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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 11.02.2016

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Gott ist gnädig und barmherzig. Niemand kommt ihm gleich! Lasst uns staunen und anbeten und ihm die Ehre geben!

Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die übrig geblieben sind von seinem Erbteil; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig.

Micha 7,18

Vollkommen und edel sind Gottes Werke,
nichts und niemand ist ihm gleich.
Unendlich und herrlich ist seine Stärke
auf Erden und im Himmelreich.

Frage: Staunen wir auch über die Erhabenheit und Majestät Gottes? Haben wir seine Vergebung selbst erlebt?

Vorschlag: Uns verlorenen und in Sünde verirrten Menschen ist Gott in seiner Liebe nachgegnangen. Er sandte seinen Sohn, Jesus, in diese Welt, um uns aus unserer hoffnungslosen Lage zu retten. Weil er barmherzig ist, erlässt er einem reuigen Sünder seine Schuld. Lasst uns glaubensvoll den Weg in Jesu Nachfolge betreten und Gott rühmen für das, was er an uns Menschen tut!

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Und ER ist doch der Sieger!



Da schrien sie alle miteinander: Hinweg mit diesem, gib uns Barabbas los!

Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!

Lk 23, 18 u. Mt 27, 24. 25


Eine schauerliche Szene ist das, was sich hier vor Pilatus abspielt. Das Volk will Jesus nicht und randaliert wie besessen.

Das war eine der "großen Stunden" Satans.

Es wäre zu einfach dieses Geschehen nur an den Juden festzumachen.

Was sich hier Bahn bricht ist der tief im Menschen sitzende Hass auf Gott. In jedem von uns regt sich tief im Innern die Rebellion, der Widerstand, gegen Gott, und hier, vor Pilatus, vermischt sich dieser Hass auf Gott unvermittelt mit dem Ruf nach Selbstvernichtung: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!

Darin steckt eine tiefe innere Logik: Wer Gott hasst und ablehnt, der hasst und lehnt sich damit auch selbst ab, denn wer Gottes hasst, der hasst auch sein Ebenbild, den Menschen und damit sich selbst. Und umgekehrt gilt: Wer zu Gott findet, der findet auch zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen.

Das Böse in der Welt ist somit immer gegen Gott, die Menschen und damit gegen sich selbst gerichtet. Das ist die Sünde, die Trennung von Gott, in all ihren Auswirkungen, und wenn wir das Geschehen in der Welt beobachten, dann erkennen wir, dass es so ist.

Es kommt hier aber noch etwas anderes hinzu, und das betrifft jetzt speziell das Volk Israel, in diesem Fall den Stamm Juda, die Juden, die vom Volk Israel übrig geblieben waren.

Gott hatte seinem Volk zugesagt, ihre Existenz im gelobten Land, also in dem Land, das wir heute als Israel bzw Palästina kennen, für alle Zeiten zu sichern, sie aber in ungute Verhältnisse zu zerstreuen, wenn sie Gott ungehorsam werden.

Mit der Verwerfung des Gottessohnes hatte sich das Volk damit das Urteil gesprochen. Im Jahre 70 n.Chr. zettelten jüdische Revolutionäre einen völlig sinnlosen Aufstand gegen die Römer an, bei dem die Römer hart zurückschlugen, mit der Folge, dass die Juden in alle Welt zerstreut wurden.

All die schrecklichen Verfolgungen, denen die Juden im Laufe der folgenden Jahrhunderte ausgesetzt waren, sind so als Gerichtshandeln Gottes zu verstehen. Der völlig unsinnige Ausspruch, "sein Blut komme über uns und über unsere Kinder", hat sich auf schreckliche Weise erfüllt.

Das zu sagen ist nicht opportun. Aber die Frage ist nicht, ob uns das gefällt oder in den Zeitgeist passt, sondern ob es so ist.

Die andere Seite ist die, dass Gott auch die straft, die sich an seinem Volk vergehen. Die Christen hätten deshalb gut daran getan, sich nicht gegen die Juden zu stellen und diese zu verfolgen.

Letztlich hat aber auch hier der Satan wieder "ganze Arbeit" geleistet und den Hass auf Gott anschließend auf das Volk Gottes, die Juden, als den Augapfel Gottes, gelenkt. Und es waren diesmal Christen, die sich verführen ließen und Satan auf den Leim gingen.

Besteht noch Grund zu der Hoffnung, dass trotz Satans Grummlen am Ende alles gut wird?

Diese Frage kann nur mit einem eindeutigen "JA" beantwortet werden.

Denn der Teufel ist im Grunde ein "dummer Teufel". Denn er hat nicht gemerkt, dass das Geschehen vor Pilatus Teil des unerforschlichen Ratschlusses Gottes war, mit dem eben dieser Teufel besiegt und entmachtet werden sollte.

So wurde Jesu Leiden und Sterben und all das Unrecht, das IHM widerfahren ist, die Ursache zu unserer Rettung. Das ist unfassbar und unbegreiflich. Aber so handelt Gott. Und deshalb können wir, wenn wir das wollen, von den Folgen des Hasses gegen Gott befreit werden.

Auch seinem Volk gegenüber, das IHN immer wieder schwer enttäuscht hat, erweist sich Gott als treu. ER hat versprochen sein Volk wieder in dem Land zu sammeln, das ER Abraham und seinen Nachkommen als ewiges Erbe zugesagt hat. Und Gott hält, wie für uns erkennbar, seine Zusagen. Und mit seinem Volk hat ER noch Großes vor. Was für ein Gott!




Durch Adams Fall ist ganz verderbt
menschlich Natur und Wesen;
dasselb Gift ist auf uns geerbt,
dass wir nicht konnten g´nesen
ohn Gottes Trost, der uns erlöst
hat von dem großen Schaden,
darein die Schlang Eva bezwang,
Gotts Zorn auf sich zu laden.

Wie uns nun hat ein fremde Schuld
in Adam all verhöhnet,
also hat uns ein fremde Huld
in Christus all versöhnet;
und wie wir all durch Adams Fall
sind ewgen Tods gestorben,
also hat Gott durch Christi Tod
verneut, was war verdorben.

So er uns denn sein Sohn geschenkt,
da wir sein Feind noch waren,
der für uns ist ans Kreuz gehenkt,
getöt´, gen Himmel gefahren,
dadurch wir sein von Tod und Pein
erlöst, so wir vertrauen
auf diesen Hort, des Vaters Wort:
wem wollt vorm Sterben grauen?

Er ist der Weg, das Licht, die Pfort,
die Wahrheit und das Leben,
des Vaters Rat und ewigs Wort,
den er uns hat gegeben
zu seinem Schutz, dass wir mit Trutz
an ihn fest sollen glauben;
darum uns bald kein Macht noch G´walt
aus seiner Hand wird rauben.

Wer hofft in Gott und dem vertraut,
der wird nimmer zuschanden;
denn wer auf diesen Felsen baut,
ob ihm gleich geht zuhanden
viel Unfall hie, hab ich doch nie
den Menschen sehen fallen,
der sich verläßt auf Gottes Trost;
er hilft sein´ Gläubgen allen.

Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund,
du wollst nicht von mir nehmen
dein heiligs Wort aus meinem Mund;
so wird mich nicht beschämen
mein Sünd und Schuld.
Denn in dein Huld
setz ich all mein Vertrauen;
wer sich nun fest darauf verläßt,
der wird den Tod nicht schauen.

Mein´ Füßen ist dein heiligs Wort
ein Leuchte nah und ferne,
ein Licht, das mir den Weg weist fort;
so dieser Morgensterne
in uns aufgeht, so bald versteht
der Mensch die hohen Gaben,
die Gottes Geist denen verheißt,
die Hoffnung darauf haben.


(Lied ' Durch Adams Fall ist ganz verderbt ', Lazarus Spengler (1479 - 1534) )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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