Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 18.01.2020
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Rechte Fröhlichkeit

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Rechte Fröhlichkeit



Ein Narr lacht überlaut; ein Weiser lächelt nur ein wenig.

Jesus Sirach 21, 29 (Apokryph


Ein fröhliches Herz - und das nicht nur zur 5. Jahreszeit - ist eine Gottesgabe.

Wenn man eine Konkordanz einmal nach den Worten "freuen" und "fröhlich" durchsieht, stellt man fest, dass im Wort Gottes sehr viel von Freude und Fröhlichkeit geschrieben steht, ja dazu geradezu aufgefordert wird.

Freude und Fröhlichkeit sollen dabei aus dem Glauben und aus der Verbindung mit Gott kommen. Bei allen Beschwernissen, die das Leben mit sich bringt und bei aller Sünde, die belasten kann, ist es doch der Wille Gottes, dass wir von Lasten frei werden bzw. uns frei machen lassen, um den Glauben als etwas Frohmachendes zu erleben, das zu innerer Ruhe, Gelassenheit und inneren Frieden führt.

Von daher ist überhaupt nichts dagegen zu sagen, wenn jemand an fröhlichen Veranstaltungen teilnimmt, fröhliche Geselligkeit liebt und sich durch Späße und humoristische Einlagen erheitern lässt - auch der Humor, der darin besteht, dem Ernst des Lebens heitere Seiten abzugewinnen, ist eine Gottesgabe. Und glücklich ist, wer dabei auch über sich selbst lachen kann.

Auch ein fröhliches Beisammensein, bei dem der Wein, in Maßen genossen, die Zunge löst und Frohsinn aufkommen lässt, ist ebenfalls nicht zu verachten. Denn der Wein erfreut des Menschen Herz, wie in Psalm 104, Vers 15, zu lesen ist, und dazu steht im Wort Gottes viel von Weinbergen geschrieben, und im Weinwunder zu Kana verwandelt selbst Jesus Wasser in Wein.

Wie für alles, was das Leben an Fröhlichkeiten und Annehmlichkeiten zu bieten hat, gilt auch hier, dass nichts verwerflich ist, was mit Dankbarkeit empfangen wird. Letztlich zeigt sich auch hier die Liebe und Barmherzigkeit Gottes uns Menschen gegenüber. Auch im Himmel wird einmal viel Freude herrschen.

Aber heißt das jetzt "Wein, Weib und Gesang, ohne Grenzen"?

Manche überlaute und ausgelassene Fröhlichkeit, zu der man sich zuvor "in Stimmung bringen musste" erinnerte mich manchmal schon an Kinder, die des Nachts durch den Wald laufen und dabei laut singen um damit ihre Angst vor der Dunkelheit zu vertreiben.

Jeder weiß, dass man Ängste auch durch ein bewusst forsches Auftreten überdecken kann. Geht es bei der Fröhlichkeit um "Ablenkung", also darum einmal "für ein paar Stunden den Alltag zu vergessen"? Geht es darum Lebensängste und ungelöste Probleme zu verdrängen?

Auch wenn es menschlich verständlich ist, wenn jemand versucht, sich auf diese Weise vorübergehend Entlastung zu verschaffen, ist das doch der falsche Weg.

Und natürlich ist es auch nicht möglich, sich für eine bestimmte Zeit aus Gottes Geboten und Schöpfungsordnungen auszuklinken, durch Verkleidung eine andere Identität anzunehmen, um dann nach dem Motto "heute ist alles erlaubt", handeln zu können. Im Tanz um das Goldene Kalb wird von so einem Zustand berichtet, der Gottes Missfallen erregte (2. Mose 32, 6).

Ich wünsche uns allen eine Fröhlichkeit, die aus dem Glauben kommt und die niemand gereut.




Freue dich und glaube fest,
dass der Herr dich nicht verlässt,
wenn du ganz sein eigen.
Lass die Sorgen! Lass die Not!
Alles sieht vor dir schon Gott;
er wird Hilfe zeigen.

Bleib nicht bei den Zweifeln stehn!
Gott will mit der weitergehn,
wird dich sicher führen.
Sieh, die Arbeit steht bereit,
jetzt noch ist die rechte Zeit.
Willst du sie verlieren?

Wer zurückschaut, wer viel fragt,
wird bald mutlos und verzagt,
bleibt am Wege liegen.
Leg dich nur in Gottes Hand,
er gibt Freude, Mut, Verstand,
mit ihm wirst du siegen.


(Lied ' ', Jever 1957 )




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