Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 19.06.2019
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Unglaube führt zum Gericht Gottes

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Unglaube führt zum Gericht Gottes



Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein andere Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen.

4. Mose 14, 24


Wie war das damals noch...?

Das Volk Israel stand nach einer langen Wüstenwanderung vor den Toren des Landes, das Gott ihnen zum ewigen Erbe versprochen hatte. Auf Gottes Geheiß hin, sandte Mose 12 Männer aus, darunter Josua und Kaleb, die das Land erkunden sollten.

Nach vierzig Tagen kehrten die Kundschafter zurück, und ihr Bericht über die befestigten Städte und die Stärke des dortigen Volkes, ließ die Israeliten verzagen, sie brachen in lautes Jammern und Wehklagen aus und murrten gegen Mose.

Auch die beschwörenden Hinweise von Kaleb und Josua, auf die Zusage und den Beistand Gottes zu vertrauen, der ihnen, entgegen allem Augenschein, den Sieg schenken würde, konnte das jammernde und verzagte Volk nicht umstimmen. Und um ein Haar wären Josua und Kaleb noch gesteinigt worden.

Das Gericht Gottes bestand darin, dass das Volk weitere 40 Jahre in der Wüste ausharren musste und keiner, bis auf Josua und Kaleb, ins gelobte Land kamen. Alle die kleingläubig gejammert und gewehklagt und damit Gott gelästert hatten, mussten vorher sterben.

Dieser Bericht ist deshalb von Interesse, weil sich solches bis heute wiederholt. Diese Geschichte fiel mir besonders nach der Wiedervereinigung Deutschlands ein.

So wie damals das Volk Israel bei jeder Schwierigkeit klagte, "ach wären wir doch in Ägypten - und damit in der Sklaverei - geblieben", so hörte sich das auch in Deutschland an, wo die DDR-Verhältnisse manchem plötzlich in einem verklärten Licht erschienen. "Ja, in der DDR war nicht alles schlecht", hieß es.

Und wie sieht es bei uns Christen aus? Vertrauen wir auf die Zusagen und die Gegenwart Gottes oder verzagen wir, wenn wir vor einem Berg scheinbar unlösbarer Aufgaben oder wirklicher oder auch nur vermeintlicher Bedrohungen stehen?

Ist uns klar, dass unser Kleinglaube Gott mehr beleidigt als es der Unglaube der Gottlosen tut? Und dass das, was wir befürchten, dann am ehesten eintrifft?

Wir dürfen darauf vertrauen, dass alles aus Gottes Hand kommt. Dass ER uns durch Dunkelheiten und tiefe Täler führt, aber aus diesen auch wieder heraus ans Licht und endlich in Seine Herrlichkeit bringt. Davon zeugt das Wort Gottes und das bezeugt auch das Leben der Christen und derer, die uns im Glauben vorangegangen sind.

Die Dunkelheiten des Lebens haben ihre letzte Ursache in der gefallenen Schöpfung, die sich von Gott gelöst und den Widersacher Gottes, den Mörder und Lügner von Anfang an, dadurch zum Fürsten dieser Welt gemacht hat.

Aber Jesus Christus ist in diese dunkle Welt gekommen und hat sich als der Stärkere erwiesen. Zwar ist seine Herrschaft noch nicht für alle offenkundig, aber mit IHM an der Seite können wir tatsächlich über Mauern springen. Mutiges Anpacken und etwas von dem Geist, der in Kaleb war, bewirkt Segen.




Auf dein Wort will ich trauen,
mein Herr und Gott, allein;
auf Felsen muss man bauen,
um still und stark zu sein.
Was Gott sagt, das bestehet,
es ist des Glaubens Hort.
Ob alle Welt vergehet,
fest bleibt dein heilig Wort.

Auf eine Wort will ich hoffen
in Not, in Angst und Schmerz,
der Weg zum Thron steht offen,
ich fliehe an dein Herz;
denn, was du uns verheißen,
erfüllst du fort und fort.
Kein Feind soll mir entreißen
den Trost von deinem Wort.

Auf dein Wort will ich merken,
es leuchtet meinem Fuß,
zeigt, wie in Wort und Werken
ich sein und handeln muss.
Lehr mich ihm folgen schlichte
an jedem Tag und Ort,
dass meinen Gang ich richte
mit Fleiß nach deinem Wort.

Auf dein Wort will ich´s wagen,
das Netz zu werfen aus,
will deine Botschaft tragen
in manches Herz und Haus.
Herr, lass es wohlgelingen,
schaff Früchte da und dort;
nicht Eignes will ich bringen,
nur dein lebendig Wort.

Auf dein Wort will ich beten,
wie du es uns gelehrt,
dem Feind entgegentreten,
wie du dich einst gewehrt.
Auf meinen Erdenpfaden
bis hin zur Himmelspfort,
will ich mich, Gott aller Gnaden,
mich stützen auf den Wort.


(Lied ' Auf dein Wort will ich trauen ', Dora Rappard 1912 )




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