Jesus Christus kam als Bote zu uns

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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 01.10.2014

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Sind uns die Gebote Gottes eine Last oder eine Freude?

Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen.

Psalm 40,9

Gottes willen zu tun ist richtig,
alles andre null und nichtig.
Sicher gibt es der Wege viel,
doch nur einer führt uns auch zum Ziel.

Frage: Welchen Weg haben wir gewählt?

Vorschlag: Der Satan versuch uns mit vielen verführerischen Wegen auf seine Seite zu locken. "Viele Weg führen nach Rom," sagt ironisch der Volksmund. Jesus aber hat uns unmissverständlich auf den richtigen Weg hingewiesen. Matthäus 7, 13/14: Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind`s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind`s, die ihn finden.

Bibelarbeit mit Arbeitsblättern über das Johannesevangelium

Inhalt

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Arbeitsblatt ohne Antwort

Arbeitsblatt OHNE Antworten

(als PDF)
Arbeitsblatt mit Antwort für den Bibelkreisleiter

Arbeitsblatt MIT Antworten

(als PDF)

 

44. Jesus - der wahre Weinstock


Frucht bringen
Hintergrundinformationen

„Weinstock“(V. 1): Der Weinstock wird vielfach in der Bibel erwähnt und steht in der Verbindung mit Gottes Volk (Israel sowie im NT auch Christen allgemein):
* Israel ist Gottes Weinstock bzw. Weinberg (Jesaja 5,1-7 + 27,2-6; Jeremia 2,21+ 12,10).
* In Matth. 21,33-43 geht es um einen Weinberg, der von schlechten Knechten (Israel) betreut und dann in die Obhut anderer Knechte (Heidenchristen) gegeben wird.
* In Römer 11,17-24 ist der Israelische Ölzweig (vorerst) abgebrochen und an seiner Stelle ein heidenchristlicher Ölzweig eingepfropft worden.
„wahre“ Weinstock (V. 1): Weil Israel als „Weinstock“ nicht die erwartete Frucht brachte (Jesaja 5,1-7; Matth. 21,43) überträgt Jesus dieses Bild auf sich als den „wahren“ Weinstock, der die gewünschte Frucht bringt und Gott gehorsam ist (Joh. 8,29).
„keine Frucht bringt“ (V. 2): griech: „mä“, was einen verneinenden Willen ausdrückt – im Gegensatz zu „ou“, welches nur eine Tatsache beschreibt. Somit kann man auch sagen: „keine Frucht bringen will“. Wer also nur sein eigenes Heil sucht und genießen will, verliert dieses!
„reinigen“ (V. 2): auch „beschneiden“ übersetzbar. Der Weingärtner schneidet überflüssige und Kraft raubende Triebe sowie tote Reben ab, damit eine möglichst große und gute Ernte erzielt wird.
„meine Worte in euch“ (V. 7): griech:“rhemata“ = wirksame, Verhalten bestimmende Worte, die einen zu Tätern von Gottes Geboten machen (im Gegensatz zum griech. „logoi“, welches nur die theoretische Botschaft meinen würde).

Text:    Joh. 15,1-8

Fragen & Gesprächsimpulse


Welche Stellung haben Gott-Vater, Gott-Sohn und Gottes Kinder im Gleichnis? (V. 1-2)

>> Antwort: Der himmlische Vater steht als Schöpfer über allem. Ihm gehört alles und er erwartet mit Recht Frucht. Jesus ist die Basis und Kraftquelle. Ohne ihn kann keine Rebe leben und auch keine Frucht bringen. (1. Tim. 2,5; Joh. 4,14 + 6,68) Gotteskinder sollen durch die enge Beziehung zu Jesus Frucht bringen.

Was erwartet Gott von uns – und was tut er, um dies zu erreichen? (V. 2)

>> Antwort: Gott erwartet viel Frucht von uns. Um das zu erreichen reinigt/beschneidet er die Reben von „Lieblingssünden“ bzw. einem sündigen Wesen (Joh. 13,10; Hebr. 1,3) sowie „unfruchtbaren“ Lauheiten, die ein fruchtbares und sinnerfülltes Leben verhindern. Dies kann schmerzhaft und leidvoll sein (Jesaja 48,10; Daniel 12,10; Sach. 13,5; Hebr. 12,7-11)! Letztlich muss auf der einen Seite eine feste und dauerhafte Verbindung mit Gott bestehen (rund um die Uhr! Siehe auch „Treue“ 1. Kor. 4,2) aus der wir göttliche Kraft empfangen und diese dann weitergeben, um auf der anderen Seite Frucht zu bringen. All dies ist letztendlich auch unser Lebenssinn!

Welche Früchte sind hier gemeint? (V. 2+5)

>> Antwort: Zum einen die geistlichen Früchte die im Leben eines Gotteskindes sichtbar werden: Liebe, Freude, Friede, Geduld usw. (siehe Galater 5,22-23; Lukas 3,8a+10-14). Früchte enthalten aber auch „Samen“ und haben mit „sich vermehren“, also Mission bzw. Menschen zu Jesus zu führen, zu tun (Joh. 4,35-38 + 12,24).

Müssen wir uns anstrengen viel Frucht zu bringen? (V. 2)

>> Antwort: Eine Rebe kann nicht von sich aus Frucht bringen – nur aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus als dem wahren Weinstock heraus (V. 4). Darum sollen wir in erster Linie darauf achten immer in der engsten, von Liebe (Joh. 14,15) geprägten Gemeinschaft mit Jesus Christus zu sein (trennende Sünde meiden bzw. gleich bekennen, Gottes Wort lesen um Gott und seinen Willen besser kennen zu lernen sowie das Gebet d.h. das Gespräch mit Gott pflegen). Wenn wir das tun, wird sich automatisch Frucht einstellen (V. 5).

Kann ein Gotteskind fruchtlos sein und was passiert mit fruchtlosen Menschen? (V. 2)

>> Antwort: Wer Jesus Christus liebt und Kontakt mit ihm hat, bringt automatisch durch diese Liebes-Gemeinschaft Frucht (V. 4-5). Ist der Kontakt aber durch Sünde total gestört (V. 6: nicht in ihm bleiben), bleibt auch die Frucht aus. Es kommt somit auf den Kontakt mit Gott an: Existiert dieser nicht und damit auch keine geistliche Frucht, wird man von Gott verworfen werden (Lukas 3,9 + 13,7). Um so mehr wir Jesus lieben und ihm treu sind, um so enger ist die Beziehung zu ihm und um so mehr Frucht werden wir bringen (Reinigen V. 2)

Wie konnten die Jünger durch Jesu Wort rein werden? (V. 3)

>> Antwort: Jesus ist selbst das Wort (Joh. 1,14) und hat sich für die Reinigung der Gemeinde hingegeben (Eph. 5,25-27). Die Jünger hatten (im Gegensatz zu anderen Menschen die Jesus ablehnten) Jesus und seine Botschaft (diese deckt Sünden auf) bußfertig (Lukas 5,8) angenommen, glaubten daran und handelten entsprechend (1. Petrus 1,22-23 + 2,8; Römer 10,8; Joh. 5,47). Dadurch wurden sie gereinigt (1. Joh. 1,9). Reinigung bedeutet meist auch Leid. Ohne das „Wort“ kann es zur Verbitterung führen, wer aber Gottes Wort demütig annimmt und „Ja Vater“ dazu sagt, lässt sich umformen und reinigen, wächst dadurch geistlich und bringt auch mehr Frucht.

Welche Verheißung gibt Jesus und was ist die Bedingung dafür? (V. 7)

>> Antwort: Wir müssen den engsten Kontakt mit Jesus haben d.h. statt die Sünde zu lieben füllt uns die Liebe zu Jesus ganz aus (bei Sünde ist umgehend eine Reinigung durch Jesus erforderlich; Joh. 13,10). Zudem muss uns Gottes Wort wertvoll und Maßstab im Leben sein bzw. wir leben nach Gottes Wort. Wenn dies zutrifft, geht es uns nicht mehr um eigene egoistische Belange, sondern um Jesus Christus und SEIN Reich. Entsprechend sind unsere Bitten auch im Einklang mit Gottes Willen – und dann dürfen wir auch Gebetserhörungen erwarten und erfahren (wenn auch diese manchmal anders erfüllt werden – letztlich aber besser - als wir dachten).

Wie können wir den Vater im Himmel verherrlichen? (V. 8)

>> Antwort: Indem wir Jesus Christus nachfolgen, seine Gebote halten (Joh. 17,4; Phil. 1,20) und viel Frucht bringen bzw. Gott durch unseren Lebenswandel ehren (Phil. 4,20; 1. Petrus 4,11).

 

Die persönliche Frage:

Welche Früchte findet Jesus bei mir?


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