Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 23.10.2017
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Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen

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Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen

Text:    

Fragen & Gesprächsimpulse


Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.

1.Korinther 13,12

Wie Gottes Wort sagt ist unsere Erkenntnis Stückwerk. In diesem Sinne müssen alle hier zu findenden Auslegungen gesehen und selbst geprüft werden! Wie aber auch unsere Erkenntnis aussehen mag, so ist doch Eines entscheidend: Gott zu erkennen bzw. in engster Gemeinschaft mit Jesus Christus zu leben! Das sollte unser vorrangiges Ziel sein!
In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern Gottes reichen Segen!



Um welchen Zeitabschnitt der Heilsgeschichte geht es in diesem Gleichnis Jesu (Vers 1-13)?

>> Antwort: Das Gleichnis bezieht sich mit dem „Dann wird…“ auf die vorangestellte Endzeitrede Jesu und erläutert die Entrückung der Brautgemeinde mitsamt der vorangehenden Wartezeit. Jesus bediente sich in dem Gleichnis der damals üblichen Hochzeitsbräuche, welche man zum besseren Verständnis kennen sollte. So war es üblich, dass der Bräutigam mit seinen Freunden und Verwandten zum Haus der Braut zog um diese „Heim zu holen“. Dies geschah wegen der Hitze generell spät abends. Es gehörte auch zum Hochzeitsbrauch, dass der Bräutigam auf sich warten ließ und spät kam während die Braut und ihre Brautjungfern im elterlichen Haus gespannt warteten. Sobald gemeldet wurde, dass sich der Bräutigam mit seinem Gefolge dem Dorf oder Haus der Braut näherte, gingen ihm die Brautjungfern mitsamt der Braut entgegen um ihn ehrenvoll (mit brennenden Lampen) zu empfangen. Nach der Begegnung strebten alle zusammen dem Haus des Bräutigams zur Hochzeitsfeier entgegen.
So wie im Gleichnis die Jungfrauen nur den ungefähren zeitlichen Rahmen vom Bräutigam kannten, so können wir anhand von vorausgesagten Zeichen nur ungefähr abschätzen wann Jesus kommen wird um seine Brautgemeinde abzuholen. Dies ist wichtig zu wissen, da Jesus eine vorbereitete Brautgemeinde vorfinden will, deswegen wir unbedingt auf die Zeichen der Zeit achten müssen! So soll sich die Gemeinde ab Israels Wiedererstehung (1948 geschehen) auf Jesu Kommen vorbereiten (Matth. 24,32-33)! Auch spricht die Bibel von einer Zeit des Abfalls (2. Thess. 2,3) und somit „geistlicher Nacht“ bei Jesu Kommen. Diese Zeit ist nun definitiv gekommen und daher ist dieses Gleichnis von allergrößter Bedeutung für die Gemeinde Gottes! Jedes Gotteskind sollte daher bereit sein für Jesu Kommen!
Persönliche Frage: Habe ich schon die Zeichen der Zeit erkannt und mich für Jesu Kommen bereit gemacht?

Von welchen Personen spricht Jesus in Vers 1?

>> Antwort: Stellvertretend für alle Gemeindeglieder spricht Jesus von 10 Jungfrauen, wobei die Zahl „10“ für die Vollständigkeit d.h. alle Gläubige steht. Dass er die ganze Brautgemeinde bzw. die Gemeinschaft aller Gotteskinder meint, wird zusätzlich noch dadurch klargestellt, indem vom „Reich der Himmel“ die Rede ist! Laut Bergpredigt (Matth. 5) gehören hierzu geistlich Arme, um der Gerechtigkeit willen Verfolgte und Gottes Gebote Haltende.
Bedeutsam ist aber auch, wer trotz Frömmigkeit nicht zum „Reich der Himmel“ (und somit noch nicht einmal zu den törichten Jungfrauen!) gehört: Schriftgelehrte und Pharisäer (Matth. 5,20 – Ausnahmen wird es sicher geben wie Nikodemus) sowie solche, die zwar „Herr, Herr“ zu Jesus sagen, aber nicht Gottes Willen tun (Matth. 7,21).
Aber auch der Begriff „Jungfrauen“ ist von höchster Bedeutung, steht er doch in der ganzen heiligen Schrift für Reinheit, geistliche Keuschheit und Unbeflecktheit (z.B. 2. Kor. 11,2).
Zu erwähnen ist auch, dass der Hohepriester nur eine Jungfrau heiraten durfte (3. Mose 21,10-14) – was für Gott selbstverständlich erst recht in Bezug auf die Brautgemeinde gelten muss! Somit handelt es sich bei den 10 Jungfrauen um die Schar aller wiedergeborenen Gläubigen!
Persönliche Frage: Bin ich einer keuschen Jungfrau gleich, welche Sündenvergebung empfing und fortan die Sünde meidet?

Was taten alle 10 Jungfrauen in Vers 1?

>> Antwort: Alle 10 Jungfrauen sind darauf aus, dem Bräutigam zu begegnen. Dazu sind auch alle grundsätzlich vorbereitet: Jede hatte eine Lampe um in der Dunkelheit den Weg zu erhellen und den Bräutigam ehrenvoll zu empfangen. Wie aus Vers 8 zu ersehen ist, ist zudem auch Öl in den Lampen. Ein grundsätzlicher geistlicher Anfang wurde also mal gemacht!
Wie wir schon sahen, zählen geistlich Tote sowie abgefallene „Fromme“ nicht zu dieser Gruppe sondern solche, die wir heute zumeist als „bibeltreu“ bezeichnen: Sie sehen in Gottes Wort zumindest grundsätzlich den rechten Maßstab (Psalm 119,105), haben sich mal bekehrt (Apg. 3,19) und sind rein gewaschen worden in Jesu Blut (1. Joh. 1,7) und somit in den Stand einer geistlichen Jungfrau gekommen (Eph. 5,27). Dazu kommt, dass alle Jungfrauen auf Jesus hin ausgerichtet sind d.h. sie warteten auf Jesu Kommen (Off. 22,20) und die Entrückung (und damit auch vor den Zorngerichten bewahrt zu bleiben; 1. Thess. 1,10) bzw. bei einem vorzeitigen Ableben auf die verheißene Herrlichkeit (2. Petrus 3,13).
Persönliche Frage: Warte ich auch auf Jesu Kommen?

Was war der Unterschied zwischen den 2 Gruppen und welche Bedeutung hat dieser (Verse 2 bis 4)?

>> Antwort: Auf den ersten Blick waren alle Jungfrauen gleichermaßen „startklar“ – hatten sie doch alle Lampen und Öl darin. Den Unterschied macht „lediglich“ das zusätzliche Gefäß für Ölnachschub. Wer schon mal diese Lampen gesehen hat weiß wie winzig sie sind und dass sie ohne regelmäßigen „Öl-Nachschub“ schnell erlöschen! Kam der Bräutigam auch noch aus einem anderen Ort, war es besonders töricht, nicht vorzusorgen und Öl zum Nachfüllen mitzunehmen! Letztlich wurde die ganze Öllampe dann komplett nutzlos da sie ihre Bestimmung nicht mehr erfüllen konnte! Heute könnten wir dies mit einem Notebook vergleichen, welches auch immer wieder an die Ladestation kommen muss (zumal sich die Batterien sogar mit der Zeit selbst entladen). Wenn es darauf ankommt ist es ohne geladene Batterien nutzlos!
Geistlich steht das Öl für den heiligen Geist, mit welchem jedes Gotteskind versiegelt wurde (2. Kor. 1,22; Eph. 1,13 + 4,30). Ohne diesen ist man kein Gotteskind! Bildlich gesprochen erhält somit jeder bußfertige Mensch durch Bekehrung und Wiedergeburt eine Lampe mit Öl. Dass jedes Gotteskind mittels „zufließendem Öl“ beständig „leuchten“ soll erkennt man gut an der Vision des Leuchters mit den Gießrohren in Sacharja 4,2. Aber auch Jesus wies uns an, unser Licht vor den Leuten leuchten zu lassen – damit der Vater im Himmel durch gute Werke gepriesen wird (Matth. 5,16) und Philipper 2,15 spricht davon, dass Gotteskinder „Lichter in der Welt“ sein sollen. Ganz klar wird es aber in Off. 1,20, wo Jesus die Leuchter mit den Gemeinden gleichsetzt und später im Sendschreiben an Ephesus den Leuchter der Gemeinde wegstoßen wird, wenn die Gemeinde nicht zur ersten Liebe zurückfinden sollte! Somit wird klar, dass es um ein dauerhaft geistliches Leben geht und ein Anfang mit Jesus alleine nicht ausreicht! Ein Leben mit Sündenvergebung und sogar Gesetzes-Gehorsam reicht somit nicht! Entsprechend warnt die Bibel auch: „Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen und wollt es nun im Fleisch vollenden?“ (Galater 3,3)
Aus Off. 3,14-22 wissen wir zudem von der Endzeitgemeinde, dass sich diese durch Lauheit (Anpassung an die Welt) und falsche Selbsteinschätzung auszeichnet und der Buße und eines Überwinderlebens bedarf!
Wie aus Vers 12 noch erkennbar wird, geht es letztlich um die persönliche liebevolle Beziehung mit Jesus Christus – und somit um die Erfüllung bzw. das „aktiv Leben“ des obersten Gebots! Darum verwendet Jesus auch das Gleichnis mit den kleinen Öllampen welche zwangsweise eines regelmäßigen Nachfüllens bedürfen. So wie Gott täglich im Garten Eden zu den Menschen kam, sollten wir auch täglich Gemeinschaft mit Gott suchen (z.B. Stille Zeit)! So wie wir um das tägliche leibliche Brot bitten sollen, so brauchen wir auch täglich geistliches Brot. Dies ist aber nur möglich wenn man eine lebendige Beziehung zu Jesus hat! Um diese aber wiederum zu haben ist ein Heiligungsleben nötig, weshalb die Bibel voll ist von entsprechenden Ermahnungen!
Ein passendes Gleichnis hat uns Jesus hierzu gegeben (Joh. 15,1-8): Er ist der Weinstock und wir die Reben. Nur durch den engen Kontakt mit ihm kann uns beständig „Lebenssaft“ zufließen – aber ohne den Kontakt mit Jesus sind wir tot!
Persönliche Frage: Regiert Jesus mein Leben und kann mir beständig Öl zufließen lassen?

Warum kam der Bräutigam so spät (Vers 5)?

>> Antwort: Zumindest früher galt dies noch: Es ist blamierend, wenn man einen hohen Herrn besucht und dabei unpünktlich kommt. Umgekehrt ist es ein Zeichen der Souveränität und hoher Stellung Rangniedrigeren gegenüber, sie warten zu lassen. Auch Ester, obwohl sie sogar die Königin war, wartete lange Zeit vergeblich vom König gerufen zu werden (Ester 4,11)! Gott der HERR ist der König aller Könige (Off. 19,16) – und es ist sein Recht und entspricht seiner Souveränität seine Brautgemeinde eine zeitlang warten zu lassen (auch wenn dies nicht dem Zeitgeist entspricht)! (Vorstellbar ist, dass die damalige Tradition des bewusst „warten Lassens“ auch damit zu tun hat, dass der Stellenwert des Bräutigams gleich zu Anfang der Ehe unterstrichen werden sollte, was heute im Zeitalter der Frauen-Herrschaft unvorstellbar geworden ist).
Einen Grund finden wir aber auch in 2. Petrus 3,9: Gottes Geduld, weil er nicht will, dass jemand verloren geht, sondern dass jedermann zur Buße findet! Ein weiterer Grund ist, dass erst die Vollzahl der Heiden eingegangen sein muss (Römer 11,25).
Persönliche Frage: Sage ich demütig und geduldig „Ja“ zu Gottes Wegen und Zeitplan?

Was passierte all den Jungfrauen (Vers 5)?

>> Antwort: Ausnahmslos ALLE Jungfrauen schliefen ein! Auch hier war äußerlich kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen von Jungfrauen zu erkennen!
Das alle einschliefen verwundert zunächst, ermahnt doch Jesus beständig „zu wachen“ und sogar in Vers 13 ermahnt Jesus abschließend: „darum wachet!“ – obwohl doch die klugen Jungfrauen trotz Einschlafens zur Hochzeit durften! Jesus tadelt dies zudem an keiner Stelle! Ganz offensichtlich handelt es sich somit bei diesem „Schlafen“ in Vers 5 NICHT um einen Verstoß gegen das „Wachen“-Gebot bzw. um keinen geistlichen Schlaf! Es geht bei diesem Schlaf also nicht um Lauheit, erkaltende Liebe oder gar Abfall bei den Jungfrauen sondern äußerliche Umstände, welche die Brautgemeinde im Wirken hemmen – nicht aber der innere geistliche Zustand!
Eine mögliche Deutung dieses Schlafes ist der Tot, welcher in der Bibel auch mit „entschlafen“ (z.B. Matth. 27,52; 1. Kor. 11,30) bezeichnet wird. Jedoch würden dann die noch lebenden Gotteskinder im Gleichnis komplett außer Acht gelassen, was verwunderlich wäre, da in den Versen davor zur Wachsamkeit wegen Jesu Kommen ermahnt wird und auch in Vers 13 dasselbe steht. Wegen der bei der Entrückung verbundenen Totenauferstehung ist dies aber trotzdem denkbar (1. Thess. 4,16).
Eine andere Deutung ist diese: Beim Gleichnis ist es finster (weitgehend geistliche Nacht) und das Tagesgeschäft getan (u. A. nach Markus 16,15 in alle Welt Gottes Wort zu verbreiten– was mittlerweile erfolgt sein dürfte), man hat sich saubere Festkleidung angezogen (Heiligung durch Jesu Blut; Off. 7,14b) und will sich auch nicht mehr dreckig machen (achtet auf Reinheit / Absonderung von weltlichen Gelüsten und Sünden) und ist stattdessen gedanklich vorrangig auf das Kommen des Bräutigams ausgerichtet (Gebet, Erforschung der Bibel besonders hinsichtlich Jesu Kommen).
Sicher erwähnte Jesus den Schlaf, der über alle Jungfrauen kam, nicht umsonst. Ob damit äußerliche Umstände gemeint sind, welche ein normales Glaubensleben komplett unmöglich machen, ist eher unwahrscheinlich, da laut Matth. 24,45-46 Wortverkündiger bzw. Gemeindeälteste noch geistliche Speise bei Jesu Kommen austeilen können. Zumindest sehen wir aber daran, dass äußerlicher Schlaf, Ausruhen, Kraftlosigkeit, zeitraubende Umstände etc. nicht relevant sind sondern es ausschließlich um den inneren Zustand geht. Was auch immer mit dem Schlaf noch gemeint sein mag, so ist doch eines klar: Zum einen müssen wir sofort „Abmarschbereit“ sein, wenn der Ruf ertönt. Zum anderen ist zu beachten, dass mit dem Einschlafen die Möglichkeit noch „Öl zu kaufen“ aufhört – nicht erst wenn Jesus kommt und man den Ölmangel entdeckt. VORHER gilt es also die Weichen recht zu stellen! Simsons Schlaf war auch nicht das Problem – sehr wohl aber was er vor dem 3ten Einschlafen tat: Er verriet die geistliche Salbung bzw. „verlor sein Öl“ (Richter 16,17-20)! Lasst uns nicht so töricht sein! Darum heißt es auch: „Lass deine Kleider IMMER weiß sein und lass deinem Haupte SALBE (bzw. Öl) nicht mangeln“ (Prediger 9,8). Wenn wir also wach sind und Schmutz auf unserem Kleid oder Ölmangel entdecken gilt es SOFORT zu handeln und dies nicht auf „die lange Bank“ zu schieben!!!
Eine aufrüttelnde und warnende Parallelstelle finden wir in Hohelied 5, wo die Braut zwar leiblich schlief, aber ihr Herz wachte mit liebevoller Sehnsucht. Als der Bräutigams dann kam, war die Braut aber fataler Weise nicht bereit: Sie hatte weder das Kleid an noch Schuhe an den Füßen und sogar Eitelkeit (Füße schmutzig machen) hielten sie zurück! Ihr „Innerstes wallte“ zwar dem Bräutigam entgegen, aber sie verlor mangels Bereitschaft kostbare Zeit – und als sie die Tür öffnete war der Bräutigam fort! Total geschockt suchte sie den Bräutigam, jedoch vergebens! Zudem kam sie in großes Leid und wurde von Wächtern geschlagen! - Hier sehen wir also auch, dass der (äußerliche) Schlaf nicht das Problem war, sondern die mangelnde Bereitschaft! Ohne die „Kleider des Heils“ (Jesaja 61,10) und Stiefel an den Beinen mit Bereitschaft für das Evangelium einzutreten (Eph. 6,15) werden wir nicht mit entrückt, sondern müssen durch Leid gehen (siehe „geschlagen werden“)!
Zu beachten ist noch, dass die Braut sehr viel Myrrhe an dem Türgriff vorfand. Nach orientalischer Sitte bestrich der abgewiesene Liebhaber den Türgriff mit Salböl. Jesus deutet also mangelnde Bereitschaft mit der Ablehnung seiner Person!
Persönliche Frage: Bin ich ganz auf Jesu Kommen ausgerichtet und JETZT bereit wenn er kommt? Oder gehöre ich zu den törichten Jungfrauen, welche eine ganze Hingabe an Jesus auf die lange Bank schieben – wohl wissend, dass die Möglichkeit plötzlich enden wird?

Wann kommt Jesus wieder (Vers 6)?

>> Antwort: Wir wissen von vielen Bibelstellen her, dass Jesus in der „geistlichen Nacht“ bzw. einer Zeit kommen wird in welcher etliche vom Glauben abfallen und sich Irrlehren zuwenden (1. Tim. 4,1).
In Markus 13,35 spricht Jesus davon, dass wir den Zeitpunkt seines Kommens nicht kennen, wobei er interessanter Weise explizite Stunden anspricht: Abend, Mitternacht, Hahnenschrei und Morgen. In Lukas 12,38 wird Jesus noch deutlicher und spricht von der 2ten oder 3ten Nachtwache. Da die 2te Nachtwache um Mitternacht endet wissen wir somit, dass Jesus um die Mitternacht herum kommen wird! In unserem Bibeltext in Matth. 25 spricht es Jesus aber ganz explizit aus: Mitternacht wird er kommen.
Nun stellt sich aber noch die Frage: Wann ist es Mitternacht in der Endzeit?
Mitternacht bedeutet bei Europäern heute Tagesende (24 Uhr) bzw. Tagesanfang (0 Uhr) und würde somit das Ende der Trübsal bezeichnen. Zu Jesu Zeit wurden die Stunden des Tages aber ab Sonnenaufgang gezählt und der Tag selbst ab Sonnenuntergang (Sabbat beginnt z.B. freitags abends sobald man die ersten 3 Sterne erkennen kann). Auch die Dauer der römischen Stunden waren, von der Jahreszeit abhängig, unterschiedlich lang. So dürfte auch die Dauer der nächtlichen Abschnitte unterschiedlich lang zu werten sein und eher von der ‚Dunkelheit’ her zu deuten sein d.h. nach der „geistlichen Uhr“ des Abfalls.
Können wir aber nun auch diesen Zeitpunkt terminieren?
Hierzu muss zunächst erwähnt werden, dass Jesu Kreuzigungstermin damals im Buch Daniel (Daniel 9,25-26: die 69 Jahrwochen) vorausgesagt wurde, wobei man nur noch Passah und Jesu Blut zusammenbringen musste um auch noch den genauen Tag im betreffenden Jahr zu kennen (bis heute sollen Juden mit dieser Tatsache ein Problem haben).
Bezüglich des Zeitpunktes seiner zweiten Wiederkunft bzw. der Entrückung sagte Jesus zweierlei voraus:
(1) „Ich komme zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“ (Matth. 24,44) In der Tat wurde die Naherwartung der Urgemeinde nicht erfüllt (Jakobus 5,8). Generationen von Christen meinten die Entrückung ggf. zu erleben. Hätten wir umgekehrt noch vor z.B. 10 Jahren gemeint so nah am Ende und damit bei der bevorstehenden Entrückung zu stehen? Hätten wir gemeint so viele Zeichen seines Kommens selbst zu erleben (und die meisten werden sicherlich auch die Entrückung selbst erleben)?
(2) Jesus sagte aber auch voraus, dass niemand außer dem himmlischen Vater Tag und Stunde wüsste (Matth. 24,36). Dies war absolut korrekt, da im Gegensatz zu seinem ersten Kommen keinerlei Zeitangaben vorausgesagt wurden. Ein Errechnen ist diesmal unmöglich! Stattdessen wies aber Jesus auf DANN erkennbare Zeichen hin, welche sein Kommen ankündigen. Außerdem heißt es in Daniel 12,4, dass „zur Zeit des Endes“ die Erkenntnis hierzu zunehmen wird. Sollten wir also jetzt in der „Zeit des Endes“ stehen, müssten wir zunehmend in der Lage sein gewisse Abläufe und ungefähre Zeiten zu erkennen. Jesus sagte hierzu: Wo das Aas ist, da sammeln sich (zunehmend / immer mehr) die Geier (Matth. 24,28) d.h. man wird es immer deutliche erkennen! Lasst uns also wachen – und uns entsprechend vorbereiten!
An dieser Stelle sei auf die Ausarbeitung „Zeichen des Menschensohns am 23.09.2017“ hingewiesen. So wäre denkbar, dass die Entrückung um diesen Zeitpunk herum geschieht. Es gibt aber auch Ausleger welche den Zeitpunkt später sehen und sogar solche, welche mehr als eine Entrückung für wahrscheinlich halten. In jedem Fall gilt es aber JETZT bereit zu sein! Hier kann man sogar (angesichts all der vielen Zeichen) dazufügen: Wenn nicht jetzt, wann dann?!?
Persönliche Frage: Nimmt meine Erkenntnis, wie in Daniel 12,4 vorhergesagt, bezüglich Jesu Kommen zu?

Welches Geschrei ist in Vers 6 gemeint?

>> Antwort: Die Bibel berichtet mehrfach von Geschrei. So hörte z.B. Eli ein lautes Geschrei (1. Samuel 4,14), ausgelöst durch Schreckensnachrichten, welche Boten aus dem Krieg in der Stadt verkündigten. Auch Adonija (1. Könige 1,41) und Athalja (2. Könige 11,13) hörten Geschrei des Volks, weil jemand Rechtmäßiges als König eingesetzt wurde anstatt ihrer – und sie erschraken sehr! Interessanterweise ist in der Bibel meist etwas Schreckliches für gewisse Personen mit „Geschrei“ verbunden. Auch in unserem Bibeltext wird dieses Geschrei letztlich ein Horror-Szenario bei den törichten Jungfrauen auslösen – war es ja nun zu spät noch Öl zu kaufen! Alleine der Gedanke, zurück zu bleiben und durch die große Trübsal zu müssen, ist schon mit Schrecken verbunden. Wie wird es sein, wenn dies für die lauen Christen plötzlich unumkehrbare Realität sein wird! Sollte man daher nicht frühzeitig „schreien“ und laue Christen warnen?!?
Wer hier das Geschrei erhob wird im Text nicht gesagt. Die Jungfrauen im Gleichnis schliefen alle. Irgendwelche Personen mussten also doch noch wachen! Da diese „Siehe, der Bräutigam! Kommt zur Begegnung mit ihm heraus!“ riefen und somit vor dem Haus der Braut stehen mussten und um diese späte Zeit wohl nicht mehr viele Dorfbewohner auf der Strasse gewesen sein dürften, kommen eigentlich nur die „Freunde des Bräutigams“ bzw. Engel in betracht. In der Bibel finden wir gleich mehrfache Angaben, dass Jesus Engel am Ende der Zeit senden wird. In Matthäus 24,31 heißt es sogar, dass Jesus seine Engel mit starkem Posaunenschall aussenden wird um seine Auserwählten von überall her zu versammeln.
Denkt man an die Tradition, dass die Jungfrauen mitsamt Braut eigentlich dem Bräutigam ein Stück entgegen gehen sollten, hier aber vom „kommt heraus“ die Rede ist, sie also noch im Haus waren, kommt einem dieses seltsam vor. Vermutlich hat Jesus aber dies Gleichnis an die wahren geistlichen Begebenheiten angepasst: Die Brautgemeinde kann halt nicht von selbst Jesus ein Stück in den Himmel entgegen gehen, sondern muss an ihren Plätzen wo sie gerade leben oder arbeiten sein. Daher spricht Jesus auch vom Arbeitsplatz oder vom Zuhause wo die Gotteskinder bei seiner Ankunft sein werden (Matth. 24,40-41; Lukas 17,34-36).
Persönliche Frage: Würde JETZT dieses „Geschrei“ ertönen – würde es bei mir höchste Freude oder tiefste Bestürzung auslösen?

Was wird bei der Diskussion zwischen den klugen und törichten Jungfrauen deutlich (Verse 8-9)?

>> Antwort: Man kennt es von pubertären Kindern: Erst spucken sie große Töne ihren Eltern gegenüber, dass sie alles besser wissen und alleine zurecht kommen – und wenn es dann mal wirklich brenzlig wird, kommen sie schnell zu den Eltern gelaufen.
Genauso selbstsicher sind aber auch viele Fromme! Jesus deckt exakt dieses Denken mit diesem Wortlaut auf: „Du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts!“ (Off. 3,17). Entspricht das aber den Tatsachen und einer korrekten Selbsteinschätzung? Nein, denn Jesus fährt fort: „und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.“ Die Endzeitgemeinde ist weitgehend von Blindheit über ihren eigenen Zustand geschlagen. Schaut man sich um, verwundert dies nicht da weltweit derselbe gottlose pseudosoziale „Mainstream“ herrscht, dem sich nur eine Minderheit entgegen stellt. Was wirkliches geistliches Leben und Bibeltreue bedeutet sieht man kaum noch mehr. Wer nicht auf Jesus Christus als dem Fels und Seinem Wort gegründet ist, wird hier mangels Vorbilder und der vielen falschen Lehren seine eigene Unzulänglichkeit kaum erkennen können. Genau deswegen warnte Jesus auch vor Verführungen und Irrlehren und falschen Heilsversprechungen in der letzten Zeit! Aber hier wird auch gerade deutlich wie der Glaubensgrund der törichten Jungfrauen ist: Sie verlassen sich auf Mitmenschen und bauen damit auf Sand anstatt auf dem Felsen Jesus Christus (Matth. 7,24-29) - wie wahrhaft „töricht“, denn Menschen können nicht wirklich helfen! Die törichten Jungfrauen suchen nicht nur viel zu spät Hilfe, sondern wenden sich auch noch an die falsche Personengruppe: Menschen anstatt in tiefer Buße an Jesus Christus! Deshalb sucht der Psalmist in Psalm 108,13 bei Gott Hilfe und fügt hinzu: „denn Menschenhilfe ist nichts nütze.“
Aber reagieren die klugen Jungfrauen nicht „unbarmherzig“ und „lieblos“? Ist dies nicht „verweigerte Hilfeleistung“? Nein, keinesfalls! Zum einen kennt die Bibel, wenn es um Gottes Heiligkeit geht, keine Lauheit und Toleranz und kein „es allen recht machen“, keine „sexuelle Vielfalt leben“ usw. usw. Zum anderen ist dies aber auch schon ganz unmöglich: Glauben und den Heiligen Geist kann man nicht abgeben oder teilen! Unser Leib soll ein Tempel bzw. Gefäß für den Heiligen Geist sein. Würden wir 50% „abgeben“ – was käme denn dann in diesen Freiraum hinein?!? Wäre es nicht – um im Bild zu bleiben – die Welt mit ihren Sünden? Würden dann nicht alle Jungfrauen „lau“ (Mischung aus Gut und Böse) sein? Dann würde es für niemanden mehr reichen, um bei der Entrückung dabei sein zu dürfen! Daher machen es die klugen Jungfrauen richtig und verweisen letztlich auf Jesus und Sein Wort um in Buße und Bekehrung Hilfe zu finden. Allerdings dürfte dies nun sehr bitter sein. Jesu letztes Sendschreiben kann man nun so deuten, dass die törichten Jungfrauen durch die Trübsal müssen um „im Feuer geläutert“ zu werden und dort beim „Händler Jesus“ noch Nötiges kaufen zu können (Off. 3,18). Auch 1. Kor. 5,5 spricht von „dem Satan übergeben“, damit der Geist am Gerichtstag noch gerettet wird. Offenbar bekommen die törichten Jungfrauen zudem auch noch Öl im Gleichnis (Vers 10) – nur ist die Tür dann schon zu bzw. die „Himmelfahrt der Gemeinde“ schon „abgeschlossen“. Da die Bibel noch „Heilige“ in der Trübsalzeit kennt (z.B. Off. 13,10), könnte es sich um diese törichten Jungfrauen handeln, welche in Gottes Gnade und Liebe noch eine Chance erhalten im tiefsten Leid zur wahren Buße zu finden! Wie gut wenn man aber vorher schon „klug“ war und bei Jesu Kommen vorbereitet ist!
Persönliche Frage: Ist mein Lebenshaus auf dem Felsen Jesus Christus gebaut – oder auf Sand?

Wer ist mit den Händlern gemeint (Vers 9)?

>> Antwort: Da es sich um geistliches Öl handelt, dürften wir davon ausgehen, dass die gemeinten Händler ebenfalls „geistliche Dinge“ anbieten und es sich somit um geistliche Lehrer, Evangelisten, Prediger bzw. allgemein um Verkündiger des Evangeliums handeln dürfte.
Sucht man im griechischen Urtext nach Bibelstellen mit demselben Wortlaut, findet man nur Bibelstellen welche von Händlern im Tempel in Jerusalem sprechen (Lukas 19,45 + Johannes 2,14 + Matthäus 21,12 + Markus 11,15). Auch dies bestätigt somit, dass es sich um Verkündiger von Gottes Wort handelt. Das sehr traurige ist aber leider, dass es auch in all diesen Bibelstellen um Jesu starke (sogar „handgreifliche“) Kritik an der Händlertätigkeit zu Geldgewinn d.h. um „Irrlehrer“ (siehe auch Matth. 23 und Lukas 17,2) geht! Heute dürfte das Urteil Jesus mindestens genauso vernichtend sein, angesichts des Abfalls in der Christenheit! Gerade diesen „geistlichen Händlern“ sei an dieser Stelle daher auch gesagt, dass sie ein viel strengeres Urteil zu fürchten haben (Jakobus 3,1)! Welchen Schaden richten sie an, kommt doch der Glaube aus der Predigt, welche aber wiederum auf Gottes Wort gegründet zu sein hat (Römer 10,17)! Letztlich muss der Glaube somit allein auf Gottes Wort und nicht auf Menschenwort gegründet sein (1. Thess. 2,13)! Jeder Christ steht in der Verantwortung selbst zu prüfen welche Predigt biblisch ist und welche nicht (1. Thess. 5,21)! Somit gilt es vorsichtig zu sein, zu welchem Händler man geht!
Neben falschen Lehren gibt es aber noch eine Gefahr: Man kann es versäumen bibeltreue geistliche Händler frühzeitig aufzusuchen, um mit ihnen zu beten und sie bei der Bekehrung als „geistliche Geburtshelfer“ für die Wiedergeburt – bei welcher man auch den heiligen Geist empfängt – um Hilfe zu bitten. Da wir es aber im Gleichnis nur mit Jungfrauen zu tun haben, welche eine Lampe mit Öl besitzen und nur das Nachfüll-Öl bei der einen Gruppe fehlt, können wir hier auch sehen, wie wichtig eine tief greifende Buße und Bekehrung mit ganzer Hingabe an Jesus sowie weiterhin biblische Seelsorge ist! Nach Jakobus 5,14-16 sollen Sünden bei körperlichem oder geistlichem Leid im Gebet mit Ältesten bekannt werden. Die geistlichen Händler haben somit eine wichtige Funktion – aber in dem Moment wo Jesus wiederkommt wird es keine Zeit mehr geben sie aufzusuchen! Daher gilt: Tue es heute, wenn etwas zwischen Dir und Jesus stehen sollte, und bittet Jesus gemeinsam um Vergebung, damit Gottes Geist wieder weiten Raum im Herzen findet und das geistliche Gefäß voller Öl wird (2. Tim. 1,14 + 2,21; 1. Kor. 6,19; Eph. 4,30)!
Persönliche Frage: Habe ich geistliche Lehrer welche auch demütig und bibeltreu sind?

Wie läuft die Entrückung ab (Verse 6 - 10)?

>> Antwort: Nach Lukas 21,34-36 wird dieses Ereignis wie ein Fallstrick kommen und 1. Kor. 15,52 spricht von einer „unteilbaren Zeit“ und „in einem Wurf des Auges“ d.h. in der Zeitdauer eines Wimpernschlages. Es ist daher schon verwunderlich, dass Jesus in dem Gleichnis überhaupt eine Diskussion zwischen den Jungfrauen erwähnt. Zu beachten ist aber, dass zuerst ein „Geschrei“ mit den Worten „Kommt heraus zur Begegnung mit ihm“ ertönte. Mit dem „Geschrei“ war aber noch keine Begegnung mit dem Bräutigam erfolgt, vielmehr hatten die im Hause der Braut versammelten Jungfrauen noch einen kurzen Moment Zeit um ihre Lampen fertig zu machen. Wichtig war nur, dass sie alles Nötige parat hatten und nach wenigen Augenblicken das Haus verlassen und dem Bräutigam entgegeneilen konnten!
In 1. Thess. 4,16 ist folgender Ablauf angekündigt: Zuerst ergeht ein Befehl mit Erzengel-Stimme (vermutlich Michael; Judas 9, Daniel 12,1 und Off. 12,7) und Posaunenschall, wodurch zunächst auch eine Totenauferstehung von „in Christus gestorbenen“ erfolgen wird.
Bei Jesu Kreuzigung und Auferstehung, also genau am Ende der ersten 69 jüdischen Jahrwochen, gab es bereits eine erste Auferstehung von entschlafenen Heiligen (Matth. 27,52-53). Bei der 7ten Posaune wird die 70te Jahrwoche wieder beginnen und ebenfalls Heilige auferstehen, nach 1. Kor. 15,52 aber unverweslich d.h. bereits mit dem neuen Leib, währen der Leib der entrückten Gotteskinder „verwandelt“ wird. Ob man daher etwas von der Totenauferstehung mitbekommen wird ist unklar. Ob die Erzengel-Stimme akustisch auf Erden zu hören sein wird geht auch nicht aus der Bibelstelle hervor.
Die Entrückung der Brautgemeinde selbst wird wahrscheinlich ähnlich wie einst bei dem Bräutigam Jesus vonstatten gehen. Von Jesu Entrückung lesen wir, dass er „emporgehoben“ wurde und „dahinfuhr“ und von einer Wolke „aufgenommen“ wurde (Apg. 1,9-10). Ähnliches lesen wir von der Entrückung der Brautgemeinde in 1. Thess. 4,17: Entrückung in die Luft in die Wolken hinein.
Eines ist sicher: Alle(!) „Jungfrauen“ werden das Zeichen von Jesu Kommen ganz klar mitbekommen, jedoch wird dann keine Zeit zur Buße mehr für die törichten Jungfrauen bleiben! Somit wird es ein Zeitpunkt der überschwänglichen Freude für die Einen sowie des größten Schreckens für die Anderen sein! Vermutlich schickt Jesus daher das „Zeichen des Menschensohns“ und lässt uns dies jetzt kurz zuvor schon in seiner großen Liebe wissen, um uns gegenseitig zur Heiligung und Vorbereitung zu ermahnen! Wohl uns, wenn wir dies beachten und uns JETZT bereit machen (alles andere wäre „töricht“)!
Persönliche Frage: Sehne ich den Tag der Begegnung mit Jesus von ganzem Herzen entgegen und werde mich dann auch „jubelnd freuen“ können (1. Petrus 4,13)?

Warum werden die törichten Jungfrauen nicht eingelassen (Verse 11-12)?

>> Antwort: Offenbar hatten die törichten Jungfrauen mittlerweile Öl gekauft bekommen. Wie wir schon sahen, ist „geistliches Öl“ letztlich nur bei Jesus Christus zu erhalten, welcher uns freigekauft hat und uns mit dem heiligen Geist versiegeln kann (Joh. 14,16; Eph. 1,13). Nun stehen sie wiederum vor dem Bräutigam Jesus Christus mit den Worten „Herr, Herr, tue uns auf!“.
Dieser Wortlauf erinnert uns an Matth. 7,21 „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ Dann geben die Frommen dort auch noch an, in „Jesu Namen“ d.h. in Jesu Auftrag geweissagt und gar Wunder getan zu haben. Jesu Antwort ist aber: „Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“.
Merken wir aber einen kleinen aber wichtigen Unterschied? Die törichten Jungfrauen „kennt“ Jesus nicht – die Frommen in Matth. 7 hatte Jesu hingegen „nie erkannt“. Diejenigen welche angeblich Wunder in Jesu Namen getan hatten (offenbar steckten Irrgeister/Dämonen im frommen Gewand dahinter) hatte Jesus nie gekannt bzw. es war nie eine echte Buße und Bekehrung erfolgt, denn dann hätte Jesus nach biblischer Verheißung ihnen die Gotteskindschaft gegeben (Joh. 1,12) und sie mit dem Heiligen Geistes (Öl) versiegelt (Eph. 1,13) d.h. sie hätten eine „Öllampe mit Öl“ erhalten wie alle Jungfrauen.
Die törichten Jungfrauen hatten also eine Bekehrung erlebt bzw. hatten mal Öl im Gefäß gehabt, waren aber lau geworden und der „Öl-Nachschub“ blieb aus, weil sie schon etliche Zeit nicht mehr den „Händler“ zum Öl-Kauf aufgesucht hatten – weswegen sie diesem auch mittlerweile „unbekannt“ waren. Vielleicht können wir sogar soweit gehen zu sagen, dass die törichten Jungfrauen nicht mehr keusche geistliche Kleidung trugen, sondern weltliche. Auch Schminke usw. mögen dazu beigetragen haben, dass sie nicht mehr erkannt wurden.
Gott hat uns zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen – also nicht nur zu einer einmaligen Bekehrung und dann geht jeder seine Wege. Auch eine Ehe ohne Gemeinschaft macht keinen Sinn. So wie Gott täglich im Garten Eden Gemeinschaft mit den Menschen suchte (1.Mose 3,8) so sind wir aufgerufen täglich Gott im Gebet zu suchen!
Ähnlich wie den törichten Jungfrauen erging es auch Lots Frau, welche Jesus als warnendes Beispiel erwähnt (Lukas 17,32). Sie hatte auch die Welt lieb gewonnen. Gottes Gnade war aber sehr groß, so dass sie (um Lots Willen?) mit rausgeführt wurde um dem Zorngericht Gottes zu entgehen. Dies achtete sie aber gering und zeigte selbst hier noch ihre Weltliebe indem sie sich sehnsüchtig umschaute, was Gottes Gericht nach sich zog. Lassen wir uns also warnen, das oberste Gebot zu halten: Gott von ganzem Herzen und allen Kräften zu lieben – mehr als alles andere!
Halten wir uns also noch mal kurz warnend vor Augen, dass es 3 Gruppen „Fromme“ gibt: (1) Solche, die sich nie (wirklich) bekehrten – und verloren gehen. (2) Solche, die sich bekehrten, aber bei welchen dann die persönliche Beziehung zu Jesus abbrach – und die deswegen nicht eingelassen werden. (3) Solche, die sich bekehrten und in beständiger Lebensgemeinschaft mit Jesus leben – und bei Entrückung und Hochzeitsmahl dazugehören werden.
Persönliche Frage: Zu welcher der 3 Gruppen gehöre ich?!? Liebe ich Gott von ganzem Herzen und mehr als Besitz, Familie, Beruf etc. - und woran erkennt man das?

Wird Jesu Kommen incl. Entrückung ganz plötzlich und völlig unerwartet geschehen (Vers 13)?

>> Antwort: Schaut man sich nur die Textpassage „ihr wisst nicht…“ (Matth. 24,42; Markus 13,35) an, könnte man den Eindruck haben, Jesus kommt ohne jede Ankündigung. Wichtig ist hier aber das ganze Wort Gottes zu lesen! Fangen wir mit den ersten beiden Worten aus Matth. 25,13an: Hier gibt Jesus die Anweisung „Darum wacht!“. Gotteskinder sollen jederzeit bereit sein vor Gott treten zu können und entsprechend beständig ein geheiligtes Leben führen. In Bezug auf sein Kommen spricht Jesus aber komischer Weise NICHT von Bereitschaft sondern vom „Wachen“! Jesus lenkt hier den Blick auf die Zeit VOR seinem Kommen – und zwar mit der Aufforderung auf „verdächtige Geräusche und Zeichen“ zu achten. Warum? Die Antwort kann eigentlich nur sein, dass Jesus um die schlimmen Folgen für die törichten Jungfrauen weiß, weswegen er uns vorwarnen will bevor es soweit ist!
Gehen wir aber noch mal auf das „wachen“ ein: Bekannt ist, dass römische Legionäre sogar getötet wurden, wenn sie beim Wachen versagten und einschliefen! Wächter haben die Aufgabe auf jedes Geräusch oder „Zeichen“ einer möglichen Gefahr zu achten! Versagen sie, bedeutet das möglicherweise den Tod vieler Menschen – einschließlich der Wächter! Auch Gott bestellte „Wächter“ wie z.B. Hesekiel (Hesekiel 3,17). Alles was er aus Gottes Mund hörte sollte er als Warnung an das Volk weitergeben! In Jesaja 56,10 kritisiert Gott die blinden und schlafenden Wächter. Genauso sollen auch gerade leitende Gotteskinder / Älteste auf die Botschaft Gottes in seinem Wort und die Zeichen der Zeit achten und die Geschwister ermahnen und auf die Bereitschaft für Jesu Kommen hinweisen und ihnen damit die „verordnete“ Speise zur „rechte“(!) Zeit geben (Lukas 12,42)!
Zeigen uns aber auch die vorausgesagten Zeichen den Termin an? Dies würde jedenfalls zu Jesu Aussage passen, dass nur der Vater im Himmel Tag und Stunde kennt (Matth. 24,36). Dies war nämlich der übliche Standard-Spruch des Bräutigams damals, denn er musste der Braut zunächst eine Wohnung bereiten (siehe Joh. 14,2). War der Vater davon überzeugt, dass nun alles für die Ehe ausreichend vorbereitet war, gab er den Hochzeitstermin bekannt. Auch wenn dies recht kurzfristig gewesen sein könnte, so mussten zumindest allen Teilnehmern (Hochzeitsgästen, Braut, Braut-Familie, Bedienstete etc.) der exakte Termin rechtzeitig bekannt gegeben werden (aber auch nur diesen!)! Genauso wäre zu verstehen, dass Jesu Todestag berechnet werden konnte – Jesu Kommen hingegen durch Zeichen angekündigt werden. Deswegen müssen wir wachen, weil wir halt den Termin nicht seit 2000 Jahren kennen sondern offenbar erst kurz zuvor durch die Zeichen mitgeteilt bekommen! Offenbar aus diesem Grund wird Termin-Unwissenheit und Bedarf zu Wachen stets zusammen erwähnt!
Schauen wir uns nun die bekannte Bibelstelle in Lukas 21,28 an: „Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht“. Folgendes wird ausgesagt:
(1) Jesus weist hier zunächst auf die davor erwähnten Zeichen hin, nach denen wir Ausschau halten sollen, um uns dann rechtzeitig „bereit zu machen“. Die Entrückung hat eine Sonderstellung in der Heilsgeschichte, bei welcher man „besonders“ bereit sein muss -„nur“ Jungfrau zu sein reicht alleine nicht. (Der Grund könnte darin liegen, dass es sogleich in den Himmel geht und nicht erst ins Totenreich bzw. „Abrahams Schoss“; Lukas 16,22)
(2) Sind diese Zeichen zu sehen (z.B. 1948 die Neugründung Israels) sollen wir uns „aufrichten“ (Jungfrauen gingen los und trafen sich im Haus der Braut mit ihren Lampen etc.). Wir kennen dies morgens: Aufstehen, Zähne putzen, anziehen und allgemein fertig machen um das Haus verlassen zu können. Genauso sollen wir uns geistlich fertig machen und dafür sorgen, dass wir geistlich reine Feierkleider anhaben, um den König aller Könige mit aller Ehre empfangen zu können!
(3) Als weiteres sollen wir unsere Häupter erheben und Jesu Kommen und das „Start-Zeichen“ gespannt erwarten, also nicht nach irdischen Dingen trachten sondern auf das Startzeichen lauschen um dann sogleich Jesus „entgegen zu gehen“ (Entrückung). Jesus warnt daher eindringlich, dass wir auf ein „unbeschwertes“ Herz achten müssen (Lukas 21,34), wobei er zum einen Rausch (angenehme Ablenkung?) und Sorgen um den Lebensunterhalt erwähnt – also alles Dinge die unseren Blick von der Jesus-Erwartung weglenken.
Zu beachten ist, dass nur diejenigen, die in einer lebendigen Beziehung zu Jesus leben und den sehnlichen Wunsch im Herzen tragen, bei Jesus zu sein, auch entrückt werden – wie nur eine Braut geheiratet werden sollte, die Gemeinschaft mit ihrem Bräutigam sucht, ihn wirklich liebt und der Hochzeit entgegenfiebert (siehe Off. 22,20 „Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ oder Hohelied 5,8: Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, findet ihr meinen Freund, so sagt ihm, dass ich vor Liebe krank bin.“)
Persönliche Frage: Kann ich Jesu Kommen mit unbeschwertem und erwartungsvollem Herzen entgegen sehen?

Warum sollen wir gerade in Bezug auf Jesu Kommen wachen – müssen wir nicht immer mit dem Tod rechnen und daher immer bereit sein (Vers 13)?

>> Antwort: Wie wir schon erwähnten hat die Entrückung eine absolute Sonderstellung im Heilsplan Gottes, bei welcher man „besonders“ bereit sein muss, da es nicht erst ins Totenreich, sondern direkt einen himmlischen Ort gehen wird – weswegen Jesus auch auf die Zeichen hinwies, welche die Generationen vor uns nicht hatten!
Die Hochzeitsfeier des Lammes mit seiner Brautgemeinde wird zusammen mit Beginn des 1000-jährigen Reiches erfolgen (Off. 18,7). Da die Entrückung aber zumindest vor der großen Trübsal in den Himmel erfolgen muss (1. Thess. 5,9) stellt sich nun die Frage, was in der Zwischenzeit sein wird! Wir haben es mit dem König aller Könige und Herrn aller Herren zu tun, daher hilft uns hier die Hochzeitsbeschreibung bei einem großen König im Buch Ester weiter. Dort wurden zunächst geeignete Jungfrauen auserwählt und in die Königsburg gebracht (Ester 2,8). Dies deckt sich mit der Voraussage der Sammlung der Auserwählten durch Engel bei der Entrückung (Matthäus 24,31). Dann ging es aber keinesfalls gleich zur Hochzeit, sondern zuerst wurde jede Jungfrau 1 Jahr lang für die Hochzeit mit speziellen „Reinigungs-Salben“ vorbereitet (Ester 2,12). Dies deckt sich mit Gottes Heiligkeit, weswegen sich Jesus Christus nur mit einer absolut gereinigte und geheiligte Brautgemeinde vermählen kann. Auch spricht die Bibel von einem Herrlichkeitsleib (Phil. 3,21), welchen Gotteskinder erhalten, so wie die Salben auch den Leib von Ester und den anderen Jungfrauen verschönern sollten. Auch dass das Reinigungs-Jahr geteilt wurde ist von Interesse. So wurden die Jungfrauen 6 Monate mit Myrrhenöl und Balsam und dann 6 Monate mit „kostbarer Spezerei und was sonst zur weiblichen Pflege gehört“ behandelt. Dieses Vorbereitungs-Jahr erinnert an die letzte, ebenfalls in der Mitte geteilte, Jahrwoche der Endzeit (Daniel 9,27), welche vor dem 1000-jährigen Reich incl. Hochzeit des Lammes liegt.
Eine Angabe finden wir auch in der Bibel zu dieser Zeit der Vorbereitung: Die Braut lernt ein „neues Lied“ (Off. 14,3). Wie wunderschön hört sich ein großer Chor an, der mit klaren Stimmen gut eingeübte Lieder singt. Wie wird sich erst das Lied anhören, was die Braut des Lammes ihrem Bräutigam zur Ehre singen wird? Dies erinnert an den jüdischen Brauch, dass bei der Tora-Lesung der Bräutigam am Sabbat nach der Hochzeit auf dem Weg nach vorne (er wird an dem Tag als „König“ angesehen) von den Frauen oben in der Synagoge mit Süßigkeiten beworfen wird. Wie wird erst der Herr der Herrlichkeit und König aller Könige zur Vermählung dann erst mit „süßen Liedern“ beglückt werden?!? Welch Herrlichkeit wird dies sein, wenn die Brautgemeinde ihrem Bräutigam alle Ehre zuteil werden lässt? Ist es uns als Teile dieser Brautgemeinde ein Bedürfnis ihm die „schönsten, neuen Lieder“ zu bringen (Psalm 33,3 + 96,1 etc.)?!?
Somit spricht also einiges dafür, dass die Entrückung am Anfang der letzten Jahrwoche geschehen wird und wegen dem „vorbereitenden Teil der Hochzeit“ d.h. der sofort beginnenden Reinigungsjahrwoche mit anschließender Hochzeit mit dem heiligen König aller Könige nur kluge, vorbereitete und keusche Jungfrauen „mit Heirats-Sehnsucht“ dabei sein werden.
Nach 1. Thess. 4,16 werden auch Christus-Gläubige (sicherlich nur kluge Jungfrauen) aus dem Totenreich dabei sein.
Was wird aber mit den törichten Jungfrauen sein (Gestorbene wie Lebende)?
Die verstorbenen Jungfrauen der vergangenen Zeit werden voraussichtlich erst beim Endgericht wieder in Erscheinung treten und „gerade so“ gerettet werden (1. Kor. 3,15).
Die zu diesem Zeitpunkt lebenden törichten Jungfrauen haben aber eine Sonderstellung: Sie werden durch die bittere Drangsalszeit zwecks Läuterung gehen müssen, bekommen allerdings dadurch auch die Chance zur Buße und ihre Liebe zu Jesus unter Beweis zu stellen, indem sie als Märtyrer sterben (Joh. 15,13). Diese, um Jesu Willen „enthaupteten“, werden zu Beginn des 1000-jährigen Reiches wieder lebendig (Off. 20,4). Auch Off. 7,14 spricht von Gotteskindern, welche aus der großen Trübsal kommen und ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen hatten – also aufrichtige Buße taten und trotz Verfolgung Jesus treu waren.
Es kann somit nur jedem Gotteskind DRINGEND(!) geraten werden Buße zu tun und sein Leben Jesus ganz neu und völlig zu weihen – sonst droht die furchtbare Läuterungszeit der Drangsal, da die Hochzeit sofort nach der Trübsalzeit beginnen wird. Somit liegt es bei jedem Gotteskind selbst: himmlische Jahre mit „Balsam“ – oder Jahre des Martyrium zwecks Zurechtbringung um doch noch zur Hochzeit zugelassen zu werden.
In diesem Zusammenhang wird auch klar, welch wichtige Bedeutung die „Zeichen“ für Jesu Kommen haben – sind sie doch auch eine Warnung und ein Zeichen der Liebe Jesu, uns vor der Trübsal und dem weltweiten Martyrium der Gotteskinder zu bewahren!!!
Hier sollten wir auch an Rebekka bei der Begegnung mit ihrem Bräutigam Isaak denken: Als er ihr entgegen kam nahm sie ihren Schleier und verhüllte sich (was jüdische Bräute bis heute tun und auch im Hoheslied z.B. 4,1 erwähnt wird). So wie Rebekka das Zeichen der Keuschheit überzog, so müssen wir bei der Begegnung mit Jesus auch in einem keuschen, heiligen Zustand angetroffen werden!
Persönliche Frage: Freue ich mich auf die „Hochzeit des Lammes“ und bereite mich vor?

Welcher Zusammenhang besteht zwischen den klugen Jungfrauen in Matthäus 25 und den „Erstlings“-Jungfrauen in Offenbarung 14,4?

>> Antwort: Die Bibel misst der Erstgeburt bei Mensch und Vieh sowie den Erstlingen bei Feldfrüchten eine ganz besondere, wertvolle Bedeutung zu. Beim griechischen „aparchae“ (=Erstling/Erstlingsopfer) geht es darum vom neuen Besitz das Schönste und Beste Gott zu opfern (was auch in der heidnischen Welt ein bekannter Brauch war). Gerade beim Vieh wird dies deutlich (2. Mose 22,29; 4. Mose 18,17). Opfer und Verzehr durfte nur an auserwählter, heiliger Stätte vollzogen werden, die Tiere durften nicht zur Arbeit herangezogen oder geschoren worden sein (5. Mose 12,6-7) und es musste sich um fehlerfreie, reine Tiere handeln (3. Mose 1,3 + 27,11). Fehlerhafte Tiere durften nicht an heiliger Stätte geopfert werden.
Durch die Darbringung des Erstlings wird auch das Ganze Gott geweiht! Erst danach durfte dann die Haupternte und am Schluss die Nachlese erfolgen (3. Mose 23,9-22)! In gleicher Reihenfolge wird die Ernte am Schluss der Endzeit ablaufen. Diese wird in Offenbarung 14 beschrieben.
Nach 2. Mose 23,14-16 gibt es 3 biblische Pilgerfeste, die auch Erntedankfeste für die verschiedenen Erntezeiten sind und an welchen man in Zion erscheinen sollte: Das Passahfest (Erstlingsfrüchte), das Pfingstfest (Wochenfest; Gerste- und Weizenernte) und das Laubhüttenfest (Oliven- und Weinernte).
Am Tag nach dem Sabbat am Passahfest (also Sonntag) sollten die Erstlingsfrüchte dargebracht werden (3. Mose 23,10-11) – also am Tag von Jesu Auferstehung! Daher wird auch Jesus als „Erstling“ bezeichnet (Apg. 26,23; 1. Kor. 15,23). Auch seine Brautgemeinde soll ein Erstling sein (Jakobus 1,18). In Offenbarung 14 lesen wir von der großen Schar der Erstlinge: 12 x 12 x 1000 d.h. die Zahl der 12 Stämme Israels und 12 Apostel zum Quadrat mit der Vervielfachungszahl 1000. Als Erstlinge müssen sie somit besonders wertvoll und heilig sein. Laue Christen werden somit nicht dazugehören! Dies zeigt sich aber auch am in Off. 14,4-5 beschrieben Maßstab, damit Gotteskinder auch zu den Erstlingen gezählt werden dürfen: Reinheit, Jesus im Gehorsam folgend, stets Wahrheit redend, untadelig. Hier geht es also nicht nur um einmalige Buße und Bekehrung, sondern um ein Leben unter der Leitung des Heiligen Geistes dem Lamme nach. Ein beständiges „Öl-Nachfließen“, wie bei den klugen Jungfrauen, und ein geheiligter Lebenswandel zeichnen somit die Erstlinge aus.
Beachtenswert ist, dass das erste Pilgerfest, Passah, mit Jesus Christus als Operlamm und „Erstling“ seine Erfüllung fand. An Pfingsten wurden zunächst die 10 Gebote gegeben wobei 3000 Abtrünnige (wegen goldenem Kalb) starben (2. Mose 32,28), dann aber die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und 3000 Bekehrungen als „Erstling“ (ausschließlich Juden) erfolgte (Apg. 2,41). Das dritte Pilgerfest ist das Laubhüttenfest, welches an den Auszug hin zum gelobten Land erinnert, an welchem aber auch die Tempelweihe von Salomo vollzogen wurde (2.Chronik 5,3). Die Erfüllung mit dem Auszug der „Erstlinge unter den Heiden“ hin zu Jesu Friedensreich steht noch aus.
Persönliche Frage: Lebe ich in der Heiligung und in der Verbindung mit Jesus Christus, um zu den „Erstlingen“ gezählt werden zu dürfen?

Gibt dieses Gleichnis einen Hinweis, an welchem Tag im Jahresverlauf die Entrückung stattfinden müsste?

>> Antwort: Jesus sagte, er wäre gekommen um die Schrift zu erfüllen (Matth. 5,17). Dies geschah tatsächlich in sehr vielfacher Hinsicht. Eine besondere Bedeutung haben dabei die 7 großen biblischen Feste, von denen alle 4 Frühlingsfeste bereits erfüllt wurden:
(1) Passahfest => Erfüllung im stellvertretenden Tod Jesu
(2) Fest der ungesäuerten Brote => Erfüllung im Begräbnis von Jesu Leib
(3) Fest der Erstlingsgabe => Erfüllung in Jesu Auferstehung als der „Erstling“
(4) Pfingstfest => Erfüllung in der Ausgießung des heiligen Geistes mit Geburtsstunde der Gemeinde
Die Erfüllung aller 3 Herbstfeste steht aber noch aus:
(5) Fest der Posaune (Neujahr / Rosh HaShanah) => Entrückung der Brautgemeinde
(6) Versöhnungsfest (Yom Kippur ) => Wiederannahme Israels mit Beginn des Tausendjährigen Reiches
(7) Laubhüttenfest (Sukkot) => Einzug ins neue Jerusalem
So wie sich ALLE Frühlingsfeste immer exakt am Tag des jeweiligen Festes erfüllten, wird sich auch die Entrückung am Fest der Posaune (Neujahr bzw. „es beginnt was Neues“), wie es auch vorausgesagt wurde (Matth. 24,31; 1. Kor. 15,52; 1. Thess. 4,16; Off. 11,15) sowie der Beginn der letzten Jahrwoche an Yom Kippur und der Beginn des 1000-jährigen Reiches an Sukkot erfüllen!
Aber: Das Fest der Posaune ist das einzige Fest, welches bei Neumond stattfindet. Da dies 29,5 Tage nach dem letzten Neumond ist, kann niemand mit Sicherheit sagen ob dies am 29. oder 30. ist, weswegen an diesen 2 Tagen auch der Nachthimmel mit dem Mond genau beobachtet wurde. Deswegen wird auch dieses Neujahrsfest bis heute an zwei Tagen gefeiert. Damals war Yom Kippur als der Festtag bekannt, „an dem niemand Zeit noch Stunde“ wusste! Selbst wenn wir das Jahr wissen sollten (wie wir schon sahen gibt es 2017 begleitende Zeichen) kennen wir somit „weder Zeit noch Stunde“ (Matth. 24,36), was zudem der übliche „Standard-Spruch“ eines damaligen Bräutigams war (womit wir wiederum einen Hinweis auf die mit der Entrückung verbundene kurz darauf folgende Hochzeit des Messias haben).
Ein Hinweis sei noch hierzu gegeben: Auch wenn nur der Bräutigam-Vater den Termin kannte bzw. festlegte, so musste dieser rechtzeitig bekannt gegeben werden, damit alle Gäste incl. Braut, Brautjungfern und Familie sich auch fertig machen und kommen konnten. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass wir kurz zuvor entsprechende Hinweise erhalten – was möglicherweise mit dem Zeichen am 23.9.2017 und weiteren Zeichen um diesen Termin herum bereits der Fall sein könnte!
Bevor Jesu Passion begann und er sich von seinen Jüngern trennte trank er mit ihnen Wein aus einem Kelch – wie Bräutigam und Braut bei der Verlobung aus einem Kelch im Judentum bis heute trinken. Gleiches wiederholt sich dann bei der Hochzeit – was Jesus wiederum seinen Jüngern ankündigte (Matth. 26,29). Die Entrückung ist somit mit der Hochzeit des Lammes mit der Brautgemeinde verbunden! Dies ist auch bei dem „Sohn Davids nach dem Fleisch“ (Salomo) zu sehen: Am Tag seiner Hochzeit begann auch sein Königtum (Hohelied 3,11). In Offenbarung 11,15 wird Jesus, der „geistliche Sohn Davids“ (Matth. 20,31) seine Herrschaft über alle Reiche der Welt antreten (und u.A. zunächst mit Strafgerichten alles zurechtrücken müssen) – und (wie einst Salomo) auch die Hochzeit mit seiner Brautgemeinde dann feiern.
Eine weitere Parallele finden wir im Sendschreiben an die „Liebesgemeinde“ Philadelphia mit der offenen Tür (Off. 3,8), welche auch in Matth. 15,10 für die klugen Jungfrauen geöffnet war und zur Hochzeit führte. Nach Hesekiel 46,1 soll das Tor gegen Osten am Neumond (also auch am Fest der Posaune) sowie am Sabbat geöffnet werden. Auch Kolosser 2,16-17 weist auf kommende Ereignisse in Bezug auf Jesus am Neumond und weitere biblische Feste hin. Das „7 Tage der Ehrfurcht“ zwischen dem Fest der Posaune und dem Versöhnungstag liegen, könnte auch ein Abbild auf die 7 Trübsalsjahre sein, welche vermutlich parallel beginnen werden. Hierzu passt wiederum, dass Hochzeiten damals 7 Tage lang gefeiert wurden, wie wir es bereits bei Jakob (auch „Israel“ genannt) lesen (1. Mose 29,27-28).
Persönliche Frage: Freue ich mich auf die „Heimholung“?

Könnte es neben dem Zusammenhang zwischen Matth. 25 und Off 12 auch einen mit Off 11 (2 Zeugen) geben?

>> Antwort: Folgende Deutung wäre denkbar (und von jedem Leser selbst zu prüfen):
So wie Josef sowie der Pharao jeweils 2 Träume mit derselben Bedeutungen kurz hintereinander hatten (1. Mose 37,5-9 und 41,1-7), so hatte auch Johannes 2 Bilder mit derselben Bedeutung hintereinander gesehen:
In Off. 12 wird mit der Frau (keine „Jungfrau“ wie beim Messias, auch wenn das Sternbild so heißt) die Gemeinde oder „Gottes Reich“ allgemein dargestellt, welches bis zum Ende der „Schwangerschaft“ zunehmend Probleme und schließlich Wehen und Scherzen leiden wird.
Mit dem männlichen Kind, welches alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird (Off. 12,5), sind die Überwinder gemeint. Die Parallelstelle dazu ist Off 2,26-27 wo Jesus aussagt, dass Überwinder Vollmacht über die Heidenvölker erhalten werden um diese mit eisernem Stab zu weiden.
Für 3,5 Zeiten (bzw. 3,5 Jahre) wird die verfolgte Gemeinde zusammen mit dem Heiligen Geist (Flügel des Adlers könnte neben der Taube ein anders Bild für den beflügelten Heiligen Geist sein; 2. Mose 19,4) verschwinden bzw. aufhören sichtbar wirkend zu existieren (Off. 12,13-16).
Mit den „Übrigen von ihrem Samen welche Jesu Zeugnis haben“ sind die törichten Jungfrauen gemeint, welche von Satan verfolgt werden und weltweit in den Untergrund gehen müssen.
Parallel dazu sind in Off 11,3-4 zwei Zeugen beschrieben, welche mit Leuchtern (Symbol der Gemeinde; Off. 2,5) und dem Heiligen Geist (Ölbaume; Sacharja 4) beschrieben werden.
Sobald Satan auf die Erde geworfen ist, wird er als „Tier aus dem Abgrund“ auftreten und die Gemeinde „töten“ (Off. 11,7) bzw. der Heilige Geist zieht sich zurück und die Gemeinde geht in den Untergrund. Ihre Beseitigung für 3,5 prophetische Tage (bzw. 3,5 Jahre) wird von den Gottlosen gefeiert (Vorläufer war die franz. Revolution wo man sich bewusst von Gott lossagte und die „Vernunft“ feierte).
Bevor die Zornschalen in den weiteren 3,5 Jahren ausgegossen werden, wird die Gemeinde aber noch mal ganz kurz in Erscheinung treten und ebenfalls entrückt werden (Off. 11,11-12).
Wie wir wissen spricht die Bibel von 3 Erntefesten welche in Israel gefeiert werden sollen: Das Passahfest (Erstlingsfrüchte), das Pfingstfest (Wochenfest; Gerste- und Weizenernte) und das Laubhüttenfest (Oliven- und Weinernte). So werden auch 3 „Ernten“ in der Endzeit erfolgen, wobei zuerst die Erstling (Kluge Jungfrauen bzw. „männliche“ Überwinder = Erstlingsfrüchte; Off 14,4) betroffen sein werden, dann in der Mitte der Jahrwoche zum „Wochenfest“ die Getreide-Ernte (Nachfolger Jesu; siehe Matth. 3,12 + 13,30) und schließlich am Ende der Zeit zum Endgericht die Haupternte (alle Toten).
Dazu würde passen, dass mit Beginn der letzten Jahrwoche die Zeit der Heiden (und damit die Gnadenzeit; die Tür schließt sich nach Matth 25) beendet sein wird und Israel wieder in den Fokus tritt. Auch ist zum Ende der Trübsalszeit / 1000-jähriges-Reiches-Beginn von Märtyrern die Rede (Off. 11,5) welche während der Trübsalszeit getötet aber nun nicht entrückt werden sondern leiblich auf der Erde auferstehen. Daher spricht die Bibel auch folgerichtig von der „ersten Auferstehung“ (Off. 20,5-6). Alles vorher waren hingegen Entrückungen in den Himmel!
Dazu passt die Beschreibung der 3 „Ernten“ in Off. 14 (auch wenn sie nicht alle Details der Hauptentrückung enthält): Zuerst das Lamm und die Vollzahl der Überwinder (Off. 14,1-5), dann die Trübsalzeit und die „glückseligen Märtyrer“ (Off. 14,6-13) und schließlich die Haupternte mit dem Weltgericht (Off. 14,14-20).
Die bekannten Entrückungs-Ankündigungen („Hauptentrückung“), welche ALLE(!) dann auf Erden lebende Gotteskinder betreffen (1. Kor. 15,51; 1. Thess. 4,15-17) findet erst zur Zeit der 7ten Posaune statt. Auch Off. 11,11-12 weist auf die ganze dann lebende Gemeinde hin. Die Erstlings-Entrückung hingegen wird nach Off 12 nur einen kleinen Teil der Christenheit betreffen (Neugeborenes in Relation zur großen Frau, ebenfalls sind Erstlinge nur ein kleiner Anteil zur Haupternte). Vor allem beschreibt 2. Thess. 2,3 über die (Haupt-)Entrückung, dass zuvor der „Mensch der Sünde“ geoffenbart worden sein muss. Gleichzeitig heißt es aber, dass das Zurückhaltende (die Überwinder bzw. klugen Jungfrauen mit brennenden und treuen Herzen zusammen mit dem Heiligen Geist) erst „hinweggetan“ bzw. entrückt worden sein müssen (Verse 6-7).
Fassen wir noch mal in Stichworten den Ablauf der letzten Jahrwoche zusammen:
0: Entrückung der kleinen Gruppe Erstlinge/Überwinder
[5te Posaune/1tes Wehe] Satan (Off. 9,1 + 12,9), Dämonen (Off. 9,2-4 + 12,4) und Tier aus Abgrund (Off. 9,11-12) kommen auf die Erde
Christenverfolgung + Gemeinde im Untergrund für 3,5 Jahre (offiziell „tot“)
3,5: Antichristliches Tier 1 „aus dem Völkermeer“ (Politik) tritt offiziell weltpolitisch auf
Antichristliches Tier 2 „aus der Erde“ (Religion) tritt auf
[7te Posaune/3tes Wehe] mit Hauptentrückung der Gemeinde
Zornschalen Gottes
7: Jesus kommt in Macht und Herrlichkeit
Sollte diese Auslegung korrekt sein, würde dies umso mehr herausstellen wie wichtig es ist zu den klugen Jungfrauen zu gehören! Möge ein jeder Leser die verbleibende Zeit nutzen um GANZE Sache mit Jesus Christus zu machen!!!
Persönliche Frage: Bin ich mir den Ernst der Stunde bewusst!?!


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