Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 20.02.2020
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Trennung von der Sünde

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Gottes Wort treibt zur Trennung von der Sünde


Das deutsche Wort "Sünde" ist vom Wort "Sund" (Graben, Trennung - siehe Begriffserklärung 'Sünde') abgeleitet und beinhaltet bereits anschaulich, was Sünde ist: Alles was einen von Gott trennt.
Gott hat aber den Menschen gerade dazu geschaffen, mit Ihm Gemeinschaft zu haben (was einmal im Himmel endgültig der Fall sein wird). Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Gottes Wort sich scharf gegen die Sünde ausspricht und zur "Trennung von der Sünde" (Buße / Sünden bekennen / nicht mehr Sündigen) aufruft:

Und sie sollen ihre Sünde bekennen, die sie getan haben,

4. Mose 5,7a

Wer seine Sünde leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.

Sprüche 28,13

Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Matth. 4,17

Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

1. Joh. 1,9

Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen.

Lukas 13,3

So, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Lukas 15,10

So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden,

Apg. 3,19

Der bekannte Evangelist und General Georg von Viebahn (1840 - 1915) sprach auch immer wieder über dieses wichtige Thema. Nachfolgend sind einige Auszüge eines Vortrags von ihm wiedergegeben:


Die Wahrheit führt in den Kampf mit der Sünde.
Gottes Wort bringt eine Macht des Widerstandes gegen die Macht der Sünde in Herz und Gewissen. Wer angefangen hat, die Bibel zu lesen, erfährt sehr bald: entweder ich muss die Bibel lassen und die ewige Hoffnung - oder ich muss die Sünde lassen. Und Gottes Wort zeigt zugleich die Siegeskräfte, die kein Mensch besitzt: in Jesus ist Gnade, Vergebung und ein neues Leben!
Das ist es, was ein Christ seinem mit der Sünde ringenden Kameraden bezeugen darf. Er sagt nicht: Sieh her, ich bin ein Tugendheld! Nein, er sagt: Auch ich kenne die Macht der Sünde und die eigene Schwachheit; aber ich habe erlebt, dass in Jesus Sieg und Bewahrung ist für jeden, der dem Wort Gottes glaubt. ‚Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.' Dieser Sieg beginnt damit, dass der Mensch sich dem Wort Gottes unterwirft. Was Gott Sünde nennt, muss Sünde bleiben!
Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen einem Mann, der das Gebot Gottes über den Haufen wirft und sagt: Es ist mein Recht zu sündigen, und ich schäme mich dessen nicht! - und einem anderen, welcher im Kampf der Versuchung erliegend vor Gott bekennt: Ich habe gesündigt, hilf mir aus den Ketten der Sünde!

In diesem ringenden Kampf erfährt jeder Sünder, dass er keine Kraft hat, aber Gott. Es handelt sich darum, sich mit Gottvertrauen in Jesu Hände zu legen. Hier ist vielen mit dem Wort gedient: ‚Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.' Wer Jesus vertraut, erfährt die volle, praktische Wahrheit, dass Jesus, der das gute Werk in ihm, dem schwachen, verlorenen Sünder, anfing, es auch vollendet.
Er lernt das Wort verstehen:

Lasst uns ablegen jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde und mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf, hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens

Hebr. 12,1-2
Ein Christ wird innerlich durch die Macht der Wahrheit zu einem Feinde der Sünde. Sollte es ihm möglich sein, im Kreise anderer zu lachen über Scherze und Erzählungen über die Sünde, um welcher willen er selbst vor Gott gefleht, geseufzt, ja geweint hat? Wer einmal in stiller Stunde im Staube lag vor seinem Gott, durch die Macht des Gewissens niedergebeugt um seiner Sünde willen, der kann das nicht mehr. Die Wahrheit in seinem Herzen, die Macht Gottes in seinem Gewissen macht ihn zum Bekenner. Er bekennt, was Sünde ist, und er gedenkt des Anfangswortes im herrlichen Psalmbuch:

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen

Psalm 1,1


Georg von Viebahn (1840 - 1915)


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