Jesus Christus kam als Bote zu uns

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Bibel (Alte u. Neue Testament): Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.11.2017

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Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Hebr. 13,14

Meine Heimat ist dort in der Höh,
wo man nichts weiß von Trübsal und Weh,
wo die heilge unzählbare Schar
jubelnd preiset das Lamm immerdar.

Frage: Suchen Sie irdische Freuden und vergängliche Ziele – oder vorrangig die zukünftige, ewige Heimat?

Tipp: Interessanter Weise ist die Jahreslosung für 2018 mit Off. 21,6 dem Bibelabschnitt über den neuen Himmel und die neue Erde entnommen. Angesichts der vielen Zeichen erwarten Christen weitweit Jesu Kommen mit der Entrückung, womit die Heilsgeschichte Gottes in ein neues Stadium eintreten und die Erfüllung von Off. 21,6 näher rücken wird. Aber egal wie lange wir noch hier auf Erden verweilen werden, immer sollte ein Gotteskind das Ziel der zukünftigen, himmlischen Heimat vor Augen haben!! Unbeschreibliche Herrlichkeiten hat Gott denen verheißen, die dort einziehen dürfen! Lasst uns Jesus Christus entsprechend treu dienen, ihn mit ganzem Herzen lieben und diesem herrlichen Ziel entgegen streben!

Bibelarbeit mit Arbeitsblättern über das Johannesevangelium

Inhalt

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Arbeitsblatt ohne Antwort
Arbeitsblatt OHNE Antworten
Arbeitsblatt mit Antwort für den Bibelkreisleiter
Arbeitsblatt MIT Antworten

 

62. Petrus und Johannes


Jesus am See Tiberias
Hintergrundinformationen

hast du mich lieb (V. 15-17): Im griechischen gibt es drei Worte für „Liebe“: Agapao = inbrünstige, selbstlose Liebe, wie Gott uns liebt; phileo = freundschaftliche Liebe; eros = geschlechtliche Liebe. Die ersten beiden Male benutzt Jesus „agape“ – beim letzten mal hingegen „phileo“
du weißt … lieb habe (V. 15-17): Petrus antwortet immer mit „phileo“ d.h., dass er Jesus „nur“ wie einen guten Freund lieb hat.
sich gürten (V. 18): Man band sich das lose herunterhängende Gewand mit einem Gürtel hoch um ungehindert gehen zu können. Es ist somit das gehen und reisen gemeint.
Hände ausstrecken (V. 18): Geschichtsquellen bestätigen, dass Petrus gekreuzigt wurde und somit seine „Hände ausstreckte“.
mit welchem Tod er Gott preisen würde (V. 19): Petrus soll Mitte der sechziger Jahre in Rom mit dem Kopf nach unten hängend gekreuzigt worden sein (er bat um diese Stellung, weil er sich als unwürdig ansah in der gleichen Stellung wie sein Herr gekreuzigt zu werden). Da das Johannesevangelium später verfasst wurde, war Johannes wie auch den Lesern der Märtyrertod des Petrus bekannt.
nicht fassen (V. 25): Hier ist das gleiche griechische Wort verwendet, wie in Matth. 19,11: „nicht alle fassen dieses Wort“. Es geht also um „erfassen“ bzw. das Erkennen der Bedeutung und um ein Verständnis dafür (das bloße „anfassen“ ist in Kol. 2,21 im Griechischen komplett anders geschrieben).

Text:    Joh. 21,15-25

Fragen & Gesprächsimpulse


Warum sprach Jesus den Simon mit „Sohn des Johannes“ anstatt „Petrus“ an? (V. 15)

>> Antwort: Es war das erste bzw. einzige persönliche Gespräch Jesu mit Petrus nach dessen Verleugnung. Daher hatte die Anrede eine besondere Bedeutung! Weil es damals keine Nachnamen gab, nannte man auch oft zusätzlich den Namen des Vaters, um Verwechslungen auszuschließen. Hier hätte Jesus aber Petrus auch als „Simon Petrus“ ansprechen können. Jesus verzichtete aber auf das „Petrus“ (griech. Petros = Stein; nicht zu verwechseln mit „Petra“ = Fels) und wählte die Abstammungsform: „Du bist ein Sohn des Johannes“. Damit ist der Fokus nicht mehr auf Petrus allein gerichtet – und erst recht nicht auf den Begriff „Stein“ (steht für „fest“) und das Messiasbekenntnis (Matth. 16,16-17), welches das Fundament der Gemeinde sein soll (Matth. 16,18; Jesaja 26,4) und weswegen Jesus einst Petrus gelobt hatte (und bei dem Petrus nun versagt hatte). Somit klingt hier auch eine etwas demütigende (und degradierende) Anrede an!

Fragte Jesus 3x das Gleiche? (V. 15-17)

>> Antwort: Nein, Jesus ging stufenweise mit seinen, in den Fragen mitklingenden Erwartungen „runter“: Zuerst fragte er Petrus, ob er ihn (wirklich) mehr als die anderen liebt (siehe hierzu Matth. 26,33), und dass zudem mit einer göttlichen Agape-Liebe (siehe oberstes Gebot: von ganzem Herzen und allen Kräften sollen wir Gott lieben; Markus 12,30). Beim zweiten Mal fragte er nur noch nach der Agape-Liebe und beim dritten Mal schließlich, ob er ihn „nur“ mit „Phileo“ (freundschaftlichen Liebe) liebt – und nicht mehr.

Welche Aussage findet sich in den Antworten von Petrus? (V. 15-17)

>> Antwort: Petrus liebte Jesus nur als Freund – darum konnte er auch Jesus verleugnen! Bei der letzten Antwort gab Petrus zu, dass ihn Jesus durchschaut hatte, denn er „wurde traurig, weil Jesus ihn beim dritten Mal fragte, ob er ihn (nur) als Freund liebt“ und antwortete: „Du weißt alle Dinge, du weißt auch, dass ich dich (nur) als Freund liebe!“

Was will Jesus durch die dreimalige Frage bezwecken? (V. 15-17)

>> Antwort: Petrus hatte Jesus auch dreimal verleugnet (Joh. 18,17-27) (und erhält nun dreimal die Chance sich zu ihm zu bekennen). Hier findet nun das entsprechende seelsorgerliche Gespräch Jesu mit Petrus statt. Bemerkenswert ist, dass Jesus nicht die Verleugnung erwähnt, sondern alleine die URSACHE ans Licht bringt: Er machte den Mangel an Liebe offenbar, indem er Petrus mit Fragen in die Enge trieb. Petrus hatte letztlich keine andere Chance als die Wahrheit der mangelnden Liebe zuzugeben, denn Agape-Liebe ist selbstlos – und das war Petrus bei der Verleugnung nicht gewesen. Das Jesus nicht die Sünde sondern die Ursache erwähnt zeigt zweierlei: Es geht Jesus nicht um die Sünde, sondern um die Ursache die behoben werden muss! Zum anderen zeigt Jesus die „eigentliche“ Sünde auf: „Gott nicht mit ganzem Herzen und allen Kräften (Agape) zu lieben“ ist DIE Sünde – alles Andere sind „nur“ die Folgen! Daher heißt es auch: „Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht“ (1. Joh. 3,6). Somit ist das oberste Gebot (Matth. 22,37) auch wirklich das wichtigste – ja, DAS Gebot Gottes!

Welchen Kommentar gab Jesus auf die Antworten des Petrus? (V. 15-17)

>> Antwort: Er sollte weiterhin Gottes Gemeinde (wie in Matth. 16,18-19 ausgesprochen) leiten und sich um sie sorgen – obwohl er Jesus vor nicht langer Zeit verraten hatte (Joh. 18,25) und ihn nur freundschaftlich liebte. Dies ist umso erstaunlicher, weil die Grundlage der Gemeinde gerade das feste („Stein“=Petros) Bekenntnis zu Jesus Christus (siehe Matth. 16,18) ist. Petrus ist somit keinesfalls ein „Fels“ wie Jesus Christus (was kein Mensch sein kann – auch kein Petrus, wie die Verleugnung bewies), auf dem ein Gemeindebau möglich wäre, er darf aber als kleiner „Stein“ (Petros) wirken und „Hirte“ sein. Ein Hirte muss aber wiederum selbstlos seine Schafe lieben (Psalm 23) und notfalls sein Leben für sie geben (Joh. 10,11). Dieses Bild des Gemeindeleiters als ein Hirte greift Petrus in seinen Briefen dann auch selbst auf (1. Petrus 5,1-4). Nur durch „tun“ von Gottes Willen (Jakobus 1,22), kann man aber auch geistlich wachsen und seinen Bekennermut beweisen (wie es Petrus später auch tat)!

Warum sagte Jesus dem Petrus voraus, dass er als Märtyrer sterben würde? (V. 18-19)

>> Antwort: Jesus zeigte ihm den Preis für die Nachfolge auf: Es wird ihm sogar einmal das Leben kosten (die Bereitschaft dazu hatte Petrus in Markus 14,31 großspurig bekundet!)! Das Wissen um bevorstehendes Leid lässt einen die „Kosten überschlagen“ (Lukas 14,28). Dann zeigt sich, ob man bereit ist den Preis zu zahlen – und wird sich umso ernsthafter der Sache widmen und den Glauben zu schätzen wissen. Petrus war zudem schnell aufbrausend und neigte zu leichtfertigem Reden („ich werde dich nie verleugnen“; Matth. 26,35) – nun wusste er aber vom bevorstehenden Schicksal, welches ihn zur Ernsthaftigkeit zwang. Gleichzeitig gab ihm Jesus nun die Gewissheit und somit Mut: Du wirst nicht wieder so versagen und mich verleugnen, sondern sogar einst mich bis in den Tod hinein bekennen! Und es gibt noch einen Grund: Petrus wurde als „Hirte“ (siehe V. 15-17) – trotz Verleugnung - von Jesus eingesetzt. Ein Hirte muss aber auch bereit sein für seine Schafe zu sterben (Joh, 10,11+15)!

Warum „ehrt“ und „verherrlicht“ man Gott, wenn man um seines Glaubens willen hingerichtet wird? (V. 19)

>> Antwort: Es zeigt, dass einem Gott so viel bedeutet, dass man das Kostbarste was man hat ihm bereit ist zu opfern: Das eigene Leben (siehe auch Joh. 15,13; Phil. 1,20)! Auch Jesus selbst „verherrlichte“ den Vater, weil er demütig das Leid im Gehorsam erduldete (Joh. 12,23).

Was bedeutet dieses „folge mir nach“? (V. 19 + 22)

>> Antwort: Jesus hatte bereits in Markus 1,16-17 Petrus aufgefordert, ihm zu folgen. Da ging es darum „Menschen zu fischen“. Hier geht es weiter: Petrus sollte nicht nur so ein Glaubensleben wie Jesus führen, sondern ihm sogar bis in den (Märtyrer-)Tod folgen.

Warum fragt Petrus was mit einem anderen Jünger geschehen würde? (V. 21)

>> Antwort: Jesus hatte in Vers 18-19 dem Petrus angekündigt, dass er als Märtyrer sterben würde. Nun will Petrus wissen, ob er alleine so enden würde oder auch andere Jünger, was vermutlich von einem falschen Vergleichsdenken herrührt. Johannes, der Jesus immer besonders nah war, fiel Petrus dabei besonders ins Blickfeld. Gerade erst als „Hirte“ bestätigt, will Petrus offenbar gleich alles wissen und in die Hand nehmen – und schießt dabei über das Ziel hinaus.

Was antwortet Jesus auf die Frage von Petrus? (V. 22)

>> Antwort: Jesus rückt bei Petrus das falsche Denken zurecht über Gottes Pläne mit seinen Kindern mitbestimmen zu dürfen, denn jeder Christ muss sich individuell von Gott leiten lassen. Nur Jesus ist DER wahre Hirte (Erzhirte: 1. Petrus 5, 4)! Wie ein Hirte für die Eigentümer von Schafen auf diese gut aufpassen muss, nicht aber über deren Werdegang entscheiden dürfen, so sollen Gemeindeleiter / Hirten (incl. Petrus) über die ihnen anbefohlenen Geschwister wachen und ihnen helfen – aber in Gottes Pläne mit ihnen dürfen sie sich nicht einmischen, denn das ist Sache des „Eigentümers“ Jesus Christus. Auch sollen wir uns nicht mit anderen Christen in Bezug auf Führung vergleichen, denn Gott hat für jeden einen eigenen Weg, den man im Gehorsam gehen soll (oft schaut man fälschlicher Weise auf andere Christen und versucht etwas zu „kopieren“).

Welches Problem wird hier angesprochen? (V. 23)

>> Antwort: Eine einzelne Aussage wird leider oft losgelöst von dem dazu gesagten betrachtet und dadurch eine andere Aussage daraus gemacht. Johannes wollte eine solche Fehlinterpretation hier klarstellen. Daher ist es wichtig auch immer die Bibel als ganzes zu betrachten.

Was will Johannes hier aussagen? (V. 24)

>> Antwort: Er bezeugt, dass all das vorher geschriebene von ihm persönlich erlebt wurde und alles der Wahrheit entspricht. Damit will er Glaubwürdigkeit erreichen, zumal er mit „wir“ auch weitere Zeugen hinzuzieht, die das gleiche „bezeugen“ können.

Was meinte Johannes mit dem „nicht erfassen“? (V. 25)

>> Antwort: Johannes spricht von einem „nicht begreifen, nicht geistlich einordnen“ (siehe Hintergrundinfo). Gott hält sich nicht ohne Grund mit Offenbarungen zurück. Auch wenn wir Gott erleben sollen wir keinesfalls immer gleich überall davon reden. Jesus gebot sogar mehrfach: „Sagt es niemanden!“ (z.B. Markus 1,44 + 5,43 + 7,36 usw.), und dies aus mehreren Gründen: Wir sollen „Heiliges“ nicht einfach so „vor die Säue werfen, die es zertreten und sich womöglich noch gegen uns wenden“ (Matth. 7,6); Dann die Gefahr des Hochmutes. Deshalb hatte Paulus einen „Pfahl im Fleisch“ (2. Kor. 12,7); Dann: Gott will Bußfertigkeit bewirken – keinen „Wunderglauben“ (Matth. 3,8 + 11,20).

 

Die persönliche Frage:

Wie hätte ich die Frage Jesu "Hast Du mich lieb (agape)?" beantwortet?


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