Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 19.09.2019
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Der König kommt!

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Der König kommt!



Siehe, es kommt die Zeit spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.

Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.

Jesaja 23, 5 und Off 22, 16


Liest man Altes und Neues Testament aus christologischer Sicht, lässt sich eine Fülle von Hinweisen finden, die auf Jesus Christus deuten. Viele Aussagen im Alten Testament bleiben zunächst dunkel und rätselhaft und erschließen sich erst dann, wenn man einen Bezug zu Jesus Christus herstellt.

An Weihnachten gedenken wir der Menschwerdung des Gottessohnes. Für den, der begriffen hat, um was es hier geht, ist das immer wieder ein Grund zur Freude. Wer hier Abstriche macht, in dem er Aussagen des Glaubensbekenntnisses, wo es um die Empfängnis durch den Heiligen Geist und die Jungfrauengeburt geht, leugnet, entwertet Weihnachten und macht es zu einem kraftlosen, religiösen Fest.

Daran ändert sich auch nichts, wenn man Weihnachten zum Anlass nimmt, Liebe, Frieden und soziales Wohlverhalten einzufordern. Das Kommen Jesu kann uns nur verändern, wenn wir sein Erlösungswerk in seiner ganzen Tiefe und Bedeutung begreifen und annehmen.

Zum Weihnachtsfest gehört auch folgende Aussage:

"Jetzt ist Jesus, unter einfachen Umständen, als Kind in der Krippe, gekommen. Bei seinem nächsten Kommen wird er nicht mehr das 'arme Kind' in der Krippe sein, sondern unübersehbar, als Herr aller Herren und König aller Könige und als Weltenrichter erscheinen."

Darauf warten wir, und diese Gewissheit seines Kommens soll uns trösten, wenn wir selbst in Bedrängnis kommen oder wegen seines langen Ausbleibens in Anfechtung geraten.

Jesus hat in seinem irdischen Leben, aus menschlicher Sicht, nichts Schönes erlebt und am Ende musste er sogar einen elenden Tod am Kreuz sterben.

Bei allen was ihm widerfuhr kann und konnte ich in ihm immer nur den König und Herrn sehen und niemals eine "gescheiterte Existenz", wie manche meinen. Denn tatsächlich war und ist er DER unübertroffene Sieger an dessen Sieg wir selbst teilhaben dürfen.


In diesem Sinne Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Es grüßt
Jörgen Bauer




Gelobet seist du, Jesu Christ,
dass du Mensch geboren bist.
Von einer Jungfrau, das ist wahr,
des freuet sich der Engel Schar.
Kyrieleis.

Des ewgen Vaters einig Kind,
jetzt man in der Krippen findt,
in unser armes Fleisch und Blut
verkleidet sich das ewig Gut.
Kyrieleis.

Den aller Welt Kreis nie beschloss,
der liegt in Marien Schoß,
er ist ein Kindlein worden klein,
der alle Ding erhält allein.
Kyrieleis.

Das ewig Licht geht da herein,
gibt der Welt ein´ neuen Schein,
es leucht wohl mitten in der Nacht
und uns des Lichtes Kinder macht.
Kyrieleis.

Der Sohn des Vaters, Gott von Art,
ein Gast in der Welt hier ward
und führt uns aus dem Jammertal,
macht uns zu Erben in seim Saal.
Kyrieleis.

Er ist auf Erden kommen arm,
dass er unser sich erbarm
und in dem Himmel machet reich
und seinen lieben Engeln gleich.
Kyrieleis.

Das hat er alles uns getan,
sein groß Lieb zu zeigen an.
Des freu sich alle Christenheit
und dank ihm des in Ewigkeit.
Kyrieleis.


(Lied ' Gelobet seist Du Jesus Christ ', Martin Luther (1483 – 1546) )




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