Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 17.07.2019
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Der Missionsauftrag ist eindeutig!

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Der Missionsauftrag ist eindeutig!



Und Jesus trat herzu und sprach zu Ihnen:
Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Matthäus 28, 18 - 20


Zum Einstieg folgende Meldung:

"Notwendig und überfällig": Kirchen definieren "Mission" neu:

"Mehrere hundert Vertreter der Volks- und der Freikirchen an einem Tisch – das gibt es selten, erst Recht, wenn die verschiedenen Christen dann auch noch über den Begriff Mission diskutieren. So geschehen ist das dieser Tage in Berlin."

Soviel zu dieser Meldung.

Verfolgt man die Berichterstattung ging es darum, wie man Menschen zum christlichen Glauben führt, ohne dabei konkret zu werden, und bei einer solchen Grundhaltung kam es - wie zu erwarten - auch zu keinem Ergebnis. Jedenfalls war ein solches für mich nicht erkennbar.

Eigentlich geht es doch nur um Eines: Jesus Christus für unsere Sünden gestorben und zu unserer Rechtfertigung auferstanden. Ohne IHN können wir vor Gott nicht bestehen, weshalb ER der einzige Weg zu Gott ist.

Das ist die Botschaft an der sich von Anfang an die Geister geschieden haben und sich auch weiterhin scheiden werden, und das bedeutet, dass das Evangelium viel Zündstoff enthält, weshalb es dieses, nach dem Verständnis der kirchlichen “Missions-Sachverständigen”, zu entschärfen gilt.

Und zu den "Problemen", die dabei “entdeckt werden”, kann es immer nur dann kommen, wenn man nicht klar bekennt, sondern nach Um- und Auswegen sucht, bei denen man sich letztlich nicht festlegen muss, sondern es bei Allgemeinplätzen belassen kann.

Da geht es dann um "Mission Respekt" bei der man andere Religionen, von denen die zu Missionierenden ja gerade frei werden sollen, verständnisvoll akzeptiert.

Passend dazu heißt es:

"Respekt und Vertrauen im Umgang mit Andersgläubigen sollten im Vordergrund stehen. Zugleich müssten Christen ihre eigene religiöse Identität vertreten, aber auch mit anderen Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten. In allem sollten sie Jesus Christus nachstreben und in Gottes Liebe handeln."

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, erklärte: "Wir können in einer komplexen Welt nicht mit einfachen Antworten agieren." Christen und Andersgläubige seien dazu aufgerufen, ihre persönlichen Überzeugung zu bekennen und zu vertreten.

Pastoren aus den Niederlanden sprachen von interreligiösen Veranstaltungen. Christen hätten Muslime dort vor Kritikern in Schutz genommen, etwa als 2008 der islamkritische Film "Fitna" des Politikers Geert Wilders erschien. Bis heute arbeiteten die unterschiedlichen Religionen erfolgreich zusammen.

Bei einem solchen Verständnis von Mission, bei dem es mehr ums Diskutieren, Debattieren und um "Dialoge" geht, wird man keinen Menschen für den christlichen Glauben gewinnen.

Aber was ist der eigentliche Grund für diese Verrenkungen?

Der Grund ist der, dass man nicht mehr glaubt, dass die Bibel inspiriertes Wort Gottes, sondern ein literarisches Produkt ist, in dem Menschen ihre subjektiven Erfahrungen mit Gott niedergeschrieben haben. Zum “Wort Gottes” wird die Bibel, nach dieser Sichtweise, erst dann, wenn man sich durch eine Aussage besonders angesprochen fühlt.

Eine solche Bibel wäre tatsächlich austauschbar und nicht mehr viel wert. Eigentlich könnte man sie ganz vergessen.

Anstelle nach dem Motto, "wasche mich, aber mache mich dabei nicht nass" herumzueiern, müsste man sich ganz einfach am Verhalten eines Verkäufers, Handelsvertreters oder Werbers orientieren, der für ein bestimmtes Produkt wirbt. Dazu muss dieser aber von seinem Produkt überzeugt sein. Und gerade daran fehlt es.

Wer aber von seinem Produkt überzeugt ist, hebt die Vorzüge seines Produkts hervor. Die Produkte der Konkurrenz interessieren ihn überhaupt nicht, und auf diese muss er auch nicht eingehen.

Warum also nicht einfach mit der Frage, "Kennst du Jesus", anfangen?

Dem Herrn sei Dank, dass immer noch viele Menschen zum Glauben finden. Das allerdings nicht durch abgehobene "ausgewogene Missionskonzepte" denen unfruchtbare theologische Debatten vorausgegangen sind, sondern weil der Herr selbst am Wirken ist.

So ist die Zahl der Christen, einer Meldung von Open-Doors zufolge, im Iran so angestiegen, dass es die Zahl der Christen, die es schon vorher im Iran gab, zahlenmäßig übersteigt.

Und in der Publikation “Freund”, September 2014, wird von einer Erweckung in Algerien berichtet, wo, unbeachtet von der Weltöffentlichkeit, Zehntausende Muslime zu Christen werden.

Und deshalb kann auch jeder schlichte Christ ein Wegweiser auf Jesus Christus sein. Und das sollten wir sein! Genauso, wie das auch schon die ersten Christen waren.




Der du in Todesnächten
erkämpft das Heil der Welt
und dich als den Gerechten
zum Bürgen dargestellt,
der du den Feind bezwungen,
den Himmel aufgetan:
Dir stimmen unsre Zungen
ein Halleluja an.

Im Himmel und auf der Erden
ist alle Macht nun dein,
bis alle Völker werden
zu deinen Füßen sein,
bis die von Süd und Norden,
bis die von Ost und West
sind deine Gäste worden
bei deinem Hochzeitsfest.

Noch werden sie geladen,
noch gehn die Boten aus,
um mit dem Ruf der Gnaden
zu füllen dir dein Haus.
Es ist kein Preis zu teuer,
es ist kein Weg zu schwer,
hinaus zu streun dein Feuer
ins weite Völkermeer.

O sammle deine Herden
dir aus der Völker Zahl,
dass viele selig werden
und ziehn zum Abendmahl.
Schließ auf die hohen Pforten,
es strömt dein Volk heran;
wo noch nicht Tag geworden,
da zünd dein Feuer an!


(Lied ' Der du in Todesnächten ', Christian Gottlob Barth 1799-1892 )




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