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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 30.04.2017

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Indem man Gott rühmt für seine wunderbaren Taten, müssen auch feindliche Mächte weichen.

Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Psalm 139,13+14

Ohne dich, Jesus, wäre ich verloren.
Du schufst mich, ehe ich auf der Welt geboren
du schenktest mir dazu das Leben
und hast mir alle meine Schuld vergeben.

Frage: Haben wir Gott schon einmal gedankt, dass er sich solche Mühe gegeben hat um uns wunderbar zu erschaffen und zu gestalten?

Vorschlag: So viele Menschen sind unzufrieden mit ihrem Aussehen. Sie finden sich zu klein, andere zu gross, vielen gefällt ihre Nase nicht, andere hätten lieber feingliedrigere Hände. Ueberlegen wir uns doch einmal, welch ein Kunstwerk der menschlliche Körper doch ist. Unsere fünf Sinne, das Gehirn, das Herz, alle Organe Nerven, Sehnen, Bänder, die Gelenke, das Skelett. Kein menschlicher Künstler könnte so etwas erschaffen.In den Augen Gottes sind wir wunderbar, was unsere Gestalt betrifft. Ehren wir doch unsern herrlichen Schöpfer mit einer ehrlichen Hinwendung zu Gott und einem gehorsamen Herzen!

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Freundschaft zur Welt = Feindschaft gegen Gott




Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder lasset ihr euch dünken, die Schrift sage umsonst: Der Geist, der in euch wohnt, begehrt und eifert?

Jakobus 4,4-5 (Luther 1912)


Dies ist eine Aussage, die immer wieder zur Kenntnis genommen und bedacht werden sollte. Gerade deshalb, weil wir ständig den vielfältigen Einflüssen des Zeitgeistes ausgesetzt sind, der uns ständig dazu nötigen will uns den Ansichten der Mehrheit und dem was gerade opportun ist, anzupassen. Etwas, was gerade in den letzten Tag wieder zu spüren war.

Der Widersacher Gottes geht hier sehr geschickt vor, in dem er an unsere Toleranz, an unseren Verstand, an unsere Vernunft usw. appelliert und uns die Folgen mangelnder Anpassung vor Augen führt.

Wir Christen leben in der Welt und können, dürfen und sollen uns keinesfalls von dieser abschotten, sondern ganz im Gegenteil segensreich in diese hineinwirken. Vor was der heutige Vers ausdrücklich warnt ist, sich dabei die Ansichten und Anschauungen der Welt zu Eigen zu machen.

Wer sich dem Zeitgeist und seinen Maßstäben anpasst, anstelle sich am Wort Gottes zu orientieren und dessen tiefgründige Wahrheiten der Welt gegenüber in Wort und Tat zu bezeugen, um damit seiner Salz- und Lichtfunktion nachzukommen, wird zum Feind Gottes.

Der Christ sollte von daher Mut und auch Zivilcourage zeigen wenn es um Dinge geht, die in Gottes Augen Unrecht sind. Dazu bedarf es keiner Polemik „gegen die sündige Welt“, sondern es reicht vielfach schon aus, zu erklären warum man eine bestimmte Sache nicht gutheißen und bei dieser nicht mitmachen kann, was wiederum nicht heißt sich weltfremd von aller Art Gemeinschaft auszuschließen.

Christ sein heißt vor allen Dingen, gegen den Strom zu schwimmen und sein Mäntelchen nicht nach dem Wind zu hängen. Das aber ruft den Unwillen und das Unverständnis der Welt hervor, weil im Umkehrschluss Freundschaft zu Gott, die Feindschaft der Welt bewirkt. Und davor fürchtet man sich, und diese Furcht ist sicher nicht immer unbegründet.

Bemerkenswert ist die Art und Weise, mit der sich Jakobus auf die Schrift beruft. Seine Aussage, wonach die Schrift es ist, die etwas sagt, zeigt, dass er die Schrift als authentisches Wort Gottes sieht. Was die Schrift sagt, ist für ihn maßgeblich. Das sind für ihn Worte, hinter denen Gott selber steht.

Auch das sollte sehr zu denken geben und uns vor der Auffassung bewahren, dass Gottes Wort so wörtlich nicht zu nehmen ist, sondern hier lediglich die Auffassungen der Schreiber, entsprechend der damaligen Sichtweise, wiedergegeben werden, denen gegenüber wir heute zu völlig anderen Schlüssen kommen müssen.

Selbstverständlich muss das Wort Gottes auch immer auf die jeweilige Zeit bezogen gesehen werden, aber nie so, dass die Grundaussage verändert wird. Und da ist es so, dass Gott sehr darauf sieht, dass wir mit dem Geist – hier können, der Auslegung zufolge, der Lebensgeist (Odem), wie auch der Heilige Geist gemeint sein - in der rechten Weise umgehen.

Das heißt unserer Berufung würdig zu leben und Botschafter an Christi Statt zu sein. Möge Gott uns zum Wollen das Vollbringen schenken, in dem er uns die Kraft und den Mut schenkt, allen Anfeindungen zum Trotz, getrost und gewiss unseren Glaubensweg zu gehen.


Wach auf, du Geist der ersten Zeugen,
die auf der Mau'r als treue Wächter stehn,
die Tag und Nächte nimmer schweigen
und die getrost dem Feind entgegengehn,
ja deren Schall die ganze Welt durch dringt
und alIer Völker Scharen zu dir bringt.

O dass dein Feuer bald entbrennte,
o möcht es doch in alle Lande gehn!
Ach Herr, gib doch in deine Ernte
viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn.
O Herr der Ernte, siehe doch darein:
die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein.

Ach lass dein Wort recht schnelle laufen,
es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein.
Ach führe bald dadurch mit Haufen
der Heiden Füll zu allen Toren ein!
Ja wecke dein Volk Israel bald auf,
und also segne deines Wortes Lauf!

Du wirst dein herrlich Werk vollenden,
der du der Welten Heil und Richter bist;
du wirst der Menschheit Jammer wenden,
so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist.
Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn:
du tust doch über Bitten und Verstehn.


(Lied 'Wach auf, du Geist der ersten Zeugen',
Autor: Karl Heinrich von Bogatzky, 1750)




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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