Die Bibel

Gottes Botschaft an die Menschheit

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.01.2022

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Geborgen in Gottes Hand

Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.

Römer 14,8

Hierbei ist eine innige Beziehung zu Jesus gemeint.
Im Leben wie im Sterben sind Christen mit IHM vereint.
Reich gesegnet, weil sie Christus ihren Herrn nennen
und IHN im Alltag ihren Mitmenschen froh bekennen.
Wissend, dass sie Leben und Tod in Gottes Hand geben.
ER wird Seine Kinder zu himmlischen Ehren erheben.

Frage: Fühlst Du Dich insgesamt gestärkt in dem Wissen, dass Jesus Dich im Leben (er)hält und Dich auch im Sterben hindurchtragen wird?

Nachgedacht: Alte Lieder und Choräle tragen sehr tiefsinnige Gedanken und mutmachende Themen in sich: `Wer mein Wort hält (Leben mit Jesus), lebt ewiglich und sieht nicht den Tod (Sterben mit Jesus)` (aus `Fürchte dich nicht, glaube nur` von Elisabeth Aebi)

Weihnachten und das jüdische Fest "Chanukka"
mit Hintergrundinformationen

Seit über 2000 Jahren wird es von den Juden gefeiert: Chanukka - das Fest der Befreiung von den syrischen Besatzern, welches zwischen den 27. November und den 27. Dezember fällt und jedes Jahr für acht Tage gefeiert wird.
Bis heute sieht man an den Fenstern Chanukka-Leuchter mit ihren 9 Kerzen. Ja, 2004 wurde gar ein riesiger Chanukka-Leuchter an der Stadteinfahrt von Jerusalem errichtet (der zu Spenden für Mahlzeiten für bedürftige Kinder aufforderte).
Geht man im "christlichen Abendland" zur gleichen Zeit durch die Strassen, sieht man ebenfalls Lichter und Kerzen an den Fenstern sowie Adventskerzen im Wohnzimmer brennen.
Sind die Ähnlichkeiten nur purer "Zufall"? Gibt es vielleicht sogar eine tiefere Beziehung zwischen den Beiden doch so unterschiedlichen Festen?

Betrachten wir zunächst einmal die geschichtlichen Hintergründe:

Weihnachtsfest - Der Heiland wird geboren

Wohl jeder Mensch der "westlichen Zivilisation" sollte es wohl wissen: All dem Trubel drum herum mit Weihnachtsmann, Tannenbaum, Geschenken usw. zum Trotz - Weihnachten ist ein Freudenfest über die Geburt des Heilandes und Erlösers Jesus Christus. Gott wurde Mensch mit dem Ziel, die Schuld der bußfertigen Menschen auf sich zu nehmen.
Jesaja sagte es schon voraus, das Jesus Christus für uns Sünder zum Opferlamm werden sollte:

Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. Er aber ist aus Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Länge ausreden ? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missetat meines Volkes geplagt war. Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. Aber dem HERRN gefiehl es, ihn zu zerschlagen und leiden zu lassen. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Länge leben, und des HERRN Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen.

Jesaja 53,4-10

Jesus Christus sagte selbst über seinen Auftrag auf der Erde:

Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matth. 20,28

Somit muss man sich immer vor Augen halten: Weihnachten war nur der Start der Mission, das Ziel war der stellvertretende Tod am Kreuz für unsere Sünden!

Doch was hat das nun mit den Kerzen auf den Adventskränzen zu tun - und erst recht mit den Kerzen auf den Chanukka-Leuchtern?
Bevor wir hierfür eine Antwort suchen, betrachten wir zunächst erstmal den Hintergrund des Chanukkafestes

Chanukka und das Ölwunder

Chanukkah ist das Fest der Tempelweihe, mit dem die Juden seit 164 v. Chr. den Sieg der Makkabäer über den syrischen König Antiochus IV feiern.

Doch gehen wir zunächst noch einige Zeit weiter zurück: Alexander der Große brachte mit Waffengewalt die hellenistische Kultur auch ins judäische Land. Die neu gegründete Stadt Alexandria entwickelte sich rasch zu einem stürmischen Kulturzentrum. Zwei Welten prallten aufeinander und die Frage war für die Juden: Wem sollten sie folgen: Athen oder Jerusalem. So wie heute viele Christen dem lauen "Kuschelchristentum" erliegen d.h. fromm und doch voll in der Welt, so war es auch damals: Hellas' Anhänger sind überall zu finden, in allen Kreisen und Ebenen, sogar im Priesterstamm und unter den Tempeldienern.
Doch auch hier gab es Menschen, die dem EINEN Gott treu ergeben waren und sich noch dem alten Judentum des Gesetzes und Überlieferung verpflichtet sahen. Es bildete sich die konservative Partei der Chassidim.
Doch Antiochus IV Epiphanes wollte den Sieg des Hellenismus mit Waffengewalt erzwingen. Der Tempel wurde dem Zeus geweiht und den Juden jegliche religiöse Handlung untersagt. Eine Periode des jüdischen Martyriums setzte ein. 167 vor Christus erheben sich schließlich die Chassidim unter der Leitung des alten Mattathias, vom Priesterstamm der Hasmonäer. Schon im Folgejahr stirbt er, aber an seine Stelle tritt Judas, einer seiner fünf Söhne.
Im Laufe der nächsten drei Jahre vertrieb Judas Makkabi die Syrer aus dem Land. Im Jahr 163 v. Chr., am 25 Tag des Kislew, des neunten Monats des jüdischen Kalenders - auf den Tag genau vier Jahre nachdem Antiochus den Tempel besetzte und diesen in einen Schrein des heidnischen Zeus verwandelte - zog die Armee der Makkabäer in Jerusalem ein und hinauf zum Tempel. Die Hauptschlacht war gewonnen, wenn gleich noch 25 Jahre vergehen sollten, bis die volle politische Unabhängigkeit erreicht war. Jerusalem war gerettet und das Judentum würde weiter bewahrt bleiben!
Nun wurde der Tempel unter allgemeinem Jubel gereinigt und neu geweiht. Überall wurden Lichter angezündet, selbst die Speere im Tempelhof wurden mit Lichtern behängt, so daß der Schimmer der Stadt weit im umliegenden Land gesehen werden konnte. Jetzt kam auch der Augenblick, das "ewige Licht" wieder anzuzünden, jedoch war nur noch ein einziger Krug mit rituell reinem Weihöl erhalten geblieben. Das Öl in solch einem Krug reichte immer nur einen Tag. Doch hier geschah das Wunder, das bis heute gefeiert wird: Das Licht brannte acht Tage lang, bis neues Olivenöl herbeigeschafft werden konnte. Zum Andenken an dieses Ölwunder wurde Chanukka, das Weihnfest, für immer eingeführt. Vom 25 Tag des Kislew an gedenken Juden bis heute des Kulturkampfes gegen den Hellinismus.
Man kann also sagen: Es gab einen Sieg des Lichtes über die Finsternis.

Chanukka-Leuchter

Heute wird das Chanukka-Fest immer noch - vor allem in Israel - gefeiert. Die Kerzen der am Fenster stehenden neunarmigen Chanukkia (Chanukka-Leuchter) werden mit Hilfe der neunten "Diener"-Kerze nach und nach angezündet. Ähnlich den Adventskerzen wird an jedem Tag eine weitere Kerze angezündet. Dazu singt man das "Maos-Zur-Jeschuati"-Lied und ißt Suffganioth, ein in Öl gebackenes Gebäck (ähnlich den Berliner Krapfen).

Die Zusammenhänge zwischen Chanukka und Weihnachten

Ob es das Chanukka-Fest ist oder die Advents- und Weihnachtszeit - bei beiden Festen spielt das Licht eine große Rolle. Ja, Jesus sagte sogar über sich selbst, daß ER das Licht der Welt ist:

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wir das Licht des Lebens haben.

Joh. 8,12

Beim Chanukka-Leuchter gibt es eine "Diener"-Kerze (Schammasch), mit der die anderen Kerzen entzündet werden. Jesus Christus sagte über sich selbst, daß er zu uns kam, um uns zu dienen, und uns Licht zu geben, damit wir wiederum für unsere Mitmenschen ein Licht werden!:

Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung für viele.

Markus 10,45

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

Matth. 5,14

Doch das ist nicht alles. Die ersten Christen stellten einen Zusammenhang zwischen Chanukka und der Geburt des Messias her: Chanukka ist die Feier des irdischen Gebäudes - Weihnachten die Feier des lebendigen Tempels Gottes, der aus dem Himmel auf die Erde herabkam. Jesus selbst bezeichnete seinen Leib mit "Tempel":

Zerstört diesen Tempel, und in drei Tagen will ich ihn wieder aufbauen.

Joh. 2,19

Auch gibt es einen indirekten Zusammenhang: Jesus kam als der "König der Könige" auf die Erde, wie auch die "Weisen aus dem Morgenland" bestätigen:

Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

Matth. 2,2

Mit was wurde aber ein König gesalbt? Mit geweihtem Öl! Bei Chanukka wurde nicht nur Öl verwendet, sondern Gott selbst schenkte auch das so genannte "Ölwunder"!

Sicher lassen sich noch weitere indirekte Zusammenhänge finden, kommen wir jetzt aber zu einem ganz anderen, offensichtlichen Zusammenhang:
Seit dem Ende des 3. Jahrhunderts wurde der 25. Dezember, das Datum, das im Römischen Kalender dem 25. Kislev entspricht, allgemein als Weihnachtstag begangen.

Mittlerweile haben sich bei beiden Festen weitere Traditionen um das eigentliche Fest gebildet. So ist es eine relativ moderne Sitte, sich an Chanukka jede Nacht ein Geschenk zu schenken, was sicherlich aus dem Schenken der weihnachtlichen Tradition entsprungen ist.
Genauso sind Christbaum mit den Kugeln usw., der Weihnachtsmann und die Rentiere, die Schenkerei und vieles mehr bei Weihnachten dazu gekommen, was leider den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes immer mehr verschleiert und zurück drängt.
Gesegnet ist der, der hinter alle dem das eigentliche Weihnachten entdeckt: Gott wurde Mensch um uns zu erretten!
Wohl dem, der mitsingen kann "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit!" - und diesen Heiland in sein Herz aufnimmt!


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