig“ wahrnimmt und auf diese Weise „selbstgenügsam“ ist, vermisst Gott nicht. In einem so unfruchtbaren Umfeld lässt sich deshalb nur schwer eine Gemeinde gründen. Und in Athen entstand keine Gemeinde.

Folgerichtig erstreckte sich das Interesse der Athener an Paulus nur darauf, ob er eine neue und diskussionswürdige menschliche Lehre bringt. Und als er dann damit anfing von der Auferstehung zu sprechen, winkte man dankend ab.

Wie zu allen Zeiten, zeigen sich auch hier drei Gruppen von Menschen. Zuerst die, die ablehnen und vielleicht sogar spotten, dann die Unentschlossenen, die vielleicht später noch mal davon hören wollen - um diese beiden Gruppen geht es im heutigen Vers – und dann die Dritten, die sich gewinnen lassen, von denen im Vers 34 wie folgt berichtet wird:

Einige Männer schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.

Für uns ergibt sich daraus die Schlussfolgerung, dass Mission, und sei es nur das Bezeugen des eigenen Glaubens, nicht vergeblich ist, weil etwas von dem ausgestreuten Samen immer auch auf gutes Land fällt. Unterschiedlich groß ist lediglich die fruchtbare Bodenfläche.

In Athen war sie klein, und bei uns ist das ganz unterschiedlich.

Wie groß die fruchtbare Ackerfläche auch sein mag: Das Säen bleibt immer unsere Sache, und das Wachsen und Gedeihen liegt immer in Gottes Hand. Wir können nur darum beten, dass die Saat aufgeht und bleibende Frucht wächst.




Mache mich zum guten Lande,
Wenn dein Saatkorn auf mich fällt;
Gib mir Licht in dem Verstande,
Und was mir wird vorgestellt,
Präge du dem Herzen ein;
Lass es mir zur Frucht gedeihn.

Stärk in mir den schwachen Glauben,
Lass dein teures Kleinod mir
Nimmer aus dem Herzen rauben,
Halte mir dein Wort stets für;
Ja, das sei mein Morgenstern,
Der mich führet zu dem Herrn!

Rede, Herr, so will ich hören,
Und dein Wille werd´ erfüllt!
Lass nichts meine Andacht stören,
Wenn der Brunn´ des Lebens quillt.
Speise mich mit Himmelsbrot,
Tröste mich in aller Not!

Öffne mir die Lebens-Auen,
Dass mein Geist sich weiden kann;
Lass mir Heil vom Himmel tauen,
Zeige mir die rechte Bahn
Hier aus diesem Jammertal
Zu dem ew´gen Ehrensaal!


(Lied ' ', Benjamin Schmolck, 1730 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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