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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 23.09.2017

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Das Verlangen der Brautgemeinde endlich bei Jesus zu sein!

danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein.

1. Thess. 4,17

Laßt mich gehn, laßt mich gehn,
daß ich Jesum möge sehn!
Meine Seel ist voll Verlangen,
Ihn auf ewig zu umfangen
und vor seinem Thron zu stehn.

Frage: Gehören Sie zur Brautgemeinde Jesu, welche es kaum noch abwarten kann zu Jesus geführt zu werden?

Tipp: Auf youtube-Videos von jüdisch-orthodoxe Hochzeiten kann man es heute noch sehen, was Gottes Wort sagt: So hatte Jesus verheißen mit seiner Brautgemeinde „Wein aus einem Kelch“ im Himmel zu trinken (Matth. 26,29), welches den Ehebund besiegelt. Vorher wird aber die Braut von zwei Frauen verschleiert zum „Himmelszelt“/Baldachin geführt. Genauso wird die Brautgemeinde von Engel abgeholt werden (siehe Matth. 24,31) und wie im Eingangsvers steht in Wolken (also im weißen Nebel wie eine Braut mit weißem Schleier) zum Himmel entrückt werden. Auf einem der gesehenen Videos sagten Braut und Bräutigam gleichermaßen vorher, dass sie es kaum abwarten können. Genauso sehnen sich weltweit aktuell kluge Jungfrauen nach der Gemeinschaft mit Jesus – und Ihm dürfte es genauso gehen! Lasst uns alles dafür tun bei der Entrückung dabei zu sein und mit der weltweiten Gemeinde Jesu ausrufen: Ja, komm, Herr Jesus! (Off. 22,20)

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Was Bestand hat




Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich in Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Denn siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um, alle die von dir abfallen. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setzte auf den Herrn HERRN, daß ich verkündige all dein Tun.

Psalm 73,23-28 (Luther 1912)


Im Psalm 73 geht es um ein uraltes Thema. Um das der Anfechtung, in die Glaubende geraten können, wenn sie sehen, dass es gerade denen besonders gut geht, die sich einen Dreck um Gott, sein Wort und seine Gebote scheren.

Die Frage war und ist die, ob es stimmt, dass der Ehrliche, der Lautere, der Gradlinige, also der sich an Gottes Wort orientiert, wirklich immer der Dumme ist, wie der Titel eines Buches („Der Ehrliche ist immer der Dumme“) vermuten lässt.

Eine weit verbreitete Auffassung ist die, dass Ehrlichkeit etwas mit Dummheit zu tun hat. Wer erfolgreich sein will, muss da anders sein. Das gilt als „clever“ und erstrebenswert. Und die Wirklichkeit scheint das zu bestätigen.

Davon zeugen dann auch „Spruchweisheiten“ wie, „übst immer Treu und Redlichkeit, bringst du’s im Leben niemals weit“ oder „der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist“. Und der Psalmschreiber fragt, was er davon hat, dass er sich zu Gott hält.

Er meint, dass etwas nicht stimmen kann, wenn es ihm, als Gläubigen schlecht und den Gottlosen gut geht. Das ist für ihn ein unüberbrückbarer Widerspruch, auf den er keine Antwort findet. Das macht ihn fertig! Das kann er nicht begreifen.

Aber dann kommt die Erleuchtung. Und die kann, damals wie heute, immer nur aus dem Geist Gottes kommen, der in alle Wahrheit leitet. Der Psalmist geht in das Heiligtum Gottes, einem Ort wo er Gott besonders nahe kommt, und da wird ihm auf einmal klar, auf was das Leben der „Erfolgreichen“ letztendlich hinausläuft und wie es endet.

Und da erkennt er, dass diese keinen festen Grund haben, sondern wie Blätter im Wind und wie Spreu sind, die der Wind verweht. Sie haben keinen Bestand sondern verschwinden ganz plötzlich von der Bildfläche, so, als wenn es sie nie gegeben hätte.

Und da kann der Psalmist froh und erleichtert sein Bekenntnis zu Gott erneuern und voller Gewissheit die obigen Verse sprechen. Er hat erneut erkannt, auf was es ankommt und was bestehen bleibt. Und er erkennt, dass er auf einem festen und ewigen Grund steht.

Und so ist das bis heute geblieben.

In unserer Welt gibt es viele Angebote und Möglichkeiten sein Leben zu gestalten. Man spricht hier vollmundig von „Lebensentwürfen“. Dagegen ist grundsätzlich nichts zu sagen. Die Frage ist aber, was die Mitte des Lebens ist, was das Fundament ist, worauf wir bauen.

Und da gibt es viele Ansätze, die gut anzufangen scheinen, aber das Gericht Gottes bereits in sich tragen. Am Ende bestätigt sich immer wieder, dass der am Besten gefahren ist, der beständig und mit beständigen Materialien auf Fels gebaut hat. Nicht pompös, aber beständig!

Und der Fels, den wir uns als Baugrund aussuchen sollten, ist allein unser Herr und Heiland Jesus Christus. Einen anderen Grund kann niemand legen, wie Paulus schreibt. Möge uns dieser Herr festhalten, insbesondere dann, wenn wir angefochten, mit dem Gedanken spielen uns nach etwas „Besserem“ umzusehen.


Stern, auf den ich schaue,
Fels, auf dem ich steh,
Führer, dem ich traue,
Stab, an dem ich geh,
Brot, von dem ich lebe,
Quell, an dem ich ruh,
Ziel, das ich erstrebe:
Alles, Herr bist Du!

Ohne Dich, wo käme
Kraft und Mut mir her?
Ohne Dich, wer nähme
meine Bürde, wer?
Ohne Dich zerstieben
würde mir im Nu
Glauben, Hoffen, Lieben;
alles, Herr, bist Du!

Drum so will ich wallen
meinen Pfad dahin,
bis die Glocken schallen
und daheim ich bin.
Dann mit neuem Singen
jauchz ich froh Dir zu:
Nichts hab ich zu bringen;
alles, Herr, bist Du!


(Lied 'Stern, auf den ich schaue',
Autor: Kornelius Friedrich Adolf Krummacher (1824 - 1884))




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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