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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 27.11.2014

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Die Verehrung Gottes und die seines Sohnes, Jesus Christus, soll unsere vornehmste Pflicht sein.

Dem aber, der euch vor dem Straucheln behüten kann und euch untadelig stellen kann vor das Angesicht seiner Herrlichkeit mit Freuden, dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Judas 1,24

Dein ist das Reich, dein ist die Kraft
und dein ist auch die Herrlichkeit.
Du bist es, welcher Frieden schafft,
herrschet über Raum und Zeit.

Frage: Warum beten wir Gott an und warum verehren wir Jesus Christus, den Sohn Gottes?

Vorschlag: Er ist unser Schöpfer. Jesus ist unser Erlöser; er kann uns vor dem Straucheln bewahren und uns rein und unsträflich vor sein heiliges Angesicht stellen. Gottes Gnade haben wir nicht verdient, aber als Begnadigte wollen wir ihn lebenslang loben und preisen und ihm von ganzem Herzen dienen.

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Der Splitter im Auge des Bruders



Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und
nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?

Matthäus 7, 3


Wenn zwei das Gleiche tun, dann ist das, jedenfalls aus menschlicher Sicht, nicht dasselbe! Insbesondere dann, wenn ich selbst einer von den Zweien bin, die darüber streiten, wer von beiden den Splitter und wer den Balken im Auge hat.

Wer ehrlich zu sich selbst ist, der wird sich eingestehen müssen, dass er in solchen Fällen, wenn überhaupt, sich allenfalls den Splitter und dem anderen den Balken zuordnet.

Wenn man selbst nicht zu den „Zweien gehört“, sondern diese nur beobachtet, wird man bestätigen können, dass jeder der Beiden sich selbst in einem günstigen und den anderen in einem ungünstigen Licht sieht.

Jesus warnt vor einer solchen Sichtweise, bei der mit „Scharfblick“ die Mängel des anderen entdeckt und aufgedeckt, und die eigenen, mitunter viel größeren Defizite verwischt und zugedeckt werden.

Jesus warnt hier: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, und mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden.

Durch ungerechtes Richten ziehen wir uns den Zorn Gottes zu! Das ist einer der stehenden biblischen Aussagen!

Wenn man die Nachrichten zur Kenntnis nimmt, entsteht der Eindruck, dass man gut daran tut, jedes Wort, dreimal im Munde herumzudrehen, bevor man es sagt und dabei zu überlegen, ob das eine oder andere, was man sagt, nicht auch, in böswilliger Absicht „missverstanden“ und anschließend gegen einen selbst verwendet werden könnte, insbesondere wenn eine Reihe von Leuten nur darauf lauert, „den Splitter im Auge des Bruders“ zu finden.

Das wird üblicherweise als Mobbing bezeichnet und mancher wird davon krank oder wirft gar das Handtuch.

Früchte des Geistes Gottes sind Nüchternheit und Sachlichkeit. Um diese Geistesgaben sollten wir bitten.

Wenn wir Wurzeln in der Ewigkeit schlagen, können wir die Dinge von einem festen Grund und aus einem wohltuenden Abstand heraus, auch in Bezug auf uns selbst, beurteilen.

Das befähigt uns das Achte Gebot, „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“, zu befolgen und entsprechend der dazugehörenden Erklärung von Martin Luther, im Kleinen Katechismus, zu handeln:

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unseren Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, afterreden öder bösen Leumund machen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von im reden und alles zum Besten kehren.

Wenn wir uns in unserem Umfeld danach verhalten können wir bereits hier viel Segen wirken. Und im Kleinen fängt es oftmals an.




Ins Wasser fällt ein Stein,
ganz heimlich, still und leise,
und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise.
Wo Gottes große Liebe
in einem Menschen fällt,
da wirkt sie fort
in Tat und Wort
hinaus in uns´re Welt.

Ein Funke, kaum zu seh´n,
entfacht doch helle Flammen,
und die im Dunkeln steh´n,
die ruft der Schein zusammen.
Wo Gottes große Liebe
in einem Menschen brennt,
da wird die Welt
vom Licht erhellt,
da bleibt nichts,
was uns trennt.

Nimm Gottes Liebe an.
Du braucht Dich nicht allein zu müh´n,
denn seine Liebe kann
in deinem Leben Kreise zieh´n.
Und füllt sie erst dein Leben
und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus,
teilst Liebe aus,
denn Gott füllt dir die Hand.



(Lied ' ', Manfred Siebald )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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