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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 28.11.2014

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Gott ist ein Erbarmer. Lasst uns sein Angesicht suchen!

David sprach zu Gad: Es ist mir sehr angst, aber lass uns in die Hand des Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist groß; ich will nicht in der Menschen Hand fallen.

2. Samuel 24,14

Liebe, Güte, Gnadenzeit,
Friede und Barmherzigkeit -
all das schenkst du, Herr. Welch großer Segen!
Ich will mich ganz in deine Arme legen.

Frage: Wem trauen wir mehr: einflussreichen Persönlichkeiten oder dem lebendigen Gott?

Vorschlag: In Jesaja 54,10 bezeichnet sich Gott selbst als unser Erbarmer. Wo er sich nicht unser erbarmt hätte, wären wir in der Verdammnis gelandet, weil wir alle schuldig sind vor Gott. In 2. Korinther 5,21 steht: "Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt." Jesus wurde für mich zur Sünde gemacht, damit ich nun gerecht sein darf. Wenn wir ihm fest vertrauen, lässt er uns seine Wunder schauen.

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Denn es steht geschrieben



Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr alle Ärgernis nehmen an mir. Denn es steht geschrieben (Sacharja 13,7): »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.«

Matthäus 26,31

Der heutige Abschnitt steht unter der Überschrift "Die Ankündigung der Verleugnung des Petrus", und was es damit auf sich hat, ist jedem bekannt: Petrus hatte vollmundig verkündet, nötigenfalls mit Jesus sogar in den Tod zu gehen, um dann wenig später, aus Furcht, mehrfach entschieden zu leugnen, Jesus überhaupt zu kennen. Die Hähne auf den Kirchturmspitzen erinnern, auch uns zur Warnung, den Mund nicht zu voll zu nehmen, bis bis zum heutigen Tag daran.

Auch die anderen Jünger zogen sich zurück, so dass Jesus am Ende ganz allein, ohne jedweden Beistand, sein Rettungswerk vollbrachte und sich am Kreuz dann sogar noch von Gott verlassen sah.

Dieses Thema, die Treue des Herrn und unsere Untreue, gäben genügend Stoff für jede Menge von Betrachtungen und Andachten. Nun ist es aber so, dass einem beim Lesen, auch bekannter Texte, immer wieder Sachen auffallen, denen man bislang keine besondere Beachtung geschenkt hat.

Mir ging das jetzt so mit der Aussage "denn es steht geschrieben". Dies deshalb, weil diese Passage deutlich macht, wie sehr Jesus selbst dem Wort Gottes verbunden war.

Denn wenn Jesus unterstreicht, "denn es steht geschrieben", kann daraus nur geschlossen werden, dass er dem Wort Gottes im wörtlichen Sinne vertraute, weshalb er aus diesem erkennen konnte, was sich in dieser Nacht, im Garten Gethsemane, noch zutragen würde.

Das ist im übrigen nicht die einzige Stelle, die belegt, dass Jesus den Aussagen der Bibel voll vertraute, denn er bestätigt auch an anderen Stellen das Wort der Schrift und dass es so ist, wie es hier geschrieben steht, ohne davon auch nur die geringsten Abstriche zu machen oder die biblischen Aussagen in irgendeiner Weise zu relativieren.

Was heißt das für uns?

Ganz einfach soviel, dass wir dann, wenn wir glauben, dass Jesus Christus der Sohn und das fleischgewordene Wort Gottes ist, durch den alle Dinge geschaffen sind, ihm auch dann glauben, wenn er uns die wörtliche Richtigkeit und Zuverlässigkeit des biblischen Wortes bestätigt.

Demnach geht jeder, der versucht, dass Wort Gottes umzudeuten, in dem er es dem jeweiligen Zeitgeist oder seinen Vorstellungen anpasst, in die Irre. Es gilt dem Wort zu glauben und damit Gott, der mit seiner Autorität hinter diesem Wort steht und der sich an dieses Wort gebunden hat, und es ist der Geist Gottes, der uns das Wort aufschließt und uns erkennen lässt, was gemeint ist.

Deshalb bleibt es dabei, dass wir unter dem Wort bleiben müssen und uns nicht über dieses stellen dürfen. Wie schon mal gesagt: Die Bibel korrigiert und kritisiert uns und stellt uns und unser Tun immer wieder in Frage, niemals aber ist es umgekehrt!!


Mein schönste Zier und Kleinod bist
auf Erden du, Herr Jesu Christ;
dich will ich lassen walten
und allezeit
in Lieb und Leid
in meinem Herzen halten.

Dein Lieb und Treu vor allem geht,
kein Ding auf Erd so fest besteht;
das muß ich frei bekennen.
Drum soll nicht Tod,
nicht Angst, nicht Not
von deiner Lieb mich trennen.

Dein Wort ist wahr und trüget nicht
und hält gewiß, was es verspricht,
im Tod und auch im Leben.
Du bist nun mein,
und ich bin dein,
dir hab ich mich ergeben.

Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier,
Herr Jesu Christ, bleib du bei mir,
es will nun Abend werden.
Laß doch dein Licht
auslöschen nicht
bei uns allhier auf Erden.


(Lied 'Mein schönste Zier und Kleinod bist', Autor: Johannes Eccard, 1598)




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