Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 15.10.2019
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Siehe, ich mache alles neu!

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Siehe, ich mache alles neu!



Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!

Offenbarung 21, 5


In den 60 und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben wir manchmal vom Jahr 2000 gesprochen. 2000, das war eine magische Zahl, die mit allerlei utopischen Vorstellungen und Erwartungen verbunden wurde, und auch die Unterhaltungsindustrie, nahm sich, in utopischen Filmen, gern dieses neuen Jahrtausends an.

Und übermorgen beginnt nun schon das Jahr 2013, und seit den 60 und 70er Jahren hat sich nichts ereignet, was die Welt von Grund auf neu gemacht hätte. Es gab zwar technische Entwicklungen, die man sich damals überhaupt nicht hätte vorstellen können, aber die Menschen blieben dieselben, und wenn sich hier etwas geändert hat, dann allenfalls zum Unguten, in Form der Abkehr von den göttlichen Schöpfungsordnungen.

Was ist für die Zukunft zu erwarten: Das Wort Gottes macht uns klar, dass Gott auch dem Bösen und Widergöttlichen ausreichend Gelegenheit zum Ausreifen gibt. Für uns ist das unverständlich: "Wie kann Gott das zulassen?"

Aber das ist Teil des göttlichen Planes und ein göttliches Muss. Vielleicht deshalb, damit der Teufel einmal nicht sagen kann, dass er das bessere Konzept gehabt hätte, wenn man ihn nur hätte machen lassen?

Wir wissen es nicht.

Nur soviel, dass wir uns auf allerlei Widrigkeiten einstellen müssen, auf die wir sicher nicht scharf sind und die wir vielleicht auch gar nicht erleben.

Wenn aber doch, dann sollen wir wissen, dass das nicht das Letzte und auch nicht der Untergang ist, sondern dass wir das Beste und Schönste auch dann immer noch vor uns haben.

„Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss“, lässt Gott dem Seher Johannes sagen. So wichtig ist diese Botschaft, dass Gott alles neu machen wird, dass der Schreibauftrag an Johannes hier nochmals unterstrichen wird. Gott will, dass davon alle erfahren.

Wenn wir uns eine Waage mit zwei Waagschalen vorstellen, und wenn wir in die eine Schale alles Unrecht und alles Leid der Weltgeschichte hineinwerfen, dann wird diese Waagschale ganz tief nach unten sinken. Und wenn wir in die andere Waagschale Gottes Zusage "Siehe ich mache alles neu" hineintun, dann wird diese Waagschale alles Leid der Welt mehr als aufwiegen.

Denken wir an ein abbruchreifes Haus, das zu einem Fass ohne Boden würde, wenn man anfinge zu reparieren und zu restaurieren. Da ist es besser das alte Gebäude abzureißen und an dessen Stelle, ein Neues, und dazu eines nach dem neuesten Stand der Technik, hinzustellen.

So ist es auch mit unserer durch die Sünde schwer geschädigten Schöpfung. Gott wird deshalb die alte Schöpfung abbrechen und dafür etwas unvorstellbar Neues hinstellen.

Und wir werden mit dabei sein, wenn wir, bei allem, was geschieht, treu an der Seite Jesu bleiben und uns von IHM leiten und bewahren lassen und dadurch überwinden.

Die Neuschöpfung hat mit dem auferstandenen Christus, als dem Erstling der neuen Schöpfung, bereits begonnen. Und für Christen gilt, dass sie in Christus ebenfalls zu neuen Kreaturen wurden. Das ewige Leben beginnt damit bereits hier und jetzt.

Das gibt Hoffnung und Zuversicht auch für das Neue Jahr, und das sollte uns auch im Neuen Jahr ruhig und gelassen bleiben lassen, weil Gott im Regiment sitzt und nichts geschieht, was er nicht will.




Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.

Da alles, was der Mensch beginnt,
vor seinen Augen noch zerrinnt,
sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt,
wenn deine Güte uns nicht lenkt,
veralten wie Gewänder.

Wer ist hier, der vor dir besteht?
Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht:
nur du allein wirst bleiben.
Nur Gottes Jahr währt für und für,
drum kehre jeden Tag zu dir,
weil wir im Winde treiben.
Ps 102,25-28

Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist.
Du aber bleibest, der du bist,
in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn,
und doch strömt deiner Gnade Born
in unsre leeren Hände.
Ps 90,9

Und diese Gaben, Herr, allein
lass Wert und Maß der Tage sein,
die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt;
was wir versäumt, was wir verfehlt,
darf nicht mehr vor dich dringen.

Der du allein der Ewge heißt
und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten:
bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.


(Lied ' ', Jochen Klepper 1938 )




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