Jesus Christus kam als Bote zu uns

Die Bibel

Gottes Botschaft

an die Menschheit

Bibel (Alte u. Neue Testament): Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 22.09.2017

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Sehnsucht nach Gemeinschaft mit Gott

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Psalm 42,2-3

Ich suche Dein Antlitz, mein Herz ist bereit,
Herr, wohne und wandle in mir allezeit!
Ich suche dein Antlitz, mich dürstet nach Dir,
mein Gott und mein König, o neig Dich zu mir!

Frage: Sehnen Sie sich auch danach Gottes Angesicht zu schauen?

Tipp: Angesichts endzeitlicher Zeichen steigt zunehmend bei Jesus wirklich liebenden Christen die Sehnsucht nach Jesu Kommen. Man hört auch weltweit von häufigeren Gebetsversammlungen bei hingegebenen Gotteskindern, was ein geistlich sehr gutes Zeichen ist. Machen auch Sie mit! Suchen Sie das Gebet und den Kontakt mit Jesus Christus zu intensivieren – ob im stillen Kämmerlein oder in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen! Es wird Ihnen zum Segen sein!

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15. Heiligkeit und Heiligung aus biblischer Sicht


Fragen & Gesprächsimpulse


Was bedeutet der Begriff 'Heilig'?

>> Antwort: Genau genommen ist nur Gott alleine 'wirklich' heilig (Off. 15,4). Die Heiligkeit erstreckt sich aber auch auf alles was Gott gehört bzw. für Gott abgesondert wird. Dabei kann es sich um Gegenstände, Menschen (z.B. die Erstgeburt die geheiligt bzw. Gott geweiht werden sollte; 2. Mose 13,2), Orte u. v. m. handeln – also letztlich alles, was Gott geweiht wurde (2. Mose 29,37 + 40,9+13; 3. Mose 8,10). Daher wird auch von der Geburtsnacht Jesu als einer 'heiligen Nacht' wie auch 'Weihe-Nacht' (bzw. Weihnacht) gesprochen. Besonders klar kommt die Weihung an Gott durch die eingravierte Aufschrift 'Heilig dem Herrn' auf dem Stirnblatt am heiligen Kronreif des Priesters zum Ausdruck (2. Mose 39,30).
Die Bibel kennt bezüglich Heiligkeit Abstufungen, wie z.B. in 2 Mose 30,29 aufgezeigt wird. Dort ist von hochheiligen Gerätschaften die Rede, wobei jeder, der diese anrührt, dem Heiligtum verfällt. In 2. Mose 26,33 lesen wir vom Vorhang, der eine 'Scheidewand' zwischen dem 'Heiligen' und dem 'Allerheiligsten' bildet. 2. Mose 29,37 beschreibt, wie der Altar im Tempel 'hochheilig' wird: Indem sieben Tage lang an ihm Sühnung vollzogen wird und er geweiht wird. Nach 2. Mose 30,25-29 werden weitere Gerätschaften durch das heilige Salböl hochheilig. Weiter spricht die Bibel von einem hochheiligen Schuldopfer, welches an heiliger Stätte von den Priestern gegessen werden muss um Sühne zu erwirken (3. Mose 7,6-7 + 10,17-18 + 14,13) womit wir auch einen gewissen Bezug zu Jesu Aussage, seinen Leib essen zu müssen (Joh. 6,53-56) und dem Abendmahl erkennen können.
Gott nimmt es sehr genau, weswegen auch zwischen heilig und unheilig klar unterschieden werden muss, wobei heilig auch mit 'rein' und unheilig mit 'unrein' in Verbindung gebracht wird (3 Mose 10,10). Wird hier kein Unterschied gemacht (und dies auch entsprechend gelehrt; Hesekiel 22,26 + 42,23), kann dies das Gericht Gottes nach sich ziehen! So mussten die beiden Söhne Aarons sterben, weil sie ein fremdes (unheiliges) Feuer ins Heiligtum vor Gott brachten (3.Mose 10,1-3). Umgekehrt durfte der Hohepriester das Heiligtum nicht verlassen bzw. sich 'verunreinigen', um das Heiligtum nicht zu entweihen (3.Mose 21,10-12).
Hieran erkannt man, dass nicht nur Gegenstände etc. heilig sein können, sondern auch der Umgang mit diesen von größter Bedeutung ist! Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn Gotteskinder nicht nur als 'Heilig' bezeichnet werden (Römer 1,7; Eph. 1,1; Hebr. 3,1), sondern auch von diesen ein entsprechendes geheiligtes Leben erwartet wird (2. Mose 22,30; 4. Mose 20,10-13; Lukas 1,75; Römer 6,22)!
Werden Gotteskinder und Gott Geweihtes als 'heilig' bezeichnet, so werden Frevler und Lügner (Hes. 21,30+34) und letztlich Gottlose (1. Tim. 1,9) als 'unheilig' bezeichnet, was sich auch auf ein ganzes Volk erstrecken kann (Psalm 43,1). Noch genauer sagt es Hesekiel 42,20. Dort ist von einer Mauer die Rede, welche das 'Heilige' vom 'Unheiligen' trennt. Letzten Endes kann man alles in heilig und unheilig einteilen, da es im Grunde für Gott keinen Mittelzustand gibt, weswegen sich auch Jesus Christus klar gegen Lauheit / Halbheit aussprach und ein 'ganz oder gar nicht' fordert (Off. 3,15b-16).
Wir prüfen uns: Wie gehe ich mit Heiligem und Unheiligem, Reinen und Unreinen um?

Warum sollen wir auch heilig sein?

>> Antwort: So wie es allgemein Königskindern schlecht ansteht sich im Dreck zu suhlen, sondern korrekte Manieren zu haben, so haben auch Gotteskinder nicht mit der Sünde zu spielen und sollen ein geheiligtes Leben führen. Deswegen sollen wir auch für Gott 'heilige Leute' sein (2. Mose 22,30) und z.B. auch der Hohepriester zu Gottes Ehre heilige und zudem herrliche und schöne Kleider tragen (2. Mose 28,2).
Dazu kommt, dass Gott absolut heilig ist. Daher müssen all diejenigen, die in Gemeinschaft mit Gott leben wollen, auch heilig sein (3. Mose 19,2 + 20,26) d.h. sich heiligen (3. Mose 20,7; Epheser 4,24) und heilig bleiben (Off. 22,11b) bzw. sich nicht verunreinigen (3. Mose 11,44-45). Heiligung ist somit notwendig, um sich Gott nahen zu dürfen (Joel 2,16; Jak. 4,8) und Gottes Hilfe und Segen zu erlangen (Josua 3,5 + 7,13).
Daher musste man sich auch heiligen um Gott dienen zu dürfen (Lukas 1,75). Dies kann das Tragen der Bundeslade betreffen (1. Chr. 15,12+14), Gottes Haus zu reinigen und zu weihen (2. Chr. 29,5+15+34) sowie allgemein Priesterdienste (2. Mose 19,22; 3. Mose 21,6-8; 2. Chr. 31,18 + 35,6) tun zu dürfen.
Genauso können wir Gott auch nur in Heiligkeit anbeten (1. Chr. 16,29 + 20,21; 1. Tim. 2,8) und ehren (Psalm 29,2), weil wir mit einem unheiligen Wandel Gottes heiligen Namen schänden würden (Hesekiel 39,7 + 43,7-8; Amos 2,7; Mal. 2,11).
Letztlich werden auch nur die Heiligen die Seligkeit erlangen (Daniel 7,18+22; 2. Petrus 3,11; Off. 20,6). Zudem ist es unsere Bestimmung ein heiliges Volk Gottes und heilige Priesterschaft (1. Petrus 2,5+9) zu sein und untadelig zu leben (Eph. 1,4; 1. Thess. 3,13 + 4,3 + 4,7; Hebr. 12,14; 1. Petrus 1,15-16).
Wir prüfen uns: Bin ich mir der Bedeutung eines geheiligten Lebenswandels bewusst?

Was sagt die Bibel über Gottes Heiligkeit?

>> Antwort: Wie schon erwähnt wurde ist letztlich nur Gott alleine 'wirklich' heilig (Off. 15,4). So stellt Mose die rhetorische Frage, wer überhaupt Gott an Macht und Heiligkeit gleich sei (2. Mose 15,11) und sein Nachfolger Josua stellt fest, dass man Gott wegen seiner absoluten Heiligkeit und der eigenen Sündhaftigkeit eigentlich gar nicht dienen kann (Josua 24,19). Nach Hiob 15,15 ist Gott sogar so heilig, dass die Himmel nicht rein genug vor ihm sind. Die gottesfürchtige Hanna sprach in ihrem Dank- und Lobgesang aus, dass niemand so heilig ist wie Gott – und zeigt damit auf, dass Gottes Heiligkeit unvergleichbar und hoch erhaben ist. Wer dies erkannt hat, wird auch entsprechende Gottesfurcht haben (Sprüche 9,10), die soweit gehen kann, dass man sich fragt, wie man überhaupt vor diesem heiligen Gott bestehen kann (z.B. in 1. Samuel 6,20). Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Gottes Heiligkeit gleich dreifach ('Heilig, heilig, heilig ist Gott') gepriesen und herausgestellt wird (Jesaja 6,3; Off. 4,8) und Gott sogar bei seiner (unabänderlichen und einzigartigen) Heiligkeit schwört (Amos 4,2).
Hinweise auf Gottes Hoheit und Heiligkeit finden wir in der ganzen Bibel (z.B. 2. Könige 19,22; Hiob 6,10; Psalm 22,4 + 47,3; Hesekiel 28,22 + 38,16+23; Daniel 9,4), wobei Gott u.A. auch als der 'Heilige Israels' (z.B. Psalm 71,22 + 78,41; Jesaja 1,4 + 5,19+24) oder allgemein als DER 'Heilige' (z.B. Sprüche 9,10 + 30,3; Jesaja 5,16 + 40,25; Off. 16,5+10) bezeichnet wird.
Neben Gott wird auch speziell Gottes Name (und damit Gott als Person selbst) vielfach als heilig bezeichnet (z.B. 5. Mose 28,58; 1. Chr. 16,10+35 + 29,16; Psalm 30,5 + 33,21 + 97,12 + 103,1; Jesaja 57,15; Hesekiel 20,39; Lukas 1,49). Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass in den Zehn Geboten verboten ist Gottes (heiligen) Name zu missbrauchen (2. Mose 20,7).
Genauso wird auch Jesus Christus als heilig bzw. 'Heiliger' betitelt (Psalm 16,10; Jesaja 10,17 + 41,14 + 43,3+14; Hosea 12,1; Markus 1,24; Lukas 1,35; Apg. 2,27 + 3,14 + 4,27+30; Off. 3,7).
Bekannt ist auch, dass der Geist Gottes als 'Heiliger Geist' betitelt wird (z.B. Psalm 51,13; Jesaja 63,10-11; Matth. 1,18; Markus 1,8; Apg. 2,33 + 5,32). Jesus unterstreicht diese Heiligkeit noch durch die Warnung, dass jede Lästerung (auch gegen Jesus selbst) vergeben werden kann – eine Lästerung des Heiligen Geistes hingegen nicht möglich ist (Matth. 12,31-32; Markus 3,28-29).
Neben Gott selbst wird aber auch Gottes Weg (Psalm 77,14), Gottes Arm (Psalm 98,1) und vor allem Gottes Wort (Psalm 105,42; Jeremia 23,9; Römer 1,2; 2. Tim. 3,15) – daher auch die Bezeichnung 'heilige Schrift' - bzw. Gottes Gebote (Römer 7,12; 2. Petrus 2,21) als heilig bezeichnet.
Wir prüfen uns: Bin ich mir Gottes absoluter Heiligkeit bewusst?

Wie muss unser Verhalten in Bezug auf den heiligen Gott sein?

>> Antwort: Wie wir schon sahen, ist nur Gott absolut heilig (Off. 15,4) bzw. niemand so heilig wie Gott (1. Samuel 2,2). Dem entspricht auch, dass das Hauptgebot Gottes besagt, Gott von ganzem Herzen und allen Kräften zu lieben. Daher muss unser Leben auf Gott hin ausgerichtet sein bzw. Gott zur Ehre dienen und ihn heiligen (Lukas 1,75; Römer 12,1; 1. Petrus 2,5). Dies kann sich auch indirekt in einem innigen Verhältnis unter Gotteskindern bzw. 'Heiligen' durch einen 'heiligen Kuss' zeigen (Römer 13,13 + 16,16; 1. Kor. 16,20; 2. Kor. 13,12; 1. Thess. 5,26). Vor allem zeigt es sich aber in der festen (Bundes-)Gemeinschaft mit Gott. So wird Gottes Gnadenbund mit seinem heiligen Volk als 'Heiliger Bund' bezeichnet (Daniel 11,28+30; Lukas 1,72). Umgekehrt heißt auch die durch Fasten unterstrichene Hinwendung an Gott 'heiliges Fasten' (Joel 1,14 + 2,15) sowie entsprechende Eide 'heilige Eide' (Hesekiel 21,28).
Das Gegenteil ist die 'Entheiligung' Gottes (Hesekiel 36,20-23). So wird in Maleachi 1,12 angeprangert, dass Gottes Tisch und Opfer für nichts geachtet wird. Genauso wird Gott dadurch entheiligt, dass man fremde Menschen mit unbeschnittenen Herzen ins Heiligtum hineinlässt (Hesekiel 44,7) – was auch heute für die Kirchen und Gemeinden genauso gilt. Gerade durch Heuchelei wird Gottes heiliger Name verlästert (Römer 2,21-24).
Wie wichtig Gott seine Heiligung ist sehen wir an Mose, dessen Sünde weniger der Ungehorsam an sich war, sondern (wohl auch gerade wegen seiner Vorbild- und Leitungsfunktion), dass er Gott inmitten des Volks nicht heiligte (5. Mose 32,52) – weswegen er auch das verheißene Land nicht betreten durfte.
Bemerkenswert ist auch, das das 'Vater unser' damit beginnt, dass Gottes Name geheiligt werden soll (Matth. 6,9).
Wir prüfen uns: Habe ich Gottesfurcht?

Gibt es heilige Menschen?

>> Antwort: So wie es heilige Engel gibt (Daniel 4,10; Markus 8,38; Apg. 10,22; Off. 14,10), so gibt es auch heilige Menschen. Da Jesus Christus heilig ist, und die Gemeinde Jesu Leib (Kol. 1,18+24b; Eph. 5,23b) bzw. einen 'heiligen Tempel' bildet (Eph. 2,21), verwundert es nicht, dass die Bibel die Gemeinde bzw. Gottes Volk vielfach als heilig bezeichnet (2. Mose 19,6 + 22,30; 5. Mose 7,6 + 14,2+21 + 26,19 + 28,9; Jesaja 62,12 + 63,18; Jeremia 2,3; Esra 9,2). Das damit ein Volk bzw. eine Gemeinde wahrer Gotteskinder gemeint ist, und nicht lediglich durch Verwandtschaftsverhältnisse etc. zugehörige Menschen, wird in dem Vorwurf Korachs, der die ganze Gemeinde als heilig hielte, was Gott aber klar widerlegte, deutlich (4. Mose 16,3-7+31-35).
Da jedes einzelne Gotteskind heilig ist (2. König, 4,9; Jesaja 4,3; Off. 20,6), wird auch in der Mehrzahl von 'den Heiligen' gesprochen (5. Mose 33,3; 1. Samuel 2,9; 2. Chr. 6,41; Hiob 15,15; Psalm 4,4 + 16,3 + 31,24 + 32,6 + 34,10 + 89,6+8 + 116,15; Hebr. 3,1 + 6,10 u.v.w.). Dabei ist nicht nur der Leib jedes Gotteskindes auch heilig (1. Kor. 3,17 + 7,34) sondern sogar die ungläubigen Ehepartner und Kinder werden durch das Gotteskind mit geheiligt (1. Kor. 7,14).
Zu den Personen die die Bibel als heilig bezeichnet, gehören David (Psalm 89,19-21), Aaron (Psalm 106,16) und Johannes der Täufer (Markus 6,20), aber auch allgemein Menschen die ein Gelübde taten (4. Mose 6,5-8) oder Gott geweiht waren (z.B. Priester, Propheten und Apostel – 2. Chr. 23,6; Esra 8,28+30; Lukas 1,70; Apg. 3,21; Eph. 3,5; 2. Petrus 3,2) sowie die Erstgeburt (sogar an Vieh; 2. Mose 13,2; 4. Mose 18,17; 5. Mose 15,19). Sogar Heidenvölker wurden zur Ausführung von Gerichtshandlungen 'geheiligt' (Jeremia 51,27-28), weil sie in dem Moment Gott dienten.
Letztlich ist jeder Mensch, der Gemeinschaft mit dem heiligen Gott hat bzw. für Gott im Gehorsam lebt / sich ihm weiht, geheiligt, und wer wiederum diesen Menschen deswegen Gutes tut, wird auch einen gewissen Anteil am Segen erhalten (Markus 9,41).
Wir prüfen uns: Gehöre ich zu den Menschen, bei denen man einen heiligen Lebenswandel erkennen kann?

Gibt es heilige Orte?

>> Antwort: Sucht man z.B. im Internet nach 'heiligen Orten', so findet man quer durch alle Religionen und Weltanschauungen Plätze, Bauwerke bzw. Wallfahrtsorte, die Menschen als 'heilig' gelten. Oft handelt es sich dabei auch um Orte, an denen jemand 'Heiliges' (wie z.B. Maria) erschienen sein soll und womöglich Wunder geschehen sind.
Ganz anders ist es bei der Bibel: Wie auch bei allem Anderen wird ein Menschen, Ort oder Sonstiges nur durch Gottes Gegenwart 'heilig'! So betitelt Jakob den Ort an dem er die Himmelsleiter sah als heilige Stätte aufgrund der Gegenwart / Offenbarung Gottes an genau dieser Stätte (1. Mose 28,16-17). Gleiches finden wir bei Mose und dem brennenden Dornenbusch, bei dem Gott sogar ein näheres hinzutreten verbot und Mose seine Schuhe ausziehen musste (2. Mose 3,5). Ähnliches erlebte Josua bei der Erscheinung des 'Fürsten über das Heer Gottes', wo Josua auch aufgefordert wurde seine Schuhe wegen der Heiligkeit des Ortes auszuziehen (Josua 5,15). Später spricht Petrus vom Berg der Verklärung Jesu als einen 'heiligen Berg' (2. Petrus 1,18).
Neben besonderen Offenbarungs-Orten gilt allgemein jeder 'Aufenthaltsort Gottes' (Sacharja 2,17) bzw. Orte wo Gottes Ehre wohnt (Psalm 26,8), als heilig. Solche Orte werden deswegen u.A. auch direkt als 'Heiligtum' bezeichnet (z.B. 2. Mose 28,29; 1. Könige 8,10; Psalm 60,8a + 63,3 + 68,36; 1. Samuel 3,3). Des Weiteren wird Gottes Wohnung (2. Mose 15,13+17 + 25,8; Psalm 46,5 + 68,6) bzw. Gottes Haus (1. Chr. 29,4; Psalm 93,5-6) und Tempel (Psalm 28,2 + 138,2) wie auch 'Gottes Berg' / Zion (Jesaja 11,9 + 56,7 + 57,13 + 65,11+25; Psalm 2,6 + 3,5 + 15,1 + 24,3 + 43,3 + 48,2 + 87,1; Jeremia 31,23; Daniel 9,16) und dadurch auch Jerusalem (Nehemia 11,1+18; Jesaja 27,13 + 48,2 + 52,1 + 64,9-10 + 66,20; Matth. 4,5 + 27,53; Off. 11,2) als heilig bezeichnet.
Einen sehr treffenden Text hierzu finden wir am Besuchereingang der Trinitatiskirche in Bad-Elster, Vogtland/Sachsen, auf einer Tafel: '’Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels!’ Das ist das ehrfürchtige Bekenntnis des Erzvaters Jakob in Bethel. … So sollten auch wir von unserem Gotteshaus, der Kirche, bekennen: Du stehst an einer heiligen Stätte. Hier redet Gott, der Herr, durch sein heiliges Wort. Hier gibt sich Christus selbst in Brot und Wein im Heiligen Abendmahl. … Hier ist der Ort der Anbetung. Denke daran, wenn Du die Kirche betrittst.'
Aber auch das 'neue Jerusalem' wird als heilig gelten (Off. 21,2+19) und darüber hinaus auch das ganze Land Israel sowie Landesteile (Psalm 78,54; Jeremia 31,40; Hesekiel 45,1; Sacharja 2,16), aber auch das Lager von Gottes Volk, welches heilig sein bzw. worin nichts 'Schändliches zu sehen sein' sollte, damit Gott unter ihnen sein konnte (5. Mose 23,15). Neben festen Orten ist auch jeder Ort an dem eine Versammlung von Gottes Volk stattfindet (Gottesdienst) heilig (2. Mose 12,16; 3. Mose 23,2; 4. Mose 28,18+25-26 + 29,1).
Neben irdischen Orten wird natürlich auch der Himmel (Psalm 20,7 + 102,20; Hebr. 9,24) bzw. Gottes himmlische Wohnung (5. Mose 26,15; Jesaja 63,15) und Gottes Thron (Psalm 47,9) als heilig bezeichnet. Gleichfalls wird auch der Berg Gottes, auf den Gott damals Satan setzte, als dieser noch ein glänzender, schirmender Cherub war, als heilig bezeichnet (Hesekiel 28,14). Gleichfalls nennt die Bibel – aus dem Blickwinkel der Heiden gesehen - auch Götzendienst-Stätten 'heilig'. Diese sollen jedoch zerstört werden (5. Mose 12,2-3).
Wir prüfen uns: Was ist mir wichtig: Der 'heilige' Ort oder Gott, der den Ort erst heilig macht?

Gibt es heilige Zeiten?

>> Antwort: Schon im bei der Schöpfung legte Gott einen besonderen, geheiligten Tag fest: Den siebten Tag (1. Mose 2,3) welcher auch als 'heiliger Sabbat' benannt wird (2. Mose 16,23 + 20,8+11 + 35,2; 5. Mose 5,12; Nehemia 9,14; Jesaja 58,13; Jeremia 17,22+24+27).
Neben dem regelmäßigen, wöchentlichen Sabbat kennt die Bibel auch weitere 'heilige Festtage' im Jahresverlauf (Esra 3,5; Nehemia 10,32; Jesaja 30,29), die auch situationsbedingt einberufen werden können (Nehemia 8,9-11).
Es gibt aber auch komplette 'heilige Jahre'. So spricht 3. Mose 25,10+12 vom fünfzigsten Jahr als einem Erlassjahr.
Letztlich ist aber jede Zeit die wir Gott weihen (wie z.B. die 'Stille Zeit') eine heilige bzw. geheiligte / gottgeweihte Zeit. Darum sagte auch Jesus 'Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich selbst mitten unter ihnen!' (Matth. 18,20)
Wir prüfen uns: Achte ich den siebten Tag?

Gibt es heilige Gegenstände?

>> Antwort: Wie auch bei allem anderen gilt hier: Alles was für Gott bzw. für den Dienst für Gott abgesondert wurde ist damit geheiligt.
Dies traf im AT besonders auf die für den Gottesdienst bestimmte (Amts-)Kleidung wie z.B. Schurz, Obergewand, Untergewand, Gürtel, Kopfbund etc. zu, die daher als 'heilige Kleider' bezeichnet wurden (2. Mose 28,4 + 29,6+29 + 31,10 + 35,19), aber auch auf alles was sonst zum Haus Gottes gehörte bzw. für den Gottesdienst benötigt wurde. So gab es 'heiliges Salböl' (2. Mose 30,31 + 35,25 + 37,29) durch das alles damit gesalbte wie Stiftshütte, Bundeslade, Leuchter, Räucheraltar etc. sogar 'hochheilig' wurden (2. Mose 30,25)! Darüber hinaus gab es 'geheiligtes Wasser' (4. Mose 5,17), 'heiliges Brot' (Schaubrote; 1. Samuel 21,5+7), sowie 'heilige Geräte' (4. Mose 10,21 + 31,6; 1. Chr. 9,29), 'heilige Lose' (4. Mose 27,21) sowie 'heiligen Schmuck' zur Anbetung Gottes (Psalm 96,9).
Aber auch Gaben an Gott waren heilig (3. Mose 22,2). So waren Opfer wie z.B. Tieropfer (2. Mose 28,38 + 29,33; 3. Mose 27,9) heilig, wobei von einigen Opfern sogar den Priestern ein Anteil zustand (4. Mose 18,8+11+19). Aber auch das eigene Haus (3. Mose 27,14) konnte man Gott geloben sowie Kriegsbeute Gott heiligen (2. Samuel 8,11 + 12,19).
Bekannt ist auch der Zehnte, welcher auch als heilige Abgabe bezeichnet wurde (3. Mose 27,30-33; 4. Mose 18,27-32; 5. Mose 12,6+26; Nehemia 12,47; Maleachi 3,10). Auch Speise kann durch Gottes Wort und Gebet geheiligt werden (1. Tim. 4,5).
Wir prüfen uns: Habe ich Achtung vor allem Geheiligtem?

Wie soll der Umgang mit Geheiligtem sein?

>> Antwort: So wie wir Gott fürchten sollen (z.B. 2. Mose 18,21; 5. Mose 10,20), so sollen wir auch einen tiefen Respekt vor allem was heilig ist haben (3. Mose 19,30 + 26,2; Hesekiel 22,8; 2. Chr. 8,11; Hesekiel 48,14) und es keinesfalls entheiligen (3 Mose 22,32; - siehe hierzu auch 'Vater Unser' Matth. 6,9).
So gebietet auch Gott einen Unterschied zwischen Heiligem bzw. Reinem und Unheiligem bzw. Unreinen zu machen (Hesekiel 22,26). Gerade Priester sind dazu aufgefordert das Volk dies auch zu lehren (Hesekiel 44,23). Räumliche Trennungsanweisungen hierzu finden sich gerade in Bezug auf den Tempel (Hesekiel 42,20 + 44,19 + 46,20). Auch dürfen nur gesalbte Priester heilige Kleider tragen (3. Mose 16,32), die heilige Salbe dazu nicht anders verwendet und auch nicht nachgemacht werden (2. Mose 30,31-32). Zudem durften sich nur wahre Gotteskinder Gott und dem Heiligtum nahen (Hesekiel 44,9+13).
Geheiligtes zu entheiligen ist Sünde (Hesekiel 23,38-39 + 44,7) und muss ggf. sogar mit dem Tod bestraft werden (3. Mose 19,8+20,3) - wiewohl Gott auch selbst als Strafgericht heilige Orte zerstört und damit entheiligt (Hesekiel 24,21). Sollte es aber nur versehentlich dazu gekommen sein, dass man sich am Heiligen versündigte, bietet Gott die Möglichkeit ein Schuldopfer dafür zu bringen (3. Mose 5,15).
Das wir einen tiefen Respekt vor allem was heilig ist haben sollen lässt die Bibel an vielfältigen Umständen erkennen, was besonders in Bezug auf das Heiligtum deutlich wird. So darf z.B. eine Frau die ein Kind geboren hat in der Zeit der Unreinheit nichts Heiliges anrühren und auch nicht in das Heiligtum gehen (3. Mose 12,4). Der Zugang musste sogar bewacht werden, damit kein Fremder ins Heiligtum ging (4. Mose 3,38). Natürlich durfte der Hohepriester Aaron jederzeit in das Heiligtum gehen, das Allerheiligste jedoch nur zu bestimmten Zeitpunkten betreten, sonst würde sogar er sterben (3. Mose 16,2). Dieses durften selbst die Träger des Heiligtums zur Zeit der Wüstenwanderung nicht betreten oder sehen (4. Mose 4,20) noch anrühren, weil sie sonst sterben würden (4. Mose 4,15) – wie es später bei Usa geschah, der das Heilige vorm Umstürzen retten wollte (2. Samuel 6,6), woran wir sehen wie ernst Gott die absolute Achtung vor Geheiligem ist! Dies wird auch daran erkennbar, dass Priester die das Heiligtum betraten, dieses nicht mit ihrer (geheiligten) Dienstkleidung verlassen durften (Hesekiel 42,14).
Als Weiteres durften weder aussätzige Nachkommen Aarons (3. Mose 22,4-6) noch Fremde oder des Priesters Tagelöhner (3. Mose 22,10) und auch nicht Priestertöchter, sobald sie einen Mann der nicht aus einer Priestersippe stammt heiraten (3. Mose 22,12), Heiliges essen. Und auch wer etwas davon essen durfte musste dies vor Anbruch des neuen Tages tun oder verbrennen (2. Mose 29,34). Andererseits steht das Gebot der Liebe bzw. Nächstenliebe über dem Gebot von heiliger Speise. So durfte David mit seinen Leuten in einer Notsituation heiliges Brot essen (1. Samuel 21,4+7) wie Jesus selbst bezeugte (Matt. 12,3-4).
Jesus wies aber auch darauf hin, sorgsam mit dem heiligen Wort Gottes umzugehen und dies nicht zum Richten anderer Frommer zu verwenden. (Matth. 7,6).
Dass insbesondere der Heilige Geist nicht belogen werden darf, zeigt sich bei Hananias und Saphira, die Gott mit dem Tode bestrafte (Apg. 5,1-10).
Wir prüfen uns: Ehre ich Gott indem ich einen Unterschied zwischen geheiligen und allen anderen Gegenständen mache?

Was können wir tun um geheiligt zu werden?

>> Antwort: In der Bibel finden wir vielfach die Aufforderung uns zu heiligen (1. Samuel 16,5; 4. Mose 11,18; 2. Chr. 30,15+19; Römer 6,22) bzw. dauerhaft heilig und gerecht zu Leben (Off. 22,11). Letztlich kann aber nur Gott selbst heiligen (2. Mose 31,13; 3. Mose 20,8 + 22,9+32; Hesekiel 20,12+37,28; 1. Petrus 1,2). So wurde das Heiligtum durch Gott (1. Könige 9,3; 2. Chr. 7,16+20) bzw. Gottes Gegenwart und Herrlichkeit (2. Mose 29,43-44) geheiligt. Weiter heißt es, dass der Geist Gottes (Römer 1,4; 2. Thess. 2,13), Gottes Wort (Joh. 17,17) wie auch Jesus Christus (1. Kor. 1,30; Epheser 5,26; 1. Thess. 5,23; Hebräer 2,11 + 9,13-14 + 13,12; 1. Kor. 6,11; Hebräer 2,11 + 10,10; Joh. 17,19) heiligt bzw. uns an seiner Heiligkeit Anteil erlangen lässt (Hebräer 12,10). Dadurch kann auch die Gemeinde heilig sein (Epheser 5,27; Kolosser 1,22).
Daneben erwähnt die Bibel aber auch, was wir selbst dazu beitragen können bzw. sollen: Unsere Kleidung waschen (2. Mose 19,10+14) sowie ein reines Herz haben (2. Kor. 7,1) bzw. Gott gehorsam sein (4. Mose 15,40) und gerecht und untadelig leben (1. Thess. 2,10) und mit unserem ganzen Leib Gott in Hingabe dienen (Römer 6,19 + 12,1). Hierzu kann auch zählen, sich von gewissen Menschen abzusondern (2. Tim. 2,21). Beim Hohenpriester wird die Heiligung besonders deutlich: Neben dem Tragen geheiligter Kleidung (2. Mose 28,35) soll er ein Stirnblatt tragen mit der Aufschrift 'Heilig dem HERRN' (2. Mose 28,36).
Gotteskinder können aber auch ihre nächsten Angehörigen heiligen. So lesen wir in Hiob 1,5, wie Hiob seine Kinder heiligte, indem er für jedes einzelne Kind ein Brandopfer darbrachte. Nach 1. Kor. 7,14 ist auch der ungläubige Ehepartner durch den gläubigen Mann bzw. Frau geheiligt. Letztlich muss man selbst heilig sein, um seine Angehörigen heiligen zu können. Dies entspricht auch Jesu Aussage in Joh. 17,19, dass er sich selbst für die Gläubigen heiligt, damit sie auch geheiligt sind.
Wir prüfen uns: Wie wichtig ist es mir einen geheiligten Lebenswandel zu führen?


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