Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 04.04.2020
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Wie mich Gott zu sich führte

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Wie mich Gott zu sich führte



und bin desselben in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi.

Philipperbrief 1, 6 (Luther 1912)




Als Grundschüler machte ich mir verschiedene Gedanken von Gott. Einmal malte ich ein Bild mit einem Mann der die Erde in der Hand hielt. Später ging ich einmal ganz schnell um die Hausecke unseres Wohnblockes, um nach zu schauen ob sich da jemand aufhielt um mich zu beobachten. So dachte ich als 7 – 8 jähriges Kind über Gott und seine Allmacht und seine Allgegenwärtigkeit. Später besuchte ich die evangelische Jungschar, von der mir heute noch die Mundorgel und die sportlichen Aktivitäten in Erinnerung sind. Mit 13 wurde ich konfirmiert und mit 15 machte ich einen Deal mit Gott als ich meine mündliche Prüfung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss ablegte. Gott beschämte mich damals schon durch seine großzügige Einhaltung, indem er mich mit zwei Einsen durch brachte. Meinen Teil der Abmachung jeden Sonntag in den Gottesdienst zu gehen, habe ich jedoch nicht eingehalten.

Zu der Zeit als mich Gott rief war ich mit vielen religiösen Themen beschäftigt. Ich hatte verschiedene Wachtürme von den Zeugen Jehovas zu Hause, die ich interessiert las. Ich hatte eine Schallplatte mit verschiedenen Mantras und Liedern einer indischen Sekte die ich begeistert nach murmelte. Außerdem wollte ich in ein Kloster und besprach diese Möglichkeit mit meinem Religionslehrer.

Da lernte ich Georg kennen. Ich war Lehrling bei in einem Supermarkt und brachte seiner Mutter einmal in der Woche die Einkäufe nach Hause. Als ich nach der Arbeit mit dem Bus in die Stadtmitte fuhr saß Georg auch im Bus und begann mit mir ein Gespräch über die Bibel und Jesus Christus. Er ermutigte mich in der Bibel zu lesen. Also kaufte ich mir eine Bibel und las darin. Im Anhang meiner Bibel gab es Erläuterungen zu verschiedenen Begriffen. Als ich unter „Fleisch“ nach schaute, konnte ich mit der Erklärung gar nichts anfangen. Während dem Busfahren las ich viel im Neuen Testament. Als Georg später wieder einmal im Bus war lud er mich in eine „Teestube“ ein.

Rhetorisch war ich schon ein wenig geschickt. Ich stellte mir diese Teestube ähnlich wie einen der Räume bei uns im Gewerkschaftshaus vor. Dann versetzte ich mich in Gedanken in diesen Raum. Wie ich mich dann heimlich und anonym in diesen Raum setzten würde. Und später würde ich dann zum diskutieren anfangen und wollte die Leute dort beeindrucken.

Dann kam der Freitagabend. Ich ging in die Altstadt, den Milchberg hinunter und gelangte schließlich in das Bauerntanzgässchen. Ein wenig verschüchtert betrat ich diesen Raum und wurde ganz herzlich empfangen. Im Hintergrund hörte ich wie leise, fröhliche Lieder gesungen wurden. An einem gemütlichen Tisch wurde ich auf eine Tasse Tee eingeladen. Und jemand setzte sich zu mir und redete ein wenig mit mir. Den Abend hatte ich in guter Erinnerung und ging gleich am nächsten Abend noch einmal dorthin. Seit dem besuchte ich jeden Freitag und Samstag diese Teestube und sonntags auch die Gottesdienste. Nach ca. 2 Monaten im September/Oktober 83 kam ich eines Abends heim. Ich hatte viel gehört und viel verstanden, wusste aber nicht ob ich ein errettetes Gotteskind war. So ging ich in unser Wohnzimmer; es war spät. Meine Geschwister und Eltern schliefen schon. Ich war allein. Und nachdem ich mir bezüglich der Frage ob ich ein wiedergeborenes Gotteskind war nicht sicher war, kniete ich mich vor einem Sessel nieder und betete zu Gott und übergab ihm mein Leben.

Mein heutiger Schwager und damaliger Freund meiner Zwillingsschwester, meinte das ich mich total verändert hätte und nicht wieder zuerkennen sei. Schließlich wollte mein Vater, der Atheist war ein Gespräch mit mir. Ich antwortete freimütig, was ihn scheinbar sehr überraschte. Am darauf folgenden Tag fand ich mein Zimmer verwüstet vor. Eigentlich sollte ich sofort die Wohnung verlassen und ausziehen. Es war inzwischen Februar und ich durfte noch den Monat bleiben, bis ich volljährig war. Im März zog ich in eine christliche WG der Gemeinde. Im Laufe des Frühlings beschäftigte mich die Frage der Taufe, nachdem ich einen Glaubensgrundkurs besucht hatte. Dann gab es noch mehre Abende zum Thema Taufe. Und so lies ich mich im Juli (ich meine der 4., bin mir aber nicht ganz sicher) im Ilsesee in Königsbrunn bei Augsburg eines Sommer-Nachmittags taufen.

Seitdem darf ich rückschauend immer wieder neu Gottes Handeln und Führen in meinem Leben erkennen. Ich darf voll Zuversicht die Wahrheit, Wirklichkeit des obigen Bibelverses bezeugen und bin mir gewiss, das Gott als der Handelnde in meinem Leben ihn auch erfüllen wird. Egal wie eigenwillig, stolz und zögernd ich sein werde.


(Autor: Günther H.)


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