Die Bibel

Gottes Botschaft an die Menschheit

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 01.12.2020

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Wer sich des Herrn freut, betet Ihn auch an!

Der Gerechte wird sich des HERRN freuen und auf ihn trauen, und alle frommen Herzen werden sich seiner rühmen.

Psalm 64,11

Bin ich Sünder auch noch so schlecht:
Christi Blut macht mich ganz gerecht,
wenn ich mich zu Ihm bekehre
und glaub fest an Seine Lehre!
Anbetend knie` ich vor Ihm nieder
und bring Ihm lobend meine Lieder!

Frage: Mündet unsere Freude am Herrn in Anbetung, Lob und Dank?

Anregung: Wenn wir wirklich gerecht und frommen Herzens sind, wenn wir Gott tatsächlich trauen, dann beten wir Ihn an, denn wir wissen: Unsere Gerechtigkeit, unsere Frömmigkeit ist von Gott! Und wer Gott traut, der erlebt, wie Gott ihn durchträgt und durchgetragen hat und dankt Ihm selbstverständlich dafür!

Wessobrunner Gebet



Originaltext:

„Dat gafregin ih mit firahim firi uuizzo meista
Dat ero ni uuas noh ufhimil
noh paum noh pereg ni uuas
ni [...] nohheinig noh sunna ni scein
noh mano ni liuhta noh der mareo seo

Do dar niuuiht ni uuas enteo ni uuenteo
enti do uuas der eino almahtico cot manno miltisto
enti da uuarun auh manake mit inan
coot lihhe geista enti cot heilac [...]

Cot almahtico, du himil enti erda gauuorahtos
enti du mannun so manac coot forgapi
forgip mi in dina ganada rehta galaupa
enti cotan uuilleon uuistom enti spahida enti craft
tiuflun za uuidarstantanne enti arc za piuuisanne
enti dinan uuilleon za gauurchanne“


Aus Elias von Steinmeyer, Die kleineren Althochdeutschen Sprachdenkmäler, Seite 16


Eine Übersetzung:

Das erfragte ich unter Menschen als Wunder größtes:
Daß die Erde nicht war noch der Himmel,
noch Baum, noch Berg nicht war,
nicht irgendein Stern noch die Sonne nicht schien,
noch der Mond nicht leuchtete, noch der glänzende See.

Als da nichts war, nicht Ende noch Anfang,
und da war der eine, allmächtige Gott, der Männer mildester.
Und da waren auch viele mit ihm,
göttliche Geister, und der heilige Gott.

Allmächtiger Gott, du hast Himmel und Erde erschaffen
Und dem Menschen so manches Gut verliehen:
Gib mir in deiner Gnade den rechten Glauben
Und guten Willen, Weisheit und Klugheit und Kraft
, den Teufeln zu widerstehen und das Arge zu meiden
und deinem Willen zu folgen.



Das war die Sprache von Menschen, die lange vor uns auf Erden gelebt haben und mit dem einen oder anderen, heute unter uns Lebenden möglicherweise nahe verwandt waren. Vielleicht war es einer der Vorväter unserer Großväter, der das geschrieben hat?

Dieser Text des Wessobrunner Gebetes ist mir vor vielen Jahren während einer Bahnfahrt aufgefallen. Abgedruckt war das Gebet in einer Zeitschrift die man damals in der Bahn liegen sah. Es stammt, so wird berichtet, aus dem 8. Jahrhundert.

Ich habe diesen Text damals ausgeschnitten und bewahre ihn bis heute auf. Es hat mich sehr begeistert, dass die Althochdeutschen mit ihrer heute schwer verständlichen Sprache, unserer Denkweise nicht fremd waren. Ihre Denkweise ist mir heute zumindest in der Übersetzung sehr gut verständlich. Die wenigen Zeilen des Betenden berichten von einem Schöpfergott und beinhalten viel vom Schöpfungsbericht unserer Bibel. Man wusste also schon damals von einem Schöpfer und seiner vollkommenen Schöpfung. Woher auch immer, nur der Gelehrte dieser Zeit konnte die alten Schriften der Bibel lesen.

Mit modernster Wissenschaft versucht man in unserer Zeit die Entstehung, man nennt es nicht mehr Schöpfung, zu ergründen. Ein Schöpfer scheinbar, hat da keinen Platz mehr. Die Zeit in der wir heute leben, die „Zeit“, auch die vierte Dimension genannt, hat einen Anfang und ein Ende. Versteckt war alles, die Zeit und die Materie, aus der wir auch bestehen, in einem Zündholzkopf großen Gebilde, so will man es in unseren Tagen wissenschaftlich definiert haben. Ohne Zeit gibt es keine Materie und die Materie unterliegt den Gesetzmäßigkeiten der Zeit. Dieser Streichholzkopf wurde zu dem unergründlich großen Universum in dem wir leben, so lautet die These der Wissenschaft. Und wo war dann der kleine Kopf des Zündholzes, auch da muss ein, dem Zündholz umgebender Raum gewesen sein. Denn wie kann man einen Körper, jenen des Zündholzes definieren, wenn ein umgebender Raum nicht da ist? Meine Wenigkeit, versteht nicht viel von der hohen Gelehrsamkeit der Naturwissenschaften, aber es interessiert mich nun doch brennend, wer denn einst das Streichholz angezündet hat, denn es war ja niemand da oder notwendig das zu tun, so die Wissenschaft. Wenn man nun diesen Gedanken vom Zündholz weiterspinnen will, ist es offensichtlich: dieser Streichholzkopf muss die Information aller Naturgesetze beinhaltet haben. Wie kommt das alles da in unseren kleinen Selbstzünder hinein?

Nach meiner Erfahrung hat noch kein Streichholz gebrannt, es sei denn es wurde angezündet. Auch ich als Person, alles Leben und auch die wunderbar sich ineinander einfügenden Naturgesetze würden jenen Informationen aus dem besagten Streichholzkopf entsprechen. Ein Erdenbürger der entwickelt und baut, also schöpft, man nennt das Tun der Menschen auch Wertschöpfung, bedient sich dabei der vorhandenen Schöpfung. Der eigentliche Schöpfer, schöpft aber aus dem Nichts, man könnte auch noch sagen, aus dem absoluten Nichts. Welchen Nutzen hätte es aber das Nichts noch zu steigern.

Johannes der Evangelist schreibt in seinem Evangelium im ersten Satz:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei GOTT, und das Wort war GOTT. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ward durch dasselbe, und ohne dasselbe ward auch nicht Eines was geworden ist.“

Joh. 1,1

Der Schöpfer schöpft durch das Wort. Also verbirgt sich nun alle Information in dem besagten Wort. Gott spricht und es wird. Gott spricht und es vergeht und wird nirgends mehr gefunden. So schreibt Petrus der Apostel in seinem 2. Brief:

„Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb, an welchem die Himmel vergehen werden mit gewaltigem Geräusch, die Elemente aber im Brande werden aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr verbrannt werden“.

2. Petrus 3,10

Auch unsere Wissenschaft ist dieser Meinung, dass das Universum einst wieder zusammenklappt, wann auch immer, wer weiß es – nur der Schöpfer, der da spricht und es wird; und wiederum spricht und es vergeht.

Jener der da als das Wort bezeichnet wird, dass bei Gott war, Jesus Christus spricht:

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“

Joh. 3,16

Der Althochdeutsche spricht von einem „der Männer mildester“, kein anderer ist damit gemeint als Jesus Christus.

Die Althochdeutschen, so fremd ihre Sprache auch in unsern Ohren klingen mag, wussten das alles. Auch wir, die wir in einer sogenannten Epoche der Postmoderne leben (wir sind nicht mal mehr modern), werden uns entscheiden müssen – zum ewigen Leben oder zum ewigen Tode. Auch ich war einer der sagte: niemals werde ich diesen Unsinn glauben. Heute kann ich freien und frohen Geistes mit jenen übereinstimmen, die da als Althochdeutsche bezeichnet werden und auch deren Bitten im letzten Abschnitt mit allen Attributen, kann ich voll zustimmen. Und es wird in der ewigen Welt eine Zeit ohne Materie geben und jene Zeit ist eine andere, sie hat keine Vergänglichkeit, es ist die Ewigkeit, in der auch das Wort wohnt.


  Copyright und Autor: Heinz Bälder
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