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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.09.2017

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Wir werden auch wie Elia einst entrückt werden!

Er (Elia) sprach: Du hast etwas Schweres erbeten: Wirst du mich sehen, wenn ich von dir hinweggenommen werde, so wird es dir zuteilwerden, wenn aber nicht, so wird es nicht geschehen! Und es geschah, während sie noch miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel.

2. Könige 2,10-11

Elia wusste: Heut wird die Entrückung geschehen,
dann darf er zu Gott in die Ewigkeit eingehen.
Alles kündigt Gott an – so hat Gott es versprochen (Amos 3,7).
Nein: Gott hat Seine Zusagen noch nie gebrochen!

Frage: Erkenne ich die Botschaft welche mit der Entrückung von Elia verbunden ist?

Tipp: Elia spielt eine mehrfache endzeitliche Rolle. So kam er als Wegbereiter Jesus damals wieder, jedoch wurde er von den „Frommen“ nicht anerkannt (Matth. 17,10-12). Auch heute anerkennen viele „Fromme“ nicht die Zeichen, welche vor Jesu 2tem Kommen erscheinen sollen. Das Phänomen des Unglaubens, welches Jesus auch wiederum ankündigte (Lukas 18,8) ist also nicht neu! Alles erfüllt sich vor unseren Augen! Der heutige Bibelvers zeigt aber noch: So wie die Entrückung der Brautgemeinde Jesu durch Zeichen angekündigt wird, wurde auch die Entrückung von Elia angekündigt. Er, Elias und die Prophetenjünger wussten um den Tag: „Weißt du auch, dass der HERR HEUTE deinen Herrn von dir hinwegnehmen wird?“ (2. Könige 2,3). Auch wenn uns der exakte Entrückungstag nicht bekannt ist, so deutet doch alles auf eine Erfüllung in unmittelbarer Kürze hin. Lasst uns daher bereit sein!

60 Jahre Staat Israel - ein Wunder der Treue Gottes

Inhalt

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60 Jahre Staat Israel -
ein Wunder der Treue Gottes

I. Theologische Grundlegung



Israel-Fahne


60 Jahre Staat Israel - ein Wunder der Treue Gottes. Nach 2000 Jahren der Zerstreuung der Juden in fast alle Länder der Erde kehren seit 1882 die Juden zurück in ihre Heimat, nach Eretz ( = Land ) Israel. Am 14.5.1948 hat David Ben Gurion der erste Ministerpräsident Israels den neuen Staat ausgerufen, im Vertrauen auf den Fels Israels, kurz vor Beginn des Sabbat.
Niemals haben die Juden während der 2000 Jahren Diaspora die Hoffnung aufgegeben, eines Tages in ihr Heimatland zurückkehren zu können.Bei dem Pessach-Fest, das jedes Jahr im Frühjahr gefeiert wird, wurde zum Abschluss der Feier jedes Mal von den Feiernden gerufen. “Nächstes Jahr in Jerusalem”. Diese Hoffnung auf Heimkehr bringt der Psalm 126 in wunderbaren Worten zum Ausdruck:

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Dann wird man sagen unter den Heiden: Der HERR hat Großes an ihnen getan! Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. HERR, bringe zurück unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6 Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Psalm 126
Dieser Psalm wurde vor circa 2.500 Jahren im babylonischen Exil gedichtet, das nur 50 Jahre dauerte und das vom Perserköniog Cyros, einem Freund Israels, beendet wurde. Aber seine Aktualität hat dieser Psalm niemals eingebüßt. Er wird heute noch gebetet oder zitiert, wie es z.B. der ehemalige israelische Staatspräsident Ezer Weizmann vor dem deutschen Bundestag vor einigen Jahren getan hat. Denn Israel lebt in seiner Mehrheit ja immer noch im Exil oder auf hebräisch gesagt: in der Galut.

Die zweite viel längere Exilszeit begann für Israel im Jahre 70 n.Chr. , als am Ende des jüdischen Krieges gegen Rom Jerusalem vom römischen Feldherrn Titus erobert wurde und der Tempel angezündet und zerstört wurde. Circa 2 Millionen Juden fanden in dem vierjährigen Krieg den Tod.Viele Juden wurden als Gefangene in die verschiedenen römischen Provinzen verschleppt, darunter auch nach Europa. Ein zweites Aufbäumen Israels gegen Rom fand 135 n.Chr. unter dem falschen Messias Bar Kochba ( = Sternensohn ) statt. Judäa und Samaria waren am Ende des Krieges entvölkert. Nur in Galiläa hielten sich noch jüdische Gemeinden. Jerusalem erhielt vom römischen Kaiser Hadrian einen heidnischen Namen: “Äolia Capitolina”.Und das Land Israel bekam den Namen “ Palästina ”, obwohl es die Philister garnicht mehr gab.Diese beiden Daten: 70 n.Chr. und 135 n.Chr. markieren den Beginn der langen Epoche des Exils der Juden oder auf hebräisch:der Galut , auf griechisch: der Diaspora Israels in fast alle Länder der Erde.

Die Gründung des Staates Israel am Freitag, dem 14.5.48, um 16.00 Uhr nachmittags in Tel Aviv durch David Ben Gurion markiert den Beginn des Endes der Galut der Juden. Seit diesem Tag hat Israel wieder einen eigenen Staat, den Israel völlig souverän verwaltet. Dieses Datum ist in doppelter Weise von heilsgeschichtlicher Bedeutung. Denn nicht nur werden jetzt nach und nach die Gefangenen Zions erlöst, d.h. sie werden vom Gott Israels nach Eretz Israel zurückgebracht wie die Bäche im Südland, d.i. im Negev zur Zeit des Frühregens, sondern der 14.5.48 markiert auch den Beginn des Endes der Gnadenzeit für die heidnischen Völker, also die Zeit der Völkermission. Denn die Gnadenzeit für die Völker ist nach den Worten von Jesus in Lukas 21,24 und den Worten des Paulus in Römer 11 identisch mit der Zeit der Galut Israels. Die Endphase der Galut Israels, in der wir jetzt stehen, bedeutet also auch die Endphase der Völkermission. Mit anderen Worten: Der 14. Mai 1948 ist das Datum für den Beginn der Endzeit.

Die Zerstreuung der Juden in andere Länder entspricht nicht dem ursprümglichen Willen Gottes, u. zw. weder die im sechsten Jahrhundert v.Chr. noch die 2000 Jahre lang währende n.Chr. . Abraham bekommt um das Jahr 1800 v.Chr. die Zusage von Gott ( 1. Mose 13, 14 - 17 ):

Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du bist, ( im judäischen Bergland ) nach Norden, nach Süden , nach Osten und nach Westen.All das Land , das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit.

1. Mose 13,14 - 17

Diese Zusage ewigen Besitzes von Eretz Israel wird von Gott mehrfach wiederholt, gegenüber Isaak, gegenüber Jakob, dann gegenüber Mose und gegenüber Josua. Aber die Zusage steht inbezug auf ihre praktische Verwirklichung unter der Bedingung, dass Israel den Willen Gottes erfüllt, dass es seinem Gott treu bleibt und nicht dem Götzendienst verfällt. Diese Bedingung wurde zwei Mal klar erkennbar nicht eingehalten: erstens in der Königszeit des Staates “Juda” d.i. in der Zeit von Salomo bis zum judäischen König Zedekia, und gleichzeig auch im Nordstaat: “Israel”.Schon 722 v. Chr. wurde der größere Teil der 10 nördlichen Stämme durch den König von Assur verschleppt. Und 597 v. Chr. und 587 v.Chr.wurde ein bedeutender Teil der zwei südlichen Stämme durch den babylonischen König Nebukadnezar nach Babylon verschleppt. . Beide Verschleppungen waren Gottes Gerichte an seinem geliebten Volk.Israel.Während das babylonische Exil ein Ende fand, sind die 10 nördlichen Stämme zum Teil verschollen.

Israel hat ein zweites Mal dem Willen Gottes deutlich widersprochen, als es die Predigt von seinem gekreuzigten und auferstandenen Messias Jesus im ersten Jahrhundert n.Chr. zurückwies. Die Folge dieser Zurückweisung der Predigt von Jesus war , dass Israel für beinahe 2 Jahrtausende das Exil auf sich nehmen musste.Aber diese Zeit war von Gott für die Völkermission vorgesehen, vgl. dazu Jesu Aussage in Lk. 21,24.

Die Exilszeiten waren also Gott - gewollt. In Israels Geschichte gibt es keine Zufälle, denn Israel ist Gottes auserwähltes Volk, das Heilsvolk, in dessen Geschichte sich Gott der Schöpfer der Welt geoffenbart hat und durch dessen König Jesus Gott die von ihm abgefallene Welt rettet.

Weil das Land dem Volk Israel zu ewigem Besitz gegeben worden ist, musste Israel eines Tages wieder heimkehren, die Gerichtszeit musste ein Ende finden, denn sonst würde Gott sein eigenes Wort gegenüber Israel brechen. Daher gibt es im AT etwa 50 Verheissungen über das Ende der Galut, über Israels Heimführung aus allen Ländern der Erde. Die Verheissung eines Staates Israel am Beginn der Endzeit wird im AT so oft ausgesprochen, dass es unmöglich ist, über diese Verheissungen hinwegzusehen.

Eine der vielen Verheissungen lautet:

Ich wende das Geschick meines Volkes Israel. Sie werden die verödeten Städte aufbauen und bewohnen und Weinberge pflanzen und deren Wein trinken und Gärten anlegen und deren Frucht essen.Ich pflanze sie in ihr Land ein. Und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht der Herr, dein Gott

Amos 9, 14 und 15

Die Gründung des Staates Israel am 14.5.48 entspricht also dem Willen Gottes, der der Gott Israels und der Vater Jesu Christi ist. Er ist der alleinige Herr der Geschichte Israels wie der ganzen Welt. Wer dies nicht erkennt, der kennt die Bibel nicht und der kennt auch nicht die Treue und die Liebe Gottes zu seinem Volk .


Autor: Pfarrer i. R. Hans-Christoph Gensichen


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