Jesus Christus kam als Bote zu uns

Die Bibel

Gottes Botschaft

an die Menschheit

Bibel (Alte u. Neue Testament): Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 22.09.2017

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Sehnsucht nach Gemeinschaft mit Gott

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Psalm 42,2-3

Ich suche Dein Antlitz, mein Herz ist bereit,
Herr, wohne und wandle in mir allezeit!
Ich suche dein Antlitz, mich dürstet nach Dir,
mein Gott und mein König, o neig Dich zu mir!

Frage: Sehnen Sie sich auch danach Gottes Angesicht zu schauen?

Tipp: Angesichts endzeitlicher Zeichen steigt zunehmend bei Jesus wirklich liebenden Christen die Sehnsucht nach Jesu Kommen. Man hört auch weltweit von häufigeren Gebetsversammlungen bei hingegebenen Gotteskindern, was ein geistlich sehr gutes Zeichen ist. Machen auch Sie mit! Suchen Sie das Gebet und den Kontakt mit Jesus Christus zu intensivieren – ob im stillen Kämmerlein oder in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen! Es wird Ihnen zum Segen sein!

Die geistlichen Früchte nach Galater 5,22-23

Inhalt

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Arbeitsblatt ohne Antwort
Arbeitsblatt OHNE Antworten
Arbeitsblatt mit Antwort für den Bibelkreisleiter
Arbeitsblatt MIT Antworten

 

4. Die geistliche Frucht „Friedfertigkeit“


Fragen & Gesprächsimpulse


Welche Bedeutung hat der Begriff „Friede“ im AT?

>> Antwort: Das hebräische Wort „Schalom“ (=“Friede“) ist ein sehr gefüllter Begriff und kommt aus dem Wortstamm „vollkommen, unversehrt sein, unversehrt leben“ (z.B. Richter 6,23; 1. Samuel 20,13; 2. Samuel 17,3), aber auch „Wohlbefinden, äußeres und geistliches Gedeihen“ (z.B. 2. Mose 18,23; Richter 19,20). Schalom bezeichnet aber auch ein gutes zwischenmenschliches Verhältnis (z.B. 1. Könige 5,26). Frieden ist nach Psalm 29,11 ein Segen und Geschenk Gottes.
Wir prüfen uns: Liegt es mir am Herzen „Schalom“ (Frieden) in die (Um-)Welt zu bringen – und somit ein Segen für die Mitmenschen zu sein?

Welche Bedeutung hat der Begriff „Friede“ im NT?

>> Antwort: Bezeichnet „Friede“ im AT noch eher (äußeres) „Wohlbefinden“, so wird im NT vielmehr (innere) „Ruhe“ (vergl.: Windstille) dadurch ausgedrückt. Im AT war der wahre Friede noch Verheißung – in Jesus als „Friedefürst“ (Jesaja 9,5) erfüllte er sich: Jesus ist unser Friede durch seinen Sühnetod geworden (Eph. 2,14), weil die Feindschaft zwischen Gott und Menschen durch ihn beendet wurde! Dies gilt aber nur für bußfertige und nicht für gottlose Menschen (Jesaja 57,21)!
Wir prüfen uns: Habe ich diesen tiefen inneren Frieden, den die Bibel Gotteskindern verheißt? Merken das meine Mitmenschen im Alltag?

Warum ist Friedfertigkeit so wichtig?

>> Antwort: Jesus sagte in der Bergpredigt: „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matth. 5,9). Als Bedingung für die Gotteskindschaft ist gerade Friede besonders wichtig, was nicht verwundert, denn im Himmel soll es einmal herrlich sein – und Unfriede oder gar Krieg ist genau das Gegenteil und Menschen die Unfrieden verbreiten können daher keinesfalls in den Himmel aufgenommen werden (Hebr. 12.14)! Vor allem hat der biblische Friedensbegriff aber mit Sündervergebung zu tun (Eph. 2,14), was auch im „Vater unser“ zu finden ist: „Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Vergebung zu erlangen und Vergebung zu gewähren schafft erst wahren Frieden zwischen Gott und Menschen sowie zwischen den Menschen! Menschen die an der Sünde festhalten können daher auch keinen Frieden haben (Psalm 35,20; Jesaja 59,8) – und somit kein Gotteskind sein!
Wir prüfen uns: Bin ich friedfertig und suche aufrichtig Frieden mit Mitmenschen?

Was haben Gottes Gebote mit Frieden zu tun?

>> Antwort: Nach Psalm 119,165 bringt die Liebe zu Gottes Geboten einen „großen Frieden“. Gesetzlosigkeit (Anarchie) bringt hingegen immer Leid und Elend und Unfrieden. Alleine schon deswegen sind Christen aufgefordert die staatliche Ordnung anzuerkennen (Titus 3,1). Gottes Gebote sind aber nicht nur die besten Gebote sondern Vollkommen (Psalm 19,8)! Darum heißt es auch: „Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens“ (1. Kor. 14,33), weil Ordnung (incl. Zuverlässigkeit, Klarheit etc.) Unfrieden vorbeugt.
Wir prüfen uns: Bin ich ein ordentlicher Mensch? Lebe ich in Treue und Gehorsam nach Gottes Geboten?

Was haben Jesu Worte in Matth. 5,38-42 mit Frieden zu tun?

>> Antwort: In 1. Kor. 6,5-7 werden Rechtsstreitigkeiten unter Gotteskindern - und das vor allem auch noch vor weltlichen Gerichten - verboten sowie ermahnt, sich lieber unrecht antun zu lassen und sich übervorteilen zu lassen (nachzugeben)! Andererseits wird auch das Übervorteilen anderer Menschen klar verboten (1. Thess. 4,6). Das Frieden über dem Erhalt von Gerechtigkeit steht, zeigt Jesus in Matth. 5,38-42 anhand von konkreten Beispielen. Wird man z. B. zu Unrecht geschlagen, soll man nicht Selbstjustiz üben. Jesus greift dabei die typische Reaktion vieler Menschen auf, die gleich zur Selbstjustiz greifen und dabei auch noch Bibelworte für die eigenen Belange missbrauchen (hier: 2. Mose 21,24), indem sie ohne Zeugen und ordentliches Verfahren gleich zurück schlagen – und damit womöglich eine große Schlägerei mit viel Leid verursachen. Gerade im Orient ist Blutrache wegen solcher Ursachen bis hin zu Morden (die sich zudem sogar oft über Generationen hinweg ziehen), nicht unbekannt! Um diesen Unfrieden bzw. Krieg zu vermeiden, sollen wir lieber auf unser Recht verzichten, als Unfrieden zu haben! Hier greift auch das Pauluswort in Hebr. 12,14 sowie 2. Tim. 2,22, dass wir dem Frieden mit jedermann „nachjagen“ sollen, also mit allen Kraftanstrengungen ohne Rücksicht auf die Kosten Frieden mit allen Menschen suchen sollen. Das aufgeführte Beispiel Jesu zeigt: Gibt es Streit um einen Rock, auf den jemand (unberechtigt) einen Rechtsanspruch erhebt, dann soll man lieber auch noch den Mantel dazugeben – Hauptsache, es herrscht Frieden (siehe auch 1. Kor. 6,7).
Ähnlich sieht es bei der Ehe mit einem ungläubigen Menschen aus, der beständig Zank und Unfrieden stiftet und sich scheiden lassen will. Hier steht der Friede sogar über dem Ehebund (1. Kor. 7,15)!
Neben dem Frieden an sich ist man aber auch ein Zeuge Jesu: Die (bösen) Mitmenschen erkennen, dass es wichtigeres für einen gibt als Besitz, an dem der natürliche Mensch normalerweise hängt! Aber auch dem Gotteskind hilft es sich von inneren Bindungen zu befreien, die Besitz auslösen können. Darum konnte auch Paulus sagen, dass er hoch und niedrig, arm und reich sein kann (Phil. 4,12). Letztlich ist nur mit dieser inneren Freiheit (ohne auf Besitzerhalt krampfhaft Rücksicht nehmen zu müssen) eine wahre Nachfolge Jesu möglich, um jede Wegweisung zu befolgen (siehe auch hierzu Matth. 8,19-22).
Wir prüfen uns: Geht es mir bei sich anbahnenden Streitigkeiten um mein Recht – oder ist mir der Erhalt von Friede wirklich wichtiger, so dass ich auch bereit bin Opfer zu bringen?!?

Was hat „Evangelium“ mit „Frieden“ zu tun?

>> Antwort: In Epheser 6,15 ist vom „Evangelium des Friedens“ die Rede und in Epheser 2,17 wird gesagt, dass „im Evangelium“ Frieden verkündigt wird.
Evangelium ist eine „frohe Botschaft“ über das Seelenheil in Jesus Christus, weil Jesus uns sündige Menschen mit Gott durch sein Blut am Kreuz versöhnt hat und somit „Frieden mit Gott“ ermöglicht (Kol. 1,20). Entsprechend hat man in Jesus Frieden (Joh. 16,33; Apg. 10,36). Die Verkündigung dieser „frohen Botschaft“ (Evangelium) ist somit eine „Versöhnungs-Botschaft“ (2. Kor. 5,20) und somit auch eine „Friedens-Botschaft“!
Wir prüfen uns: Trage ich diese wichtige, frohe Friedens-Botschaft in die Welt hinaus? Lebe ich dieses „Versöhnt sein“ mit Gott den Menschen durch Freude und Frieden in Herz und Wesen vor?

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Priesterschaft und Frieden?

>> Antwort: Ein Enkel Aarons hatte als „wahrer Priester“ Gottes Zorn über Israel abgewendet und erhielt dafür den „Bund des Friedens“ und das ewige Priestertum (4. Mose 25,11-13). In Jesus Christus wird diese Zusammengehörigkeit von Priestertum und Frieden besonders deutlich, weil Jesus zum einen ein (ewiger) „Priester nach der Ordnung Melchisedeks“ ist (Psalm 110,4; Hebr. 5,6) sowie „DER Friedefürst“ (Jesaja 9,5; Micha 5,4).
Letztlich ist die Aufgabe des Priesters, Menschen mit Gott zu versöhnen bzw. auf „Frieden“ zwischen Gott und Menschen hinzuwirken (Römer 15,16; 2. Kor. 5,20). Hierzu ist jedes Gotteskind berufen (1. Petrus 2,5+9; Off. 1,6 + 5,10)!
Jesus hat diese vollkommene Versöhnung bzw. den Frieden mit Gott mit seinem eigenen Blut teuer erkauft (Jesaja 53,5; 1. Kor. 6,29; Off. 14,4) und gilt daher mit Recht als der größte und höchste Priester bzw. DER Hohepriester (Hebräer 2,17 + 5,5 + 5,10 + 6,20)!
Das Frieden stiftende Priesterschaft mit Kosten verbunden ist, zeigt sich schon an der Aufgabe: Priester sollen Gaben und Opfer darbringen (Hebr. 8,3). Jesus hatte das größte Opfer gebracht und damit die größte Liebe erzeigt (Joh. 15,13; Eph. 2,14). Aber auch wir sind aufgerufen Opfer für den Frieden zwischen Gott und Menschen zu bringen (Römer 12,1; Jakobus 3,18; Matth. 5,39-41)!
Wir prüfen uns: Bin ich ein wahrer Priester, der auf eine Versöhnung der Mitmenschen mit Gott durch Jesus Christus hinwirkt?

Wie steht die Bibel zum Gegensatz von Frieden: dem Krieg?

>> Antwort: Grundsätzlich will Gott Frieden auf Erden. Dies wird schon bei der Ankündigung Jesu durch die Engel gesagt: Frieden auf Erden bei den Menschen die Gottes Wohlgefallen haben (Lukas 2,14). Gottlose hingegen haben keinen Frieden (Jesaja 48,22 + 57,21) bzw. schaffen sich selbst den Krieg (Hosea 7,6).
Wenn das Mass der Sünde erreicht ist (1. Thess. 2,16), führt aber Gott auch schon mal selbst Krieg als Strafgericht gegen die entsprechenden Menschen (Hosea 10,9; 2. Mose 17,16).
Bezüglich dem Töten unterscheidet die Bibel zwischen Krieg, in dem ein Volk gegen ein anderes Volk kämpft und dem Töten aus persönlicher Rache in Friedenszeiten (1.Könige 2,5), welches als Morden angesehen wird und klar verboten ist (2. Mose 20,13).
So wie sogar heute noch Soldaten sogar von den westlich-„humanistischen“ Staaten mit Kampfauftrag losgeschickt werden und Feinde erschießen (müssen), so gab es auch zu biblischen Zeiten kriegerische Auseinandersetzungen die zum Schutz des eigenen Volks oder als Strafauftrag Gottes durchgeführt werden mussten.
Grundsätzlich ist Krieg somit keinesfalls gottgewollt sondern vielmehr eine Folge der Sünde!
Wir prüfen uns: Lebe ich im Frieden mit Gott, so dass ich auch einen persönlichen Beitrag zum Frieden in der Welt tätigen kann?

Sollen wir mit jedem Menschen Frieden suchen?

>> Antwort: In Hebr. 12,14 heißt es, dass wir den Frieden mit jedermann suchen sollen (siehe auch Psalm 34,15; Römer 12.18). Daher sollen wir z.B. auch jedem Haus, welches wir aus evangelistischen Gründen betreten, zunächst Frieden wünschen – auch wenn dieser wegen unfriedsamer Bewohner (Jesaja 59,7-8) nicht dort bleiben kann (Lukas 10,5-6).
Neben dieser Grundregel finden wir aber in 5. Mose 23,7 die Ausnahme, wo Gott selbst befielt, nie den Frieden noch das Beste für Ammoniter und Moabiter zu suchen. In den Versen davor erläuterte Gott diese besondere Anweisung: Sie hatten ganz sicher, wie die Menschen in Jericho (Josua 2,9-11), von Gottes großen Wundertaten in Ägypten gehört und wie Gott für Israel gestritten hatte, aber anstatt dem Volk des lebendigen Gottes Brot und Wasser zu bringen hatten sich diese Völker gegen das Volk Gottes gewandt und Bileam beauftragt, Israel zu verfluchen. Somit ist dieses Verbot Gottes mit diesen beiden Völkern Frieden zu schließen ein Strafgericht, welches aber wiederum eingeschränkt war: Es sollte nur für 10 Generationen gelten (5. Mose 23,4) um Nachkommen Raum zur Buße zu geben!
Ähnliches finden wir in Esra 9,12, wo verboten wird, abgöttische Heiden nie durch Eheschließung in den eigenen Reihen zu Frieden und Wohlstand kommen zu lassen, weil sich dann das Heidentum in der eigenen Gemeinde ausbreitet. Gleiches kennen wir von der christlichen Gemeinde, wo auch die Heirat mit Ungläubigen verboten ist (2. Kor. 6,14).
Es kann sogar sein, dass Gotteskinder selbst aktiv bei Gottes Gericht mithelfen sollen. So sollte jeder der „dem Herrn angehört“ gegen Abtrünnige in den eigenen Reihen, welche gleichfalls Gottes Wundertaten sahen und doch gottlos waren und vor allem Gottlosigkeit und Abfall in der Gemeinde verursachten, vorgehen (2. Mose 32,26-27)!
Ein weiterer Punkt der Frieden unmöglich machen kann ist, dass wir Gott mehr gehorchen müssen als Menschen (Apg. 4,19 + 5,29)! Unsererseits sollen wir zwar weiterhin Frieden mit Mitmenschen suchen, aber wie es die Apostel und ersten Christen auch beim Hohen Rat erlebten, ernteten sie auf ihre Treue Gott gegenüber Anfeindung anstatt Frieden – was z.B. bei Stephanus sogar zu dessen Ermordung führte (Apg. 7,54-60)! Somit liegt der Friede nicht immer in unserer Hand, da wir keinesfalls Frieden auf Kosten des Gehorsams gegenüber Gott suchen dürfen! Deshalb spricht auch Römer 12,18 nur davon, „wenn es möglich ist und an uns liegt“ sollen wir Frieden mit allen Menschen suchen. Treue zu Gott (notfalls bis in den Tod; Off. 2,10b) steht somit vor der Friedenssuche mit Mitmenschen!
Zu bedenken ist aber auch, dass unsere innerliche Einstellung, wie in Hebr. 12,14 beschrieben, die der Friedenssuche mit jedem Menschen sein soll! Darüber steht letztlich nur die Entscheidung Gottes, ein Volk oder Einzelpersonen aufgrund von Sünde im „Übermaß“ zu strafen (1. Thess. 2,16), was einen Frieden zu suchen entsprechend verhindert. Auch Jesus sprach von einem „Mass der Sünden voll machen“ (Matth. 23,32). Jedoch ist hier Vorsicht geboten, denn obwohl z.B. Saulus die Christen „über die Maßen“ verfolgte (Galater 1,13), so war Gottes Maß nicht erreicht und sogar Gottes Berufung zum Dienst noch möglich (Apg. 9,6)! Stephanus hatte entsprechend auch keinen Fluch sondern Segensworte gegen seine Mörder, unter deren Helfern auch Saulus war, gesprochen (Apg. 7,58-60)!
Wir prüfen uns: Suche ich grundsätzlich erst mal den Frieden mit jedermann? Lass ich mich aber auch von Gott leiten, wo ich ermahnen oder gar strafen muss – auch wenn es Unfrieden verursacht?

Wer allein kann wahren Frieden schaffen?

>> Antwort: Wahrer Friede ist ein Segen Gottes (Psalm 29,11) und ist ohne den „Friedefürsten“ Jesus Christus (Jesaja 9,5) nicht wirklich möglich. Daher finden wir auch vielfach entsprechende Anreden Jesu in der Bibel: „Gott des Friedens“ (Römer 15,33; 2. Kor. 13,11; Phil. 4,9; 1. Thess. 5,23; Hebr. 13,20), „Herr des Friedens“ (2. Thess. 3,16), „König des Friedens“ (Hebr. 7,2).
Zudem ist vom „Frieden Christi“ (Kol. 3,15), „Friede von Gott“ (Römer 1,7; 1. Kor. 1,3; Gal. 1,3; Phil. 4,7), der Erfüllung mit allem göttlichen Frieden (Römer 15,13) und Friede vom ewigen Gott (Off. 1,4) die Rede.
In Psalm 4,9 sagt der Psalmist konkret, dass er ganz mit Frieden schläft, weil Gott ihm dazu verhilft sicher zu wohnen.
Zwar kennt auch die Welt „Frieden“, aber in Joh. 14,27 zeigt Jesus klar auf, dass ER uns einen anderen, einen „wahren“ Frieden geben will. Gott ist es somit, der allein wahren Frieden geben kann. Gott kann diesen aber auch wieder nehmen, wie es in der letzten Zeit geschehen wird (Off. 6,4 – was ein Hinweis darauf ist, dass die Kinder Gottes, durch die der Heilige Geist die Frucht Frieden wirkt, zu dem Zeitpunkt offenbar weggenommen / entrückt sein müssen).
Ein Beispiel der Segnung mit Frieden ist Salomo. So war schon die Namensgebung von Gott für den Sohn Davids eine Verheißung auf friedliche Zeiten: Salomo (1. Chr. 22,9), welches dem hebräischen Wort „Schalom“ (= Friede) entstammt.
Wir prüfen uns: Lebt der „Friedefürst“ Jesus Christus in meinem Herzen und kann die Frucht Frieden in und durch mich wirken (Joh. 15,4-5)?

Gibt es in der Welt „Garantien“ für Frieden?

>> Antwort: Gottes Wort sagt, dass des Menschen Herz Böse von Jugend auf ist (1. Mose 8,21). Entsprechend muss bei Menschen immer mit Enttäuschungen und Unfrieden gerechnet werden. Hatte sich ein Mensch bekehrt und eine Neugeburt (Joh. 3,3) erlebt, so wurde er „eine neue Kreatur“ bei der das Alte vergangen ist und Neues entstand (2. Kor. 5,17) und der „Gott des Friedens“ (Römer 15,33) im Herzen wohnt, welcher wiederum befähigt diesen Frieden weiter zu geben. Wahre Gotteskinder sollten entsprechend gute und dauerhafte Früchte wie Friede hervorbringen (Galater 5,22). Auf Grund von Niederlagen in Anfechtungen (Jakobus 1,2 + 12) oder gar Lauheit (Off. 3,16) ist aber auch dies nicht „garantiert“ sondern abhängig von Hingabe an Jesus (Römer 12,1), Standhaftigkeit im Glaubenskampf (1. Tim. 6,12) und dem Willen treu zu sein (Matth. 25,23).
Da auch die Weltmenschen sich gegenseitig nicht trauen und um das böse (friedlose) Herz wissen, gab es schon seit Urzeiten Verträge, mit denen Frieden vertraglich festgelegt wurde. Als Beispiel gab es zwischen Salomo und Hiram einen Vertrag (1. Könige 5,26). Aber auch Verträge sind keine „Garantie“, weil diese trotzdem gebrochen werden können.
Aber nicht nur Menschen sonder sogar Gott ließ sich in seiner übergroßen Güte „vertraglich binden“(!), indem er einen Bund des Friedens (Jesaja 54,10; Hesekiel 34,25 + 37,26) mit seinen Volk schloss. Dies ist der einzige(!) „Vertrag mit Einhaltungsgarantie“, weil Gott nicht Lügen kann (4. Mose 23,19; Titus 1,2) und Zusagen grundsätzlich hält (Hebr. 6,18).
Wir prüfen uns: Bin ich treu und halte meine Zusagen?

Woran wird erkennbar, dass wahrer Friede eine Frucht des Heiligen Geistes ist?

>> Antwort: Auch wenn die Welt von Frieden spricht, so kennt sie letztlich keinen „wahren“ sondern nur oberflächlichen, brüchigen (Hesekiel 13,10; 1. Thess. 5,3) und verlogenen, heuchlerischen Frieden (2. Samuel 20,9-10; 1. Könige 2,13+22). Dies kommt schon alleine daher, dass es immer Konfliktpunkte zwischen Menschen gibt – und seien es nur Missverständnisse -, die im fleischlichen Herzen leicht zu bösen Gedanken und gar Hass und Feindschaft ausarten können!
Nur Gott, der „unser Friede ist“ (Eph. 2,14), kann uns innere Ruhe und wahren Frieden durch seinen Heiligen Geist geben (Römer 14,17 + 15,13)!
Ein Beispiel hierzu ist Saul der diese Kraft bei David vorfand und verwundert fragte: „Wo ist jemand, der seinen Feind findet und lässt ihn mit Frieden seinen Weg gehen?“ Als Reaktion auf dieses Erlebnis des Friedens äußerte Saul dann sogar noch einen Segenswunsch gegenüber David (1. Sam. 24,20), worin auch Kraft und Segen des Friedens sichtbar wird.
Wir prüfen uns: Wie viel Raum gebe ich dem Heiligen Geist? Kann er durch mich voll und ganz wirken?

Wann wird man mit Frieden gesegnet?

>> Antwort: Zuallererst müssen wir selbst friedfertig sein und Frieden stiften (Jakobus 3,18) bzw. den Frieden suchen (1. Petrus 3,11). Auch Römer 14,19 weist darauf hin, dass wir dem nachstreben sollen, was zum Frieden dient. In anderen Kapiteln des Römerbriefes finden wir entsprechendes hierzu, z.B.: Gutes tun (Römer 2,10), Glauben (Römer 5,1), geistliche Gesinnung (Römer 8,6) bzw. ein Leben im Heiligen Geist (Römer 14,17).
Es finden sich aber noch viel mehr Verheißungen auf Frieden in der Bibel. So wird z.B. Elenden Frieden verheißen (Psalm 37,11). Des Weiteren sollen Menschen die Gottes Gebote lieben und beachten „großer Frieden“ (Psalm 119,165) bzw. „Frieden wie ein Wasserstrom“ (Jesaja 48,18 + 66,12) zuteil werden. Aber auch wer seinem Vater gehorcht wird gute Jahre und Frieden verheißen (Sprüche 3,1-2+17). Weitere Friedensverheißungen haben, wer Gott wohlgefällig lebt (Sprüche 16,7) und wer sich mit festem Herzen auf Gott verlässt (Jesaja 26,3).
Im Zusammenhang mit Frieden wird auch Gerechtigkeit (Psalm 85,11), Freude (Sprüche 12,20) und Wahrheit (Sacharja 8,19) erwähnt. Das es Gottes Herzenswunsch ist, seinen Kindern Frieden zu schenken sehen wir auch an vielen weiteren Bibelstellen wie z.B. Jesaja 26,12; Jeremia 29,11 + 30,10 + 33,6 + 46,27; Hagai 2,9; Lukas 2,14.
Als Jesus über die unbußfertige Stadt Jerusalem, die ihn als den Friedefürsten ablehnte, weinte, wies er auf das kommende Gericht (welches 70 n. Chr. durch die Römer unter Titus kam) hin (Lukas 19,41-44). Buße und Umkehr hätten hier also nach Jesu Worten Frieden anstatt Krieg, Leid und Tod bewirken können! Daher können auch Züchtigungen Gottes zum Frieden dienen (Hebräer 12,11)
An einer weiteren Stelle wies Jesus auf einen Starken hin, der seinen Palast bewacht, um den Frieden dort zu bewahren – aber das ein noch Stärkerer trotzdem eindringen kann. (Lukas 11,21). Hier ging es um Besessenheit und Jesu größerer Stärke. Wir können aber daraus auch entnehmen, dass uns, mit Jesus im Herzen, keine Macht der Welt den Frieden rauben kann!
Wir prüfen uns: Bin ich friedfertig und lebe Gott wohlgefällig – so dass ich mit Frieden gesegnet werden kann?

Braucht man äußerliche Freiheit und Wohlergehen um Frieden zu haben?

>> Antwort: Das Volk Israel war zur Zeit Jesu unter römischer Herrschaft und wünschte sich Freiheit. Es gab auch immer wieder Menschen (z.B. die paramilitärische Widerstandsbewegung der Zeloten) die sich mit Gewalt gegen die Römer erhoben und denen somit Freiheit wichtiger war als Frieden. Auf eine Fangfrage bezüglich Geld stellte Jesus klar, dass man dem römischen Kaiser das geben sollte was diesem zusteht (Lukas 20,25). Auch sonst zeigte Jesus keinerlei Ambitionen die machtpolitischen Umstände zu ändern und lebte somit im Frieden mit den Römern. Selbst bei der Hinrichtung durch die Römer wollte deren lokaler Herrscher Pilatus Jesus am liebsten freisprechen (Joh. 19,12), weil nichts Wirkliches gegen Jesus vorlag.
Absolut anders sah es aber in geistlicher Hinsicht aus, wo Jesus teilweise hart die Wahrheit sagte (Matth. 23,1-36) und somit Hass und Unfrieden und damit auch letztlich seine Hinrichtung auslöste (Joh. 5,16+18 + 7,1). Dies deckt sich mit seiner Aussage, dass Jesus nicht gekommen ist Frieden zu bringen, sondern Zwietracht (Lukas 12,51; Matth. 10,34), weil die Menschen die Wahrheit über ihre Sündhaftigkeit ablehnen und hassen (Joh. 3,19; 1. Joh. 1,8).
Das es keiner äußerlichen Freiheit bedarf sondern, egal wie die Umstände sind, man Frieden im Herzen haben und dies zumindest der Umwelt anbieten und vorleben kann, zeigt sich an vielen Beispielen der Bibel. So machten Könige mit Israel Frieden und wurden ihnen „untertan“ (2. Samuel 10,19). Neben dem politischen Frieden in Unterwerfung kann es auch Frieden im Herzen bei persönlicher Unterdrückung geben. So sangen Paulus und Silas, nachdem sie geschlagen wurden, mit friedvollem Herzen im finsteren Gefängnis Gott Loblieder (Apg. 16,23-25).
Eine gute Antwort zur Frage bietet auch Sprüche 17,1, worin es heißt, dass trockenes Brot mit Frieden zu essen besser ist als ein üppiges Mahl mit Streit.
Frieden kann man somit auch in Armut und Unfreiheit haben (vielleicht sogar noch mehr als wenn es einem „zu gut“ geht und der Hochmut von innen und Neider von außen drohen; siehe hierzu auch Sprüche 30,8-9).
Wir prüfen uns: Ist mir der Friede wichtiger als Freiheit und Wohlstand?

Welchen Stellenwert hat Frieden unter Gotteskindern?

>> Antwort: Friede unter Gotteskindern zu halten ist Gottes Gebot (1. Thess. 5,13) und zudem extrem wichtig um überhaupt Wirken zu können. So sprach Jesus in Matthäus 5,13-14 davon, dass Gotteskinder Salz und Licht sein sollen. In Markus 9,50 rührt er das Thema Salz ebenfalls an, wobei er ergänzt, dass Gotteskinder Frieden untereinander haben müssen. Ähnliches erwähnte Jesus sogar bezüglich Satans Reich: Wäre dies mit sich selbst uneins, könnte es nicht bestehen (Markus 3,26). Genauso kann aber auch jede heutige Organisation nur bestehen, wenn Friede unter ihren Mitgliedern herrscht.
Ohne Frieden untereinander kann also keine Gemeinde / Missionswerk / Hauskreis etc. eine Salz-Funktion haben! Deshalb mahnt Gottes Wort dazu „eines Sinnes“ untereinander zu sein (Römer 12,16; 2. Kor. 13,11). In Eph. 4,3 wird Einigkeit gar als „Band des Friedens“ bezeichnet.
Genauso soll niemand in das Amt eines anderen eingreifen, weil auch dies Unfrieden stiftet (1. Petrus 4,15b). Vor allem muss aber auch auf das Reden geachtet werden, weil dies schnell Unfrieden schaffen kann (Psalm 35,20a; Jakobus 3,6-10).
Wir prüfen uns: Wie wichtig ist mir die Einheit mit den Geschwistern? Gebe ich diese vielleicht schon (rechthaberisch) wegen banalen Nebensächlichkeiten auf?

Wem wird in jedem Fall kein wahrer Friede zuteil?

>> Antwort: Gottes Wort weist klar darauf hin, dass Gottlose (Jesaja 48,22 + 57,21) keinen Frieden haben und auch schon gar nicht den „Weg des Friedens“ (Jesaja 59,8) kennen.
Es kann zudem ein Strafgericht sein, dass Gott einem ganzes Volk den Frieden nimmt (Jeremia 16,5).
Wir prüfen uns: Erkennt man an meiner Friedfertigkeit, dass ich ein Gotteskind bin?


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