Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 02.06.2020
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Wo ist unsere Zukunft?

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Wo ist unsere Zukunft?



Wir haben hier keine bleibende Stadt, aber die zukünftige suchen wir.

Hebräer 13, 14


Soweit ich mich zurück erinnern kann, ging es ständig um die "bessere Zukunft". Und das war schon vor meiner Zeit so, und dabei ist es auch geblieben. Immer geht es darum, neue Entwicklungen und Erfindungen durchzusetzen, die unser Leben glücklicher und erfüllter machen sollen.

Eigentlich sind das gute Absichten und ganz erheblich besser als die Sichtweise dass der Krieg der Vater aller Dinge ist. Obwohl auch an dieser Aussage etwas dran ist, bedenkt man, dass allen Staatsgründungen immer Kriege, Mord oder Revolutionen vorausgingen und man sich anschließend regelmäßig daran machte, für eine bessere Zukunft zu sorgen.

Auch unsere Gesellschaft will ständig alles vervollkommnen und alles noch besser machen um uns allen ein möglichst sorgenfreies Leben zu ermöglichen, und bei dem Blick in die Zukunft, auf die die Menschen ihre Hoffnungen setzen, wird oft gar nicht mehr wahrgenommen, wie viel Fehlentwicklungen und Fehlschläge es weltweit gibt.

Erst dieser Tage las ich in der Tageszeitung, dass die Ausgaben für die Rüstung überall ganz erheblich gestiegen sind und dass die Lage in der Welt unsicherer ist, als zu Zeiten des Kalten Krieges, nach dessen Ende man an eine nunmehr bessere Zukunft glaubte.

Um es kurz zu machen:

Die Menschheit wird ihre Probleme nie und nimmer in den Griff bekommen. Aufgrund seiner gefallenen, sündigen und friedlosen Natur wird sich der Mensch ständig selbst im Wege stehen und immer genau das tun, wodurch der Boden für neue Konflikte bereitet wird.

Und es bleibt weiterhin so, dass etwas Neues immer nur auf den Trümmern des Alten entsteht, wobei man nicht weiß, ob das Neue besser ist, und es im Grunde nichts Neues gibt, sondern immer nur das Alte in ständig neuer Verpackung.

Man kann hierzu unterschiedliche Haltungen einnehmen.

Da gibt es den Optimisten, der immer das Beste hofft und sich, wenn möglich, Ablenkung verschafft. Dann haben wir den Pessimisten, der das Schlimmste befürchtet und keine Lebensfreude mehr hat. Der Realist versucht die Dinge klar zu sehen, seine Chancen auszurechnen und sich abzusichern.

Und wie ist die Haltung des Christen?

Es gibt den Optimisten, Pessimisten und Realisten nie in Reinform und auch im Christen sind alle diese Stimmungen und Gefühle vorhanden.

Der Christ unterscheidet sich aber von den drei Grundhaltungen nochmals ganz fundamental, weil er mit Gott verbunden ist und seine Hoffnung und sein Vertrauen auf Gott setzt, in allen Lebenslagen mit ihm rechnet und dabei erfährt, dass dies ein tragender Grund ist.

Deshalb muss der Christ auch nicht aus der Welt flüchten, sondern kann sich einbringen, seiner Salz- und Lichtfunktion nachkommen und Wegweiser auf Jesus Christus sein.

Der Christ weiß aber auch, dass er hier keine bleibende Stadt haben kann, weil auch die herrlichste Zukunft ihn nicht wirklich befriedigen könnte, weil ohne Gott alles sinnlos bliebe. Deshalb ist er unterwegs zu Gott, der endlich das absolut Neue, Vollkommene und alles Erfüllende schafft, das die Menschen vergeblich zu erreichen versuchten.

Das soll unser Trost bei allem sein, was auf uns zukommt und darauf wollen wir auch andere hinweisen.

Jesus Christ, du nur bist
unsrer Hoffnung Licht.
Stell uns vor und lass uns schauen
jene immer grünen Auen,
die dein Wort verspricht.

Marie Schmalenbach (1835 - 1924)



Jörgen Bauer




Ich weiß, woran ich glaube,
ich weiß, was fest besteht,
wenn alles hier im Staube
wie Sand und Staub verweht;
ich weiß, was ewig bleibet,
wo alles wankt und fällt,
wo Wahn die Weisen treibet
und Trug die Klugen prellt.

Ich weiß, was ewig dauert,
ich weiß, was nimmer lässt;
auf ewgen Grund gemauert
steht diese Schutzwehr fest.
Es sind des Heilands Worte,
die Worte fest und klar;
an diesem Felsenhorte
halt ich unwandelbar.

Auch kenn ich wohl den Meister,
der mir die Feste baut;
er heißt der Fürst der Geister,
auf den der Himmel schaut,
vor dem die Seraphinen
anbetend niederknien,
um den die Engel dienen:
ich weiß und kenne ihn.

Das ist das Licht der Höhe,
das ist der Jesus Christ,
der Fels, auf dem ich stehe,
der diamanten ist,
der nimmermehr kann wanken,
der Heiland und der Hort,
die Leuchte der Gedanken,
die leuchtet hier und dort.

So weiß ich, was ich glaube,
ich weiß, was fest besteht
und in dem Erdenstaube
nicht mit als Staub verweht;
ich weiß, was in dem Grauen
des Todes ewig bleibt
und selbst auf Erdenauen
schon Himmelsblumen treibt.


(Lied ' Ich weiß, woran ich glaube ', Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860) )




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