Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 27.11.2022
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Der Vorwurf der Gotteslästerung

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30. Der Vorwurf der Gotteslästerung


Der Vorwurf der Gotteslästerung
Hintergrundinformationen

In eurem Gesetz...'Ihr seid Götter'... (V. 34-37): Götter (griech. theoi, hebräisch Elohim) kann in Psalm 82 mit Gott, Götter, aber auch Richter oder Engel übersetzt werden.
Elohim (Gott) steht in der Gemeinde von El (Gott) und richtet inmitten der elohim (Richter/Engel/Götter). 'Wie lange noch wollt ihr ungerecht richten?...'
Ich habe gesagt: 'Ihr seid elohim (Richter/Engel/Götter), und seid Söhne des Höchsten, dennoch werdet ihr sterben wie Menschen ...'
(Psalm 82,1-2+6-7)

Jesus erstellt hier einen typisch jüdischen Schriftbeweis. Nur Gott steht das Richten zu, trotzdem hat er es den Führern Israels übertragen. Im Psalm 82,6 werden aber diese Führer gerügt, weil sie ihr Amt ungerecht ausüben. Jesus zieht hier - nach jüdischer Manier vom Kleineren zum Größeren - den Schluss: Wenn schon diese ungerechten Männer 'Götter' genannt werden konnten (wegen der hohen Verantwortung Gottes Willen zu verkünden und es in die Praxis umzusetzen), wie viel mehr hat dann er das recht 'Gott' genannt zu werden, wenn er doch wahrhaftig des Vaters Wort verkündigt und seinen Willen tut!
den der Vater geheiligt hat (V. 36): Man las an diesem Tag 4. Mose 7, wo von der Weihe (Heiligung) des Tempels die Rede ist. Jesus signalisiert hier offenbar, daß ER der wahre Tempel ist, in dem Gottes Gegenwart wohnt (sieh auch Joh. 2,19-21)
er konnte ihnen entkommen (V. 39): Wieder wird erkennbar, daß Jesu Tod die freiwillige Hingabe seines Lebens im Gehorsam war und nicht ein tragisches Schicksal durch ein korruptes Justiz- oder Religionssystem.


Text:    

Fragen & Gesprächsimpulse


Warum sollte Jesus gesteinigt werden und war der Grund dafür gerechtfertigt? (V. 31-33)

>> Antwort: Siehe Vers 30: Jesus setzte sich Gott gleich. Bei einem 'normalen' Menschen, wäre die Reaktion gerechtfertigt gewesen, aber sie waren blind (eigene Vorstellungen beherrschten sie) für die Wahrheit, um Gottes Sohn zu erkennen!

Ist dieser zitierte Vers ein 'Freibrief' um (siehe 1.Mose 3,5) sich Gott gleich zu stellen (wie es letztlich auch viele Diktatoren taten)? (V. 34-36)

>> Antwort: Nein, es ist 'relativ' zu sehen! So sollte Mose für Aaron 'Gott' sein und er selbst dessen Prophet (2. Mose 4,16). (Siehe auch Antwort zur nächsten Frage)

Gibt es einen Zusammenhang zwischen 'Ihr seid Götter' und 2. Kor.5,20? (V. 34)

>> Antwort: Ja, wir sollen Botschafter an Christi Statt sein d.h. anstelle von Jesus hier wirken (auch so leben wie er!). Somit sind wir 'Stellvertreter Gottes' - nie aber Gott selbst! Siehe auch Joh. 14,9 und Matth. 25,40+45.

Welche 'zweite Glaubensart' bietet Jesus hier an, wenn jemand nicht aufgrund der Botschaft bzw. Lehre glauben kann (oder will) und welche Qualität hat dieser? (V. 37-38)

>> Antwort: Den 'Verstandesglauben' indem Äußerlichkeiten geprüft werden. Grundsätzlich gilt aber Hebr. 11,1 und Joh. 20,29. Somit steht der innere, bußfertige Glaube über dem Verstandesglauben!

Was können wir von Johannes dem Täufer lernen? (V. 40-42)

>> Antwort: Es bedarf gar keiner äußeren Zeichen um Menschen zu Jesus zu führen, wichtig ist hingegen wahrhaftig zu sein und die Wahrheit (nicht unser Wunschdenken) über Jesus zu erzählen


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