Die Bibel

Gottes Botschaft an die Menschheit

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.09.2020

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Gott anbeten

Und jedes Mal, wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Thron sitzt, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die 24 Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie werfen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sprechen: Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht

Off. 4,9-11a

Gott ist gegenwärtig.
Lasset uns anbeten
und in Ehrfurcht vor ihn treten.
Gott ist in der Mitte.
Alles in uns schweige
und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt,
schlag die Augen nieder;
kommt, ergebt euch wieder.

Frage: Was werden Sie tun, wenn Sie nach der Entrückung vor Gottes Thron stehen (sofern Sie zu den nach Lukas 21,36 „Gewürdigten“ gehören)?

Zu beachten: Die 24 Ältesten dürften repräsentativ für die Gemeinde aus AT (12 Stämme Israel) und NT (12 Apostel) stehen. Brennt Ihr Herz auch so für den HERRN der Herrlichkeit, dass Sie sich nicht schnell genug vor Ihm niederwerfen und alles was Sie sind und was Ihnen etwas bedeutet vor Ihm niederlegen können, dass vom „niederwerfen“ der Krone die Rede ist? Es gab Könige denen man nur kriechend und mit gesenktem Blick nahen durfte ohne sie anzusehen. Wir haben es aber mit dem König aller Könige und Herrn aller Herren zu tun! Lasst uns vor der Majestät Gottes niederfallen und Ihn von tiefstem Herzen anbeten!

Die Sünde wider den Heiligen Geist


Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben, auch die Lästerungen, wie viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.

Markus 3,28-29

In der Seelsorge erlebt man es immer wieder: Aufrichtige Christen haben gesündigt oder haben in gewissen Punkten keinen Sieg über die Sünde und fragen nun furchtvoll: Habe ich die Sünde wider den Heiligen Geist begangen?
Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, dies ist nicht der Fall - im Gegenteil ist ja noch die Reue vorhanden, zu der der Heiligen Geist ja gerade hinführt.

Aber nun erstmal der Reihe nach. Der Bibelvers mit der "Sünde wider den Heiligen Geist" steht im Zusammenhang mit Jesu Austreibung von bösen Geistern. Die Pharisäer ("Theologen" der damaligen Zeit) behaupteten:

"Er hat den Beelzebul" und: "Er treibt die bösen Geister aus durch ihren Obersten"

Markus 3,22
Man könnte also auch sagen: Die Pharisäer hielten den (Heiligen) Geist der durch Jesus wirkte für den Teufel. Auch im Anschluss an die obige Bibelstelle heißt es:

Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.

Markus 3,30

Somit wurde das Wirken des Heiligen Geistes dem Satan zugeschrieben. Könnte es eine größere Beleidigung des Heiligen Geistes geben?
Aber meinte Jesus das alleine? War nicht Saulus - der spätere Paulus - auch ein Pharisäer, der gegen die Christen vorging und ähnlich gedacht haben muss? Trotzdem wurde er von Gott sogar ganz besonders stark zum Aufbau des Reiches Gottes gebraucht. Er empfing Vergebung.
Also kann eine bloße "Verwechslung" vom Wirken des Heiligen Geistes und dem des Teufels nicht alleine die Sünde wider den heiligen Geist sein!!! Dies muss hier unbedingt erwähnt werden, da die Bibel sagt:

prüfet aber alles, und das Gute behaltet.

1. Thes 5,21
Aber das Prüfen kann ja auch eine Fehleinschätzung sein, und dann hätten wir vielleicht die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen und Ihn gelästert!
Nein, dann würden sämtliche Bibelverse die von Vergebung, Gnade usw. handeln falsch bzw. unsinnig sein.
Aber was ist nun mit "Sünde wider den heiligen Geist" gemeint?

Hier müssen wir zunächst erstmal eine Parallelstelle betrachten:

Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.

Hebr. 6,4-6

Hier wird klar, daß Christen, die Gottes Kraft und sein Reden immer wieder unzweifelbar erlebten, aber trotzdem sich von ihm bewusst und willentlich d.h. mit Vorsatz abwenden, gemeint sind und keine Vergebung mehr empfangen können.

Doch wann ist es "Vorsatz"? Sündigen wir nicht alle?:

Denn wir verfehlen uns alle mannigfaltig.

Jakobus 3,2a

sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten

Römer 3,23

Hatte Petrus nicht sogar den Herrn Jesus verleugnet? Jesus sprach schon vorher davon, daß er in Sünde fallen würde, aber sich wieder bekehren wird:

Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dereinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder. Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir: Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst.

Lukas 22,31-34

Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst. Und alsbald, während er noch redete, krähte der Hahn. Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.

Lukas 22,60-62

Petrus hatte Jesus verleugnet, aber zum einen liebte er Jesus und wollte es eigentlich nicht, zum anderen empfand er nach der Sünde eine tiefe Reue! Jesus vergab ja Petrus. Die Sünde wider den Heiligen Geist lag also ganz offensichtlich nicht vor, obwohl er ja quasi Gott bzw. Jesus äußerlich abgesagt hatte.

Gottes Wort ist klar:

So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe.

Hesekiel 33,11a

Jesus: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Joh. 6,37b
Wer Buße tut und Jesus Christus sein Leben übergibt - egal was er auch jemals getan hat - wird Vergebung erlangen!
Heute gibt es ja sogar Bewegungen in denen Menschen sich als Atheisten bewusst von Gott lossagen und dies durch die "Sünde wider den Heiligen Geist" unterstreichen wollen, da diese ja nicht vergeben werden kann. Dies ist unsinnig. Jemand, der nie Gottes Kraft wirklich erlebt hat und Gottes Kind war, kennt ja die Kraft des "Heiligen Geistes" gar nicht, wie sie Jesus verheißen hatte:

aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

Apg. 1,8
Somit wissen diejenigen gar nicht von was sie eigentlich reden - ähnlich einem kleinen Kind, das etwas nachplappert. Solche Menschen können sich also nicht durch solch einen Spruch jeder Begnadigungsmöglichkeit für die Zukunft berauben.
Aber wer sich bewußt gegen Gott aufstellt verschließt sein Herz mehr und mehr für Gottes Warnung - und oft geht das Leben sozial und moralisch immer mehr bergab. Daher muss trotzdem vor solchen Bewegungen gewarnt werden. Die Bibel legt Segen und Fluch vor (z.B. 5. Mose 28). Wer sich gegen Gott bewußt entscheidet, wählt damit den Fluch!

Wann begeht man aber nun die "Sünde wider den Heiligen Geist"?
Denken wir an den Pharao, der trotz der Plagen d.h. Wunderzeichen Gottes sein Herz immer mehr verstockte. Zum Schluß heißt es aber: Gott verstockte sein Herz. Mit anderen Worten: Wenn wir Gottes Allmacht erleben, aber uns gegen ihn verstocken, wird Gott einmal sagen: "OK, wenn Du nicht willst, dann nicht":

Da sprach der HERR zu Mose: Geh hin zum Pharao; denn ich habe sein und seiner Großen Herz verhärtet, auf dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue

2. Mose 10,1

Oder denken wir an Esau, der den Segen Gottes verachtete und für ein gutes Essen den göttlichen Segen verkaufte:

dass nicht jemand sei ein Abtrünniger oder Gottloser wie Esau, der um der einen Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Ihr wisst ja, dass er hernach, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte.

Hebr. 12,16-17
Hier spricht die Bibel von einer nicht vergebbaren Sünde: Wissen von Gottes Existenz, ja sogar Enkel des großen Patriarchen Abraham und somit über Gott wohl informiert, aber Ablehnung desselben. Hält man sich auch noch vor Augen, das er eine Mahlzeit mehr schätzte als Gott, so ist dies eine Verhöhnung und Beleidigung Gott gegenüber.

Letztlich sprechen wir uns selbst das Gericht: Lehnen wir - wider besseres Wissen - Gott ab, dann vertiefen wir den Graben zwischen Gott und uns. Eine Umkehr wird dann immer schwerer. Hören wir aber auf Gottes Warnungen, dann nahen wir uns im Gegensatz dazu Gott.

Zwei Beispiele aus der Seelsorge sollen hier den Unterschied klar machen:

Eine Frau lebte als arme Witwe. Immer wenn sie ein wenig Geld übrig hatte sparte sie es für eine ihrer Töchter, damit diese studieren und sie dann später finanziell unterstützen könnte. Als das Mädchen dann studiert hatte bekam sie den Ruf Gottes als Missionarin zu arbeiten. Die Mutter verbot dies. Alles bitten half nichts. Plötzlich wurde die Tochter Geisteskrank und musste ins Krankenhaus. Alles beten half nichts.
An einem Tag wurde ein Missionar von der Mutter mit ans Krankenbett geholt - er wusste aber nichts von dem Ruf Gottes dem die Mutter entgegen stand. Dann rief die Mutter aus: "Ich sage ja! Ich sage ja! Ich sage ja!". Nach dem dritten Ausruf war die Tochter völlig geheilt.
Heute ist die Mutter überglücklich, weil die Tochter ein solch großer Segen für viele Menschen werden durfte.

Eine andere Frau, die auch Predigten des gleichen Missionars - der klar die biblische Botschaft incl. Sünde predigte - gehört, viele Gottesdienste besucht und sich in christlichen Kreisen bewegt und sogar gewisse Wunder erlebt hatte, schrie regelrecht bei einem Seelsorgegespräch aus: "Ich will nicht vergeben! Ich will nicht vergeben! Ich will nicht vergeben!". Entsprechend dem bekannten "Vater unser" mit "vergib mir wie ich vergebe" hat sie keine Vergebung zu erwarten.
Bis heute gibt es keine Anzeichen für Bußbereitschaft und sie kommt mit ihrem Leben nicht zurecht, ist geistlich tot und man hört nur schlimmes von ihr.

Aber was ist eigentlich die Aufgabe des Heiligen Geistes? Über den Heiligen Geist sagte Jesus:

Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;

Joh. 16,8
Mit anderen Worten rührt er das Gewissen an und ruft uns zur Buße / Umkehr. Wenn wir diese Ablehnen, betrüben wir den Heiligen Geist.
Aber der Geist Gottes teilt auch Gaben aus:

So auch ihr: da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr die Gemeinde erbaut und alles reichlich habt.

1. Kor. 14,12

Der Heilige Geist ist also für Christen erfahrbar. Zusammenfassend können wir sagen:
Die "Sünde wider den Heiligen Geist" besteht - wie schon erwähnt - darin, mit ihm gelebt zu haben (denken wir z.B. an eine Ehe mit Erfahrungen und Intimität) aber ihn dann willentlich abzulehnen (Scheidung, man sucht sich einen anderen Partner) und dann womöglich noch über ihn herzufahren (auch oft nach einer Scheidung der Fall). Dann betrüben wir den Heiligen Geist und schließen uns selbst von Gottes Gnade aus. Gott selbst greift dieses Beispiel mit der Ehescheidung und Unmöglichkeit - nachdem man anderweitig verheiratet war - zurück zu kommen auf:

Und er sprach: Wenn sich ein Mann von seiner Frau scheidet und sie geht von ihm und gehört einem andern, darf er sie auch wieder annehmen? Ist's nicht so, dass das Land unrein würde? Du aber hast mit vielen gehurt und solltest wieder zu mir kommen?, spricht der HERR.

Jeremia 3,1

Auch wenn wir ein treuer Christ waren, aber dann Gott bewusst absagen, wird uns das bisherige Leben nichts nutzen:

Und wenn sich der Gerechte abkehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Unrecht und lebt nach allen Gräueln, die der Gottlose tut, sollte der am Leben bleiben? An alle seine Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht gedacht werden, sondern in seiner Übertretung und Sünde, die er getan hat, soll er sterben.

Hes. 18,24


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