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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.08.2017

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Achtung, die Hölle ist eine Realität!

Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen von dem zweiten Tod.

Off. 2,11b

Der zweite Tod, der schlimmen Hölle Pein,
dort kommen alle Gottlosen hinein!
Überwinder können vor Gott bestehen,
drum lasst uns eilig zu Jesus gehen!

Frage: Sind wir uns bewusst, was der zweite Tod bedeutet – und was tue ich um diesen nicht erleiden zu müssen?

Tipp: In Off. 21,8 lesen wir: „Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner — ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.“ Auch wenn es nicht dem Zeitgeist entspricht: Es wird eine furchtbare Hölle geben – und wer Jesus (generell) feige verleugnet (siehe Matth. 10,32-33), nicht im Glaubensgehorsam lebt oder gar in bewusster Sünde (dauerhaft) lebt wird dort enden! Lasst uns ein Überwinderleben führen. Nach Jesu Verheißung brauchen wir uns dann vor dem zweiten Tod nicht zu fürchten! Halleluja!

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Können Christen sündigen?



Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott geboren.
1. Johannes 3, 9

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
1. Johannes 1, 8

1. Johannes 3, 9 und 1, 8


Eingangs will ich einmal wie ein Gegner der Bibel argumentieren:

„Die Widersprüche in der Bibel sind manchmal wirklich nicht auszuhalten! Da behauptet doch ein gewisser Johannes allen Ernstes, dass ein Kind Gottes, und damit kann nur ein Christ gemeint sein, keine Sünde tut.

Und dabei hat er im gleichen Brief, nur einige Seiten vorher, das genaue Gegenteil geschrieben, nämlich dass sich die Christen selbst betrügen, wenn sie behaupten, sündlos zu sein.

Vermutlich war dieser Johannes schon etwas älter und verwirrt, als er diesen Brief schrieb, der wieder einmal zeigt, wie dumm die Christen sein müssen, wenn ihnen solche Widersprüche nicht auffallen.

Und da kommt noch hinzu, dass „Sünde“ einer von diesen überholten Phantasiebegriffen ist, auf denen die Frommen ständig herumreiten, Ein intelligenter Mensch lässt sich hier nicht beirren. Wie vernünftig ist es doch, sich auf einen solchen frommen Schwachsinn erst gar nicht einzulassen.“

Aber liegt hier tatsächlich ein Widerspruch vor und ist man tatsächlich intelligent, wenn man sich hier nicht „beirren“ lässt?

Was der „intelligente und vernünftige Weltmensch“ nicht erkennen kann ist, dass das Wort Gottes zum einen über unser Begreifen hinausgeht und nur im Glauben verstanden werden kann und zum anderen im Gesamtzusammenhang der Bibel gesehen werden muss, bei dem differenziert und abgegrenzt wird und wobei einzelne Aussagen nicht aus dem Gesamtzusammenhang gerissen und verabsolutiert werden dürfen.

Das gilt für das, was Menschen in Schriftform niederlegen, ganz genauso! Da wird zuerst ein Grundsatz festgelegt und anschließend werden die Ausnahmen aufgelistet. Und das liest sich manchmal sehr widersprüchlich.

Und wie ist das nun mit der Sünde?

Sünde bedeutet zum einen Trennung von Gott und zum anderen das daraus erwachsende Tun, als Folge unserer Trennung von Gott. An dieses Tun, das aus unserer Herzenshaltung erwächst, also an die „sündige Tat“, und ihre negativen Folgen, denken die meisten Menschen, wenn sie das Wort „Sünde“ hören.

Wenn Johannes schreibt, dass Kinder Gottes nicht sündigen, stellt er damit zutreffend fest, das wiedergeborene Christen vom Fluch der Ursünde durch Christus befreit sind und deshalb von Feinden Gottes zu Kindern Gottes wurden. Die Sünde steht also nicht mehr trennend zwischen Gott und dem gerechtfertigten Sünder.

Ganz anders sieht das bei dem sich klug, vernünftig und intelligent dünkenden Weltmenschen aus, der hier tatsächlich die schlechtere Karte gezogen hat, weil er unter dem Zorn Gottes bleibt, wie Jesus an anderer Stelle sagt.

Aber auch das Gotteskind ist noch nicht vollendet, also noch nicht „über dem Berg“ und kann, auch wenn es gerecht gesprochen ist, seine verkehrte Natur nicht ablegen, sondern wird immer wieder in Gedanken, Worten und Werken gegen Gottes Ordnungen verstoßen. Sogar ein Abfall ist noch möglich.

Erst in der Ewigkeit werden wir einmal völlig neu gemacht und damit vollendet.

Bis dahin gilt hinsichtlich unserer Übertretungen:

Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
1. Johannes 1, Verse 9 und 10

Johannes warnt hier, völlig zu Recht, vor Überheblichkeit und Selbstbetrug. Wer also meint, als Christ bereits vollkommen zu sein und sich vielleicht noch damit brüstet, was es schon gegeben haben soll, liegt total daneben, denn Christen sind keine besseren Menschen, sie haben es nur besser.




Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken,
mich in das Meer der Liebe zu versenken,
die dich bewog, von aller Schuld des Bösen
uns zu erlösen.

Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden
und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden,
an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,
die Sünde tragen.

Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte!
Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte,
mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde
den Fluch der Sünde.

Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;
Gott ist die Lieb und lässt die Welt erlösen.
Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken
am Kreuz erblicken.

Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden
ein Ärgernis und eine Torheit werden:
so sei´s doch mir, trotz allen frechen Spottes,
die Weisheit Gottes.

Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder,
es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder,
lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde
zu Gottes Freunde.

Unendlich Glück! Du littest uns zugute.
Ich bin versöhnt in deinem teuren Blute.
Du hast mein Heil, da du für mich gestorben,
am Kreuz erworben.

Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken,
so lass dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken.
Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide,
mir Fried und Freude.


(Lied ' ', Christian Fürchtegott Gellert, 1757 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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