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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.06.2018

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Wech ein schönes Bild zeichnet uns der Psalmist vom guten Hirten, der treu zu seinen Schafern schaut und sie bewahrt.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Psalm 23,4

Im tiefen Tal muss ich mich fürchten nicht,
denn DEINE Hand lenkt mich hinein ins Licht,
DEIN Stecken und DEIN Stab, sie trösten mich
und ich darf bei dir bleiben ewiglich.

Frage: Was muss man sich unter dem Stab des guten Hirten vorstellen.

Vorschlag: Ein Stecken oder Stab gibt dem guten Hirten einen festen Gang, er zeigt den Schafen aber auch den richtigen Weg. Für uns, Mitglieder der Herde Gottes und Jesu, seiner weltweiten Gemeinde, ist das Wort Gottes unser Halt und Wegweiser. Es gibt kein anderes Buch so wie dieses auf der Welt. Wer sich von diesem "Himmelsbrot" leiten lässt, ist wahrhaft beglückt.

Der Judas-Brief

Inhalt

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6

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Arbeitsblatt ohne Antwort
Arbeitsblatt OHNE Antworten
Arbeitsblatt mit Antwort für den Bibelkreisleiter
Arbeitsblatt MIT Antworten

 

1. Eingangsgruß


Judas grüßt die Leser seines Briefes
Hintergrundinformationen

Knecht (V. 1): Im griechischen heißt es sogar „Sklave“
Jakobus (V. 1): Jakobus war Gemeindeleiter in Jerusalem (Apg. 12,17 + 21,17-18) und nach Matth. 13,55 und Gal. 1,18-19 ein Bruder Jesu. Da es sich bei Judas um den „Bruder des Jakobus“ handelte, ist somit auch Judas nach dem Fleisch ein Bruder Jesu.
bewahrt für Jesus Christus (V. 1): Hier klingt bereits das eschatologische, d.h. die Kunde von den „letzten Dingen“, an. In Vers 29 wird diese Aussage wiederholt.
Friede (V. 2): hebr. „Schalom“: Der Wortstamm ist „vollkommen, unversehrt leben; Wohlbefinden, äußeres und geistliches Gedeihen; Ruhe“

Text:    Judas, Verse 1-2

Fragen & Gesprächsimpulse


Warum bezeichnete sich Judas als „Knecht Jesu Christi“? (V. 1)

>> Antwort: Judas zeigt hier Demut, indem er sich klar als Diener und Knecht Jesu ausgibt und Jesus Christus somit sein Herr ist und er für Jesus lebt. Dies ist daher so bedeutsam, weil Jesus rein äußerlich sein leiblicher „Halbbruder“ ist. Mit „Christi“ zeigt er aber an, daß er nicht einen Verwandten, sondern Jesus Christus, der durch den Heiligen Geist gezeugt wurde (Matth. 1,18) und der Sohn Gottes ist, meint und sich ihm sogar als „Sklave“ (siehe Hintergrundinfo) unterwirft.

Warum wies er darauf hin, dass er ein Bruder von Jakobus ist? (V. 1)

>> Antwort: Es geht ihm um eine Selbstdarstellung zur Information für die Adressaten. Dabei erwähnt er aber nur bescheiden den Namen von Jakobus, nicht aber dessen Leitungsposition in der Jerusalemer Gemeinde, noch seine verwandtschaftliche Stellung zu Jesus. Somit stellt er seine eigene Glaubwürdigkeit und Stellung nur indirekt dar. Im griechischen heißt es: „Judas, Jesu Christi Knecht, Bruder ABER des Jakobus“. Damit lenkt er sogar von der fleischlichen Verwandtschaft mit Jesus noch ab, die er keinesfalls rausstellen möchte, sondern stellt nur die Verwandtschaft mit einem anerkannten Gemeindeleiter heraus, um bei den Lesern zu zeigen, dass seine Botschaft wichtig und bedeutsam ist, um deren Aufmerksamkeit zu erlangen.

Welchen Stellenwert hat bei Judas die verwandtschaftliche Stellung zu Jesus? (V. 1)

>> Antwort: Zuerst glaubten Judas und sein Bruder Jakobus nicht an Jesus (Joh. 7,3-5) und wollten Jesus sogar bei seinem Werk hindern und meinten, er sei „von Sinnen“ (Markus 3,21). Jesus selbst sagte, daß ein Prophet in der eigenen Verwandtschaft nichts gilt (Markus 6,4). So wie auch Jakobus weist Judas aber nun bewusst an keiner Stelle auf seine Verwandtschaft „im Fleisch“ zu Jesus hin, wodurch ihre geistliche Reife sichtbar wird. Nun ist er ihr Herr und Heiland! Jesus selbst hatte sich in aller Schroffheit gegen irdisch-verwandtschaftliche Zusammengehörigkeiten ausgesprochen (Joh. 2,4; Matth. 12,46-50) und stattdessen auf die „geistliche Verwandtschaft“ hingewiesen, die alleine von geistlicher Bedeutung und Wichtigkeit ist.

An wen richtet sich dieser Brief? (V. 1)

>> Antwort: Der Brief richtet sich an „von Gott geliebte und für Jesus bewahrte Berufene“. Nach Matth. 22,14 sind viele berufen, aber nur wenige auserwählt. Judas stellt mit „bewahrte Berufene“ aber klar, dass damit solche Menschen gemeint sind, die sich vor einem sündigen Lebenswandel „bewahrt“ hatten. Nach 1. Joh. 5,18 wird ein Gotteskind sogar von Gott vor dem Sündigen „bewahrt“ (wobei von zwei Formen der Sünde in den Versen davor die Rede ist: „zum Tode“ = Gottlosigkeit und „nicht zum Tode“ = Verfehlungen: Jak. 3,2)! Das „von Gott geliebte“ unterstreicht, dass es sich um wahre Gotteskinder handelt.

Was meint die Bibel mit „Barmherzigkeit“? (V. 2)

>> Antwort: Zum einen geht es um Gottes Barmherzigkeit mit uns, weil wir alle den Tod verdient haben (Psalm 119,77; Sprüche 28,13; 1. Tim. 1,13) und steht mit Gottes unverdienter(!) Gnade im Zusammenhang (Jesaja 63,7; Hosea 2,21; 1. Petrus 1,3; Titus 3,5). Des Weiteren bezieht es sich auch allgemein auf Gottes Erbarmen, uns in Not zu helfen (Hebr. 4,16). Wir sollen aber auch barmherzig sein (auch in Bezug auf unseren Schuldigern von Herzen gerne zu Vergeben etc.). Das wohl bekannteste Beispiel ist das Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“ (Lukas 10,25-37), der als Nicht-Jude einem Juden mit Liebe, Zeit, Kraft und Geld geholfen hatte.

Warum wünscht Judas den Adressaten „viel Barmherzigkeit Gottes“? (V. 2)

>> Antwort: Es handelt sich um einen Segenswunsch: Gott möge den Adressaten Barmherzigkeit schenken. Barmherzigkeit benötigt aber nur jemand, der in gewisser Notlage ist. Judas verwendet nicht den Begriff „Gnade“, welcher ein Teilbereich der Barmherzigkeit ist, aber auf ein zu begnadigendes Fehlverhalten hinweisen würde. Der Brief enthält hingegen Warnungen vor Irrlehrern und ist daher an die (noch) klar stehenden Gotteskinder gerichtet. Somit wünscht Judas den Adressaten, dass Gott mit ihnen barmherzig ist und sie „weiter bewahrt“ (siehe Vers 1) und „hilft“ (Hebr. 4,16) vor den falschen Lehren und Abirrungen! (In Vers 21 wiederholt er den Wunsch in einer anderen Form: Es geht um die zukünftige Gnade Gottes, ewigen Leben in Jesus Christus zu erlangen)

Warum wünscht Judas den Adressaten „Gottes Frieden“? (V. 2)

>> Antwort: Frieden bedeutet „ungestörtes Leben und Gedeihen“ (siehe Hintergrundinfo) und gibt den Kindern Gottes die Möglichkeit für ihn zu wirken und ohne äußerlich angegriffen zu werden zu leben. Es ist aber auch der innere Friede (Phil. 4,7) gemeint (kein Gewissen, das einen plagt), weil nichts Trennendes mehr zwischen Gott und seinen Kindern steht. Beides wird Judas seinen Lesern sicher wünschen.

Warum wünscht Judas den Adressaten „Gottes Liebe“? (V. 2)

>> Antwort: Gott hat uns zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen (1. Mose 1,27), daher ist die tiefe (Agape-)Liebe eine zentrale Notwendigkeit (Hosea 6,6) und das oberste Gebot (Lukas 10,27). Die Liebe soll sich sogar bis auf die Feindesliebe (Lukas 6,35) hin erstrecken. Wir sind aber nicht aus uns heraus dazu fähig und brauchen Gottes Liebe, die in uns ausgossen (Römer 5,5; Eph. 3,19) wird. Nur durch eine innige Beziehung zu Gott strömt uns diese Kraft durch den Heiligen Geist zur (Feindes-)Liebe zu (2. Tim. 1,7). Entsprechend wünscht Judas seinen Lesern diese göttliche (Agape-)Liebe.

 

Die persönliche Frage:

Sehe ich mich auch als Knecht (Sklave) Christi?


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