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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 22.09.2017

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Sehnsucht nach Gemeinschaft mit Gott

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Psalm 42,2-3

Ich suche Dein Antlitz, mein Herz ist bereit,
Herr, wohne und wandle in mir allezeit!
Ich suche dein Antlitz, mich dürstet nach Dir,
mein Gott und mein König, o neig Dich zu mir!

Frage: Sehnen Sie sich auch danach Gottes Angesicht zu schauen?

Tipp: Angesichts endzeitlicher Zeichen steigt zunehmend bei Jesus wirklich liebenden Christen die Sehnsucht nach Jesu Kommen. Man hört auch weltweit von häufigeren Gebetsversammlungen bei hingegebenen Gotteskindern, was ein geistlich sehr gutes Zeichen ist. Machen auch Sie mit! Suchen Sie das Gebet und den Kontakt mit Jesus Christus zu intensivieren – ob im stillen Kämmerlein oder in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen! Es wird Ihnen zum Segen sein!

Bibelarbeit mit Arbeitsblättern über das Johannesevangelium

Inhalt

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Arbeitsblatt ohne Antwort

Arbeitsblatt OHNE Antworten

(als PDF)
Arbeitsblatt mit Antwort für den Bibelkreisleiter

Arbeitsblatt MIT Antworten

(als PDF)

 

32. Der Entschluss zur Tötung Jesu


Hoherrat beschließt Tötung Jesu
Hintergrundinformationen

Da versammelten die Hohenpriester und Pharisäer den Hohen Rat (V. 47): Der Hohe Rat (griech. Synedrion) war die oberste religiöse, rechtliche und politische Instanz Israels . Ihm gehörten insg. 71 berufene Mitglieder aus Priestern, Ältesten und Schriftgelehrten an, wobei der amtierende Hohepriester den Vorsitz hatte. Unter den Römern war die Funktion weitgehend auf religiöse Angelegenheiten beschränkt.
Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen. (V. 47): Die Pharisäer zögerten aus religiösen Motiven mit einem Urteil (siehe auch Apg. 5,35-39), zumal sie Zeichen gefordert hatten (z.B. Joh. 2,18; Matth. 16,1) und sogar eine Totenauferweckung nach 4 Tagen erlebten. Der Hohepriester hingegen war ganz politisch eingenommen.
kommen die Römer und nehmen uns Tempel und Macht über das Volk (V. 48): Sie hatten Sorge um einen Verlust der eigenen Machtstellung. Gerade das passierte aber 70 n. Chr.: Der 'Friedefürst' Jesus Christus (Jesaja 9,5) wurde abgelehnt, statt dessen fand ein derartiger geistlicher und gesellschaftlicher Abstieg bis hin zu einem furchtbaren Bürgerkrieg mit gleich 3 Parteien innerhalb von Jerusalem statt (während draußen die Römer angriffen), das der jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus schreiben musste (Geschichte des Jüdischen Krieges, 5.Buch,Kap.1): 'Hast du dergleichen, unseligste der Städte, von den Römern erfahren müssen? Nein, sie kamen nur, um die Greuel deiner eigenen Kinder zu sühnen! Denn Gottes Stadt warst du nicht mehr und konntest es nicht bleiben ... Vielleicht dass du einmal wieder bessere Tage siehst, wenn du den Gott, der dich zerstörte, versöhnt hast!'
Kaiphas (V. 49): Er war einer der Schwiegersöhne des Hannas (Joh. 18,13) und von 18 bis 37 n. Chr. Hohepriester. Nach dem AT übte ein Hohepriester sein Amt auf Lebenszeit aus, die Römer besetzten die Stelle jedoch bei Bedarf neu.
nach Ephraim (V. 54): Der vermutlich kleine Ort Ephraim lag ca. 20 km nordöstlich von Jerusalem.
Passafest (V. 55a): Nach 4. Mose 9,13 musste jeder im Volk Gottes das Passafest feiern, sonst sollte er ausgerottet werden! Ausnahme waren nur Reisen und Unreinheit.
das sie sich reinigten (V. 55): Vor dem Passafest (Pessach) gab es eine Reinigungszeremonie. Wer z.B. durch Berührung eines Leichnams rituell unrein geworden war, musste sich durch eine Eintauchung reinigen. (4. Mose 9,10-11) Die Reinigung konnte auch 7 Tage dauern (4. Mose 31,19-20)


Text:    Joh. 11,46-57

Fragen & Gesprächsimpulse


Hat das persönliche Erleben von großen Wundern immer Glauben zur Folge? Falls nicht, warum? (V. 45-46)

>> Antwort: Hier hatte es sogar Ärgernis verursacht (Anschwärzung bei der Obrigkeit). Wer sich gegen Jesus festgelegt hat sucht und findet selbst bei Wundern Gründe gegen ihn (siehe Matth. 12,24). Menschen die noch am Suchen sind, sind hingegen meist offener und unvoreingenommener. Wahre Umkehr kommt aber immer von innen durch Sündenerkenntnis und kann nie durch Wunder alleine entstehen! (Lukas 16,31 + 18,13, Joh. 16,8)

Was war die Hauptsorge und Gesinnung der Pharisäer? Wie hätten wir uns verhalten? (V. 47-48)

>> Antwort: Ihre Sorge war ein 'Irrglaube' im Volk, politische Probleme, vor allem aber Verlust Ihrer Machtstellung (V. 48: 'nehmen UNS Land und Leute').
Unser Verhalten: Hätten wir auch an unser Wohlergehen gedacht oder Gottes Willen erforscht und getan?

Was bedeutet es, daß Jesus starb, damit nicht alle Menschen verderben müssen? (V. 50-52)

>> Antwort: Der Hohepriester sah es zwar politisch, jedoch geschah Jesu Sühneopfer für unsere Schuld, damit wir Gnade empfangen können. (siehe auch Jesaja 53,6 und Römer 5,18)

Gebraucht Gott nur bestimmte Personen um seinen Plan auszuführen? Könnte er auch mich gebrauchen? (V. 51)

>> Antwort: Gott kann in Seiner göttlichen Weisheit Jeden gebrauchen - zum Teil weiß man es noch nicht einmal! Der Hohepriester wurde hier aufgrund seines Amtes gebraucht, genauso wie z.B. Nebukadnezar (Jeremia 43,10). Von Gott gebraucht zu werden hat aber nicht unbedingt etwas mit dem Seelenheil zu tun!

Hatte Jesus Angst, der himmlische Vater könnte ihn nicht beschützen? (V. 53-54)

>> Antwort: Für Jesus war die Zeit noch nicht gekommen (siehe auch Joh. 7,8). Grundsätzlich kann man sagen: Wir sollen Gott nicht versuchen und uns ohne Gottes Auftrag selbst in unnötige Gefahr bringen. (Matth. 4,6-7)

Warum gingen die Juden schon vor dem Fest nach Jerusalem? Was lernen wir daraus? (V. 55)

>> Antwort: Um auch entsprechend den Vorschriften die nötige Reinheit zu haben. Gott ist heilig, daher müssen wir uns auch von Jesu Blut reinwaschen lassen um eine enge Beziehung zu Gott zu bekommen.

Kann man das Verhalten eines geistlichen Menschen voraussagen? (V. 56-57)

>> Antwort: Nein, da ihn Gottes Geist führt! (siehe Johannes 3,8) Um so mehr ein Mensch im Gehorsam lebt und vom Geist Gottes regiert wird, um so 'untypischer' (kein Gewohnheitsverhalten) ist sein Verhalten!



 

Die persönliche Frage:

Die Pharisäer störten sich so sehr an Jesu Lehre und Verhalten, daß sie ihn aus ihrem Lebensbereich beseitigen wollten.
Bin ich bereit, Jesus in meinem Leben wirken zu lassen wie ER will -
oder darf er mein Leben und meinen Tagesablauf nicht "stören" und verändern?


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