Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 02.06.2020
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Gericht und Gnade

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Gericht und Gnade



Dies ist das Wort des Herrn... Ich will alles vom Erdboden wegraffen, spricht der Herr. Ich will Mensch und Vieh, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer wegraffen; ich will zu Fall bringen die Gottlosen, ja, ich will die Menschen ausrotten vom Erdboden, spricht der Herr.
Zefania 1, 1-3

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Jesus Christus sind.
Römer 8, 1

Zefania 1,1-3,Römer 8,1


Das sind schreckliche Gerichtsworte im Buch des Propheten Zefania, die weit bis in unsere Zeit und in die Zukunft weisen, wo es um den großen und schrecklichen Tag des Herrn geht.

Im Bamberger Dom befindet sich ein eindrückliches Standbild, das den Jüngsten Tag versinnbildlicht:

Ein Gerichtsengel hält eine Waage in der Hand, wo sich in der einen Waagschale eine Menge von Büchern befinden, im denen alle unsere Sünden aufgelistet sind. An dieser Waagschale hängen viele Teufelchen, die die Waagschale nach unten ziehen wollen.

Die Waage wird durch einen kleinen Kelch in der anderen Waagschale im Gleichgewicht gehalten, der das zur Vergebung unserer Sünden vergossene Blut Jesu Christi darstellt.

Das ist die Frohe Botschaft des Evangeliums, die aller Kreatur zu verkünden ist. Das zu tun ist Aufgabe der Christen und der christlichen Kirche, als der Gemeinschaft der Heiligen, also der von Gott begnadigten Sünder, die durch das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu Christi von der Macht der Sünde freigekauft wurden.

Es geht um Gericht und Gnade. Um das schreckliche Gericht Gottes, dem wir von Natur aus allesamt verfallen sind und der Rettung aus diesem Gericht.

Das ist die Kernbotschaft des Evangeliums, an dem überhaupt nie Zweifel bestanden, das aber auf ein Wohlfühlevangelium mit einem ausschließlich lieben Gott, der alles durchgehen lässt, verkürzt wurde. Diese billige Gnade gibt es nicht! Ohne Umkehr geht es nicht!

Gottes Liebe zu uns besteht darin, dass Christus für uns gestorben ist, womit für unsere Befreiung ein unendlich hoher Preis gezahlt wurde.

Es geht um sehr ernste Dinge. Das sollte uns in der gegenwärtigen Passionszeit wieder neu bewusst werden.

Er kommt zum Weltgerichte: zum Fluch dem, der ihm flucht,
mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht.
Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal
zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal.
(Paul Gerhardt)


Jörgen Bauer




Welch Glück ist´s erlöst zu sein, Herr, durch dein Blut!
Ich tauche mich tief hinein in diese Flut.
Von Sünd und Unreinigkeit bin ich hier frei
und jauchze voll selger Freud: Jesus ist treu.

Refrain:
O preist seiner Liebe Macht, preist seiner Liebe Macht,
preist seiner Liebe Macht, die uns erlöst!

Welch Glück ist´s erlöst zu sein, Herr, durch dein Blut!
Ich leide nicht länger Pein, habe nun Mut.
Mir ging ja ein neues Licht gnadenvoll auf;
drum zweifle ich ferner nicht in meinem Lauf.

Welch Glück ist´s erlöst zu sein, Herr, durch dein Blut!
Das heilt die Gebrechen fein, macht alles gut.
Hier wandelt der Sorgen Heer schnell sich in Lust;
man weinet und klagt nicht mehr an Jesu Brust.

O Jesu, Gekreuzigter, Dir jauchz ich zu!
Mein Heiland, mein Gott und Herr, in Dir ist Ruh;
mit Dir überwind ich weit des Todes Macht.
O Wort voller Seligkeit: Es ist vollbracht!


(Lied ' Welch Glück ist´s erlöst zu sein ', Francis Bottome (1823 - 1894) )




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