Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 15.10.2019
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Israels Berufung

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Israels Berufung



Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

Der Herr sprach zu Abram: Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du wohnst, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen. Denn all das Land, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit.

1. Mo 12, 3 und 1.Mo.13, 14.15


Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Staat Israel und denen, die Israel beseitigen wollen, allen voran die HAMAS, führt auch bei uns zu gespaltenen Gefühlen. Wer ist im Recht, wer im Unrecht? Wessen Partei soll man ergreifen?

Vereinfacht könnte man sagen, "Banditen und Spitzbuben" sind beide Seiten: Die HAMAS, weil sie keinen Frieden will und in hinterhältiger Weise Unmengen von Raketen auf Israel abschießt, die das Land längst verwüstet hätten, wenn man sie nicht abfangen könnte - und die Israelis, weil sie ebenfalls nicht nachgeben, gnadenlos zurückschlagen und dabei überziehen.

Die Palästinenser waren es, die mit den Terroranschlägen, Flugzeugentführungen usw. anfingen, wobei auch Israel und die Juden auf eine lange "Terroristentradition" zurückblicken können, angefangen bei den Anschlägen und den Aufständen gegen die Römer, bis in unsere Zeit, wo es im Zusammenhang mit der Gründung des Staates Israels, mit Bombenanschlägen gegen die Engländer ging, unter deren Verwaltung Palästina damals stand, nachdem es zuvor Teil des osmanischen Reiches war.

Die Geschichte Israels und der Juden, die von den ursprünglich 12 Stämmen übriggeblieben sind - der Rest ist verschollen - ist von Gewalt gekennzeichnet.

Von Gewalt in beiden Richtungen. Einmal in dem Israel - unter Gottes Führung - mit Gewalt Besitz vom gelobten Land ergriff und es auch sonst recht gewalttägig zuging und einmal in dem Israel und die Juden, über die Jahrhunderte hinweg, selbst Opfer von Gewalt wurden. Bis heute scheint dies das Schicksal der Juden zu sein.

Nach unserem Empfinden passt das nicht zu einem von Gott erwählten Volk, das eigentlich zum Heil für die Welt bestimmt war und nach der biblischen Prophetie, immer noch ist. Hier würde man eigentlich Friedensboten und Friedensbringer erwarten.

In der Bibel wird das erwählte Volk Gottes, allerdings auch als halsstarrig, widersetzlich, ungehorsam und verstockt bezeichnet, was immer wieder den Zorn Gottes hervorgerufen hat. Aber vielleicht steht das Schicksal Israels und der Juden auch bildhaft für den Kampf der Finsternis gegen das Licht?

Hier stehen wir vor einem Rätsel.

Erstaunlich ist die Treue Gottes gegenüber seinem Volk. Im Römerbrief lesen wir, dass Gottes Berufung, Gott nicht gereuen kann, wobei die Heidenchristen vor Überheblichkeit gewarnt werden. Uns wird gesagt, dass wir "nur Zweite Wahl" sind und die Juden nach wie vor an erster Stelle stehen.

Für uns tröstlich ist die Treue Gottes, mit der auch wir rechnen dürfen.

Gott hat seinem Volk das Land, das wir unter dem Namen Palästina kennen, für alle Zeit zum Besitz gegeben, was die islamisch geprägten Araber nie werden verstehen können und wenn, dann könnten auch sie sich auf die Bibel berufen, wonach Abrahams Nachkommen, wozu auch die Araber gehören, dieses Land versprochen wurde.

Wir wissen aus der Bibel allerdings, dass diese Zusage der Linie Isaak, Jakob und dessen Nachkommen gilt. Eine andere Frage wäre, ob die Palästinenser überhaupt ein Volk sind oder ob es Araber sind, die sich dort, in der Abwesenheit der Juden, angesiedelt haben.

Als Christen müssen wir nicht alles gut heißen, was die Israelis tun, aber wissen, dass Gott die segnet, die Sein Volk segnen und die verflucht, die Sein Volk verfluchen.




Wach auf, du Geist der ersten Zeugen,
die auf der Maur als treue Wächter stehn,
die Tag und Nächte nimmer schweigen
und die getrost dem Feind entgegengehn,
ja deren Schall die ganze Welt durchdringt
und aller Völker Scharen zu dir bringt.

O dass doch bald dein Feuer brennte,
o möcht es doch in alle Lande gehn!
Ach Herr, gib doch in deine Ernte
viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn.
O Herr der Ernte, siehe doch darein:
die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein.

So gib dein Wort mit großen Scharen,
die in der Kraft Evangelisten sein;
lass eilend Hilf uns widerfahren
und brich in Satans Reich mit Macht hinein.
O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis
dein Reich bald aus zu deines Namens Preis!

Ach lass dein Wort recht schnelle laufen,
es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein.
Ach führe bald dadurch mit Haufen
der Heiden Füll zu allen Toren ein!
Ja wecke dein Volk Israel bald auf,
und also segne deines Wortes Lauf!

Lass jede hoh und niedre Schule
die Werkstatt deines guten Geistes sein,
ja sitze du nur auf dem Stuhle
und präge dich der Jugend selber ein,
dass treuer Lehrer viel und Beter sein,
die für die ganze Kirche flehn und schrein!

Du wirst dein herrlich Werk vollenden,
der du der Welten Heil und Richter bist.
Du wirst der Menschheit Jammer wenden,
so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist.
Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn;
Du tust doch über Bitten und Verstehn.


(Lied ' Wach auf, du Geist der ersten Zeugen ', Karl Heinrich von Bogatzky 1750 )




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