Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 15.10.2019
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Bibel ist Wort aus Gottes Mund

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Bibel ist Wort aus Gottes Mund



Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.

2. Timotheus 3, 16. 17


Erst kürzlich habe ich es wieder gelesen: "Das Neue Testament ist nicht vom Himmel gefallen, sondern von Menschen verfasst worden. Es nehme die zentrale Botschaft ernst, dass Gott in Christus Mensch wurde und in die Geschichte einging".

Das hört sich gut an. Natürlich ist weder das Neue Testament noch die gesamte Bibel vom Himmel gefallen, selbstverständlich wurde sie von Menschen geschrieben - von wem auch sonst?

Diese Aussage liegt auf der Linie, wonach Menschen in der Bibel, das Neue Testament eingeschlossen, das niedergeschrieben haben, was sie an Erfahrungen mit Gott bzw. Jesus Christus gemacht haben, wobei diese wirklichen oder auch nur vermeintlichen Erlebnisse aus menschlicher Sicht niedergeschrieben wurden.

Demnach glauben wir nicht dem, was Gott gesagt hat, sondern dem, was uns Menschen über Gott berichtet haben. Wir glauben also Menschen und nicht Gott. Glauben aus Zweiter Hand, wenn man so will.

Und diese Sichtweise war mir schon immer viel zu wenig, weil eine solche Sichtweise die Bibel beliebig werden lässt.

Nach dem Selbstzeugnis der Bibel ist diese zwar von Menschen geschrieben, aber durch den Geist Gottes inspiriert. Die Worte der Bibel sind demnach nicht das Produkt eigener Überlegungen, sondern getrieben vom Geist Gottes haben Menschen die Texte der Bibel niedergeschrieben.

Nach meiner persönlichen Erfahrung entwickelt die Bibel erst dann ihre lebensverändernde, froh- und freimachende Kraft, wenn man ihr in diesem Sinne, als verbindliches und irrtumsloses Wort Gottes, glaubt.

Wenn ich etwas nicht verstehe, kann die Frage deshalb nicht die sein, wo die Bibel irrt, sondern wo ich mich irre. Dabei sehe ich keinen Widerspruch zwischen biblischen Aussagen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Beides scheint sich manchmal massiv zu widersprechen, denkt man zum Beispiel an den Schöpfungsbericht.

Bei allen Respekt vor der Wissenschaft: Sie sieht nur das vordergründig Erforschbare, ist nie endgültig, sondern salopp gesagt, immer auch so etwas wie der "neueste Stand des Irrtums". Kurzum sie ist unvollkommenes Menschenwerk.

Die andere Seite ist, dass wir auch mit einem naiven, wortwörtlichen Bibelverständnis fehl gehen können, weil sicher vieles bildhaft und in einem Sprachverständnis abgefasst ist, das unserem Kulturkreis fremd ist.

Ich lese den Schöpfungsbericht immer wieder sehr gerne, und ich habe damit keinerlei Probleme, wohl wissend, dass es sich hier um Vorgänge handelt, die sich der Erforschung und unserem Begreifen entziehen. Dazu gehört, dass es sehr viele Dinge gibt, von denen die Bibel überhaupt nichts berichtet.

So zum Beispiel, wo Raum, Zeit, Energie, Materie und die am Anfang wüste und leere Erde herkommen. Aber darum geht es der Bibel auch nicht. Sie ist Wort Gottes mit der Gott zu uns spricht, weil wir Ansprechpartner und Gegenüber Gottes sind. Wir erfahren nur soviel, dass Gott alle Dinge aus dem Nichts gerufen hat. Um den Glauben geht es, nicht um Naturkunde.

Wenn wir das Wort Gottes in diesem Sinne verstehen und betend lesen, wird es seine belebende und erneuernde Kraft in unserem Leben entfalten.

Interessant ist, dass die großen Wissenschaftler, wie Max Planck, Werner Heisenberg u.a. der Auffassung waren und sind, dass im Kosmos eine alles Begreifen weit übersteigende Intelligenz am Wirken ist.

Da ist nichts mit tumbem “Zufall”. Und wenn wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, dann erkennen wir, dass Gottes unsichtbares Wesen, seine ewige Kraft und Gottheit, seit Anbeginn der Welt aus Seinen Werken ersehen wird (Römer 1, 20).




Herr, dein Wort ist unvergleichlich,
Menschenworte taugen nichts.
Seine Kraft wirkt immer reichlich,
wie Gott redet, so geschicht’s.
Bricht der Himmel, dieses stehet,
tobt die Hölle, dieses bleibt;
wenn dereinst dies Rund vergehet,
fällt kein Jota, das er schreibt.

Werte Schriften vom Erbarmen!
Göttlich Wort von Gottes Huld!
Hier ist Reichtum für die Armen
und ein Freibrief für die Schuld,
hier ist Balsam für die Wunden,
hier ist Trost, für alle Not,
es gibt Nahrung den Gesunden,
Lebenswasser für den Tod.

Gott, wir danken deiner Gnade,
die uns solch ein Wort geschenkt,
welches auf dem Lebenspfade
und das Herz zum Himmel lenkt.
Lass es dir zum Lob geschehen,
dass wir, wie den Wort verheißt,
heute glauben, morgen sehen
Gott den Vater, Sohn und Geist.


(Lied ' ', Philipp Friedrich Hiller, 1762 )




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